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Frage der Woche: Welche (ausländischen) Weihnachtsbräuche kennen Sie?

Weihnachten kommt - auch in diesem Jahr. (Foto: pixelio/Stepanie Hofschlaeger)
Weihnachten kommt - auch in diesem Jahr. (Foto: pixelio/Stepanie Hofschlaeger)
Gießen | Auch in diesem Jahr möchte die GZ-Redaktion wieder von den Bürgerreportern wissen: Welche Weihnachtsbräuche kennen Sie? Wie feiern Sie und Ihre Familie das Fest? Verbreiten Sie wunderbare Hektik und Streß, um sich vorzunehmen, es im kommenden Jahr wirklich alles ganz anders und natürlich viel besser zu machen? Oder sind Sie tiefenentspannt und lassen sich von all der Wuselei überhaupt nicht anstecken?
Und wie sieht es mit Bräuchen im Ausland aus? Wissen Sie, wie unsere Nachbarn Weihnachten feiern? Und wie sieht es gar auf anderen Kontinenten aus? Wie etwa sieht Weihnachten, das Fest, welches in Deutschland mit Schnee und "german Gemütlichkeit" verbunden ist, im sommerlichen Australien aus? Was machen die Südafrikaner an Weihnachten? Wie sieht es aus auf Feuerland? Jede Menge Fragen, auf die die GZ-Leser sicher Antworten haben.

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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
10.763
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 09.12.2010 um 01:31 Uhr
Früher kam an Heilig Abend immer die ganze Familie bei meiner Oma zusammen. Um 18 Uhr gab es Bescherung, um 19 Uhr wurden Bratwürstchen mit Kartoffelsalat serviert. Obwohl jedes Jahr "same procedure" ablief, freuten wir uns auf Weihnachten, da es immer sehr nostalgisch und heimelig zuging.
Leider ist meine Mutter an Heilig Abend 2003 ins Krankenhaus gekommen, 4 Tage später ist sie verstorben. Seit dem hat Weihnachten für mich einen bitteren Beigeschmack bekommen. Meine Oma verstarb 6 Monate später, seitdem ist es vorbei mit "Fröhliche Weihnachten" mit der Familie.
Da ich im Handel arbeite, blieb das Gefühl der vorweihnachtlichen Besinnung aus, stattdessen Überstunden und Hektik.
Ich war immer froh, wenn der Weihnachtsrummel vorbei war!
Dieses Jahr kann ich mich das erste mal seit langem wieder auf Weihnachten freuen, denn ich werde dieses Fest mit einem ganz besonderen Menschen verbringen...
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 10.12.2010 um 00:20 Uhr
Wir feiern Jul und die Rauhnächte.
Die weihnachtliche Geburt von Christus wurde auf dieses Datum gelegt um einerseits Christus in eine Linie mit den anderen Sonnengöttern zu bringen und andererseits um den Christen die Missionierung der alten heidnischen Feste zu vereinfachen.
Die altgermanische Jul-Tradition wird immer noch in einigen gegenden Deutschlands gefeiert. Die nur leicht geänderte, christianisierte Version, Weihnachten, findet einige Tage später statt. Für uns weiße Frauen ist Jul von besonderer Bedeutung. Denn in dieser dunkelsten, kältesten Nacht des Jahres, wird das neue Licht wiedergeboren. Der Gehörnte Gott wird nun wieder in die Welt geboren. Während die Eiche und die Birke völlig blattlos sind, stehen Tannen und Fichten noch in vollem Nadelkleid. Dies ist das Wunder des Jul-Sabbats. Der beschmückte Tannenbaum ist ein sehr alter heidnischer Brauch, und so ist auch das Geschenke geben. Der Baum wird mit Äpfeln, Orangen, Nüssen, Zitronen und Zimtstangen geschmückt. Ich nehme rote, grüne und weiße Kerzen. Wacholder, Mistel und Weihrauch sollten nicht fehlen.
Jörg Jungbluth
5.137
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 10.12.2010 um 01:37 Uhr
Da das Weihnachtsfest nichts mehr mit dem ursprünglichen Sinn zu tun hat, sondern nur noch dem Kommerz dient, nervt es mich jedes Jahr wieder.
Alle Jahre wieder schreit der Einkaufswahn und nach Weihnachten der Umtauschwahn.

Ich werde mich mit meinem Schatz schön einmummeln und drei ruhige Tage ohne Weihnachtswahn und Weihnachtsgedudel (sofern es sich vermeiden lässt) verbringen.
Susanne Kreiling
57
Susanne Kreiling aus Linden schrieb am 11.12.2010 um 07:51 Uhr
Meine Tochter lebt seit 4 Jahren in Finnland und die ganze Familie hat dort Weihnachten gefeiert. Wir haben uns ein Mökki (Ferienhaus) an einem See gemietet. Es lag Schnee und es war klirrend kalt. Am Weihnachtsmorgen haben wir Haferbrei zum Frühstück gekocht. In diesen Brei wird eine Mandel getan und wer die Mandel in seiner Schüssel hat, wird im neuen Jahr viel Glück haben. Dann ging es an die Zubereitung des Weihnachtsschinken. Meine Töchter schmückten den Baum, den uns der Vermieter schon ins Haus gestellt hatte. Um 12 Uhr machte mein finnischer Schwiegersohn den Fernseher an - der Weihnachtsfrieden wird aus Turku verkündet. Vor der Bescherung ging die Familie noch in die Sauna, auch eine Tradititon in Finnland. An die Tiere und die Wichtelmännchen wird auch gedacht: die Bäume und Sträucher werden mit kleinen Leckereien geschmückt. Es war ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest mit meinen Liebsten und ich hoffe, das wir nächstes Jahr wieder in Finnland feiern können. Diese Stille weitab von jeder Hektik in den Städten, nachtschwarzer Sternenhimmel, Schnee und eisige Kälte, das ist schon einmalig. Dieses Jahr werde ich meine Tochter an Weihnachten nicht sehen. Sie und ihr Mann müssen arbeiten. Ich werde sie und meinen kleinen finnischen Enkel sehr vermissen. Hyvää Joulua!
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von:  Simone Linne

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Interessensgebiet: Gießen
Simone Linne
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