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#NichtaufunseremRücken

Gießen | Am Samstag, den18.07.2020, rief das bundesweite Bündnis #NichtaufunseremRücken zu einem Aktionstag auf an dem sich Menschen aus Gießen und ca. 20 weiteren Städten beteiligten.

Es fanden verschiedene Aktionen wie Demonstrationen, Kunstausstellungen und Kundgebungen statt. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Gießen (ARAG) rief lokal zum Protest auf.

Die Forderung dass nicht die Beschäftigten, sondern die Reichen die Krise bezahlen sollen wurde in Form des Mottos „Eure Krise nicht auf unserem Rücken“ in riesigen Lettern an die Autobahnbrücke beim Philosophikum II tapeziert. Des Weiteren wurde ein Banner mit der Aufschrift „erst kaputt sparen-dann Applaus?“ von der Lahnbrücke gehängt. Damit wurde die Privatisierung von Krankenhäusern wie die des UKGM kritisiert, die auf Kosten des Personals und der Gesundheit von Patientinnen und Patienten durchgeführt wird.

Der Höhepunkt des Gießener Protesttages war eine Streetart-Aktion im Seltersweg. Auf zwischen zwei Laternen gespannte Frischhaltefolie wurde ein Graffiti mit dem Motto des Tages gesprüht. Interessierte Passantinnen und Passanten blieben stehen um zuzuschauen und kamen dadurch mit den Aktivistinnen und Aktivisten ins Gespräch.

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Auf verteilten Flyern wurden Stellenabbau, Kurzarbeit, stagnierende Löhne und Betriebsschließungen angeprangert: „Milliarden für Konzerne, damit diese weiter Dividenden an die Aktionäre ausschütten können, während gleichzeitig darüber diskutiert wird den Mindestlohn zu senken und die Arbeitszeiten zu erhöhen. Die Rechnung für das 1,2-Billionen-Euro-Paket wird der Staat am Ende den ArbeiterInnen präsentieren wollen.

Wir sagen: Nicht auf unserem Rücken! Es ist Zeit, dass wir uns wehren! Die Reichen sollen die Krise bezahlen!“.

Die Aktivistin Anna sieht die aktuelle Krise in unserem Wirtschaftssystem begründet „der Kapitalismus ist verantwortlich für die aktuelle Krise und die Ungleichverteilung von Reichtum. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die aktuelle Krise auf Kosten der Beschäftigten ausgetragen wird. Deshalb sind wir hier und protestieren“.

ARAG

 
 
 
 

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von:  Martina Lennartz

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