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Prof. Dr. Wolfgang George referierte über Energiegenossenschaften

von Gerhard Bornam 04.10.20111672 mal gelesen1 Kommentar
Lollar | Mit Prof. Dr. Wolfgang George konnte Ilse Staude (GAL Staufenberg) beim jüngsten Arbeitskreistreffen der LumdatalGrünen in Staufenberg einen namhaften Referenten pro "Gründung von Energiegenossenschaften" begrüßen. Mit einer erfrischenden historischen Einführung zur Historie von Genossenschaften und den vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten in der Gegenwart überzeugte Prof. Dr. Wolfgang George die Anwesenden.

Erneuerbare Energien sind Investitionsgüter und nicht als reine Kostenfaktoren zu sehen. Das Ziel, regionale Wertschöpfungen aufzubauen, sei neben der demografischen Entwicklung, eines der zentralen kommunalpolitischen Aufgaben der Gegenwart, was die Zukunftsfähigkeit einer Kommune bestimme.

Bei Genossenschaften verfolgen Anbieter und Nutzer das gleiche Ziel. Sie sitzen gemeinsam im gleichen Boot und rudern gemeinsam in die gleiche Richtung. Dies ist der große Unterschied zu anderen Gesellschafts- bzw. Kapitalformen. So sei es auch nicht verwunderlich, dass eine Genossenschaft im Verhältnis zu einer GmbH ganz selten in eine Insolvenz gelange. Ferner sei die Förderung des Genossenschaftswesens auch im § 44 der hessischen Verfassung verankert. Es ist auch davon auszugehen, dass die derzeitigen Einschränkungen bei der "Wirtschaftlichen Betätigung im § 121 der HGO" in Kürze entsprechend verändert wird.

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Beim dezentralen Einsatz der "Erneuerbaren Energien" sollten Wege der Beteiligung über "Bürgergenossenschaften", in Form von "Energiegenossenschaften" gesucht werden. Nur so lassen sich auch die zementierten Monopole der Energiekonzerne ein wenig aufbrechen. Nicht jeder konzerngelenkte Investor, der neuerdings "im Mainstream der Erneuerbaren Energien mitfische", vertrete die Interessen einer "kommunalen grünen Energiewende" vor Ort, warnte George.

Anhand von einigen Beispielen, der Mittelhessischen Energiegenossenschaft (MiEG) in der Wetterau, der Sonnenland EG in Buseck und dem Bioenergiedorf Oberrosphe wurde aufgezeigt, wie eine "Energiewende von unten", auch ohne Großkonzerne und Großkapital angepackt und umgesetzt werden kann.

Prof. Dr. Wolfgang George wies in seinem Vortrag abschließend auf den 2. Kongress, "Kommunale Kooperation/Regionales Zukunftsmanagement" hin, der am 24.10.2011 in den Gießener Messehallen stattfindet. Hier werde auch das neue Buch "Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben" vorgestellt.
Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass man im Lumdatal das Thema vertiefen müsse. Derzeit stehen vielerorts auch schon Entscheidungen an, bei denen die Bürgerbeteiligung nur in Form anstehender Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden. Es wurde festgehalten, dass bei einem weiteren Treffen der LumdatalGrünen, das Thema "Energiegenossenschaften" nochmals ausführlich bearbeitet werden soll.

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Kommentare zum Beitrag

Gerhard Born
287
Gerhard Born aus Lollar schrieb am 04.10.2011 um 21:57 Uhr
Zum Terminhinweis: Der 2. Kongress "Kommunale Kooperation/Regionales Zukunftsmanagement" findet erst am 24. November und nicht wie ich irrtümlich geschrieben habe, bereits am 24.10. statt.
Hallo Lieber Leser
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