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„Inklusion beginnt im Kopf“ - SchülerInnen der Sophie-Scholl-Schule in Film-Spots auf dem Frankfurter Flughafen zu sehen

„Berufswunsch Polizistin? Warum nicht!“ Mit viel Begeisterung waren die SchülerInnen der Sophie-Scholl-Schule bei den Dreharbeiten dabei. (Quelle: LBA/ Filmausschnitt)
„Berufswunsch Polizistin? Warum nicht!“ Mit viel Begeisterung waren die SchülerInnen der Sophie-Scholl-Schule bei den Dreharbeiten dabei. (Quelle: LBA/ Filmausschnitt)
Gießen | Das Foyer der Sophie-Scholl-Schule in der Grünberger Straße (Haus 1 / Primarstufe) war gerappelt voll. Schülerinnen und Schüler tummelten sich sogar am Geländer des ersten Stockwerkes, um nach unten zu blicken. Dort aufgestellt war eine große Leinwand – und zu sehen gab es ganz besondere Kurzfilme. In den Hauptrollen: Einige SchülerInnen der Sophie-Scholl-Schule.

Den Filmen, die erstmals am 1. November am Frankfurter Flughafen vorgestellt wurden, übergeordnet ist das Thema „Inklusion Traumberufe“. In kurzen Filmsequenzen werden fünf Traumberufe von Sophie-Scholl-SchülerInnen dargestellt. Die Kinder im Alter von 12 bis 16 Jahren, mit und ohne Behinderungen, präsentieren sich hierin kostümiert als Flugbegleiterin, Kapitän, Polizistin, Rennfahrerin oder Zirkusdirektor. Sätze wie „Ich werde Flugbegleiterin. Warum nicht? Inklusion beginnt im Kopf“ machen den Grundtenor dieser Filme aus.

Initiiert und begleitet wurde das Projekt von Maren Müller-Erichsen, der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen sowie Aufsichtsratsvorsitzenden der Lebenshilfe Gießen, in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Fraport, der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens.

„Wir wollten Signale für die Inklusion setzen und viele Menschen und Herzen erreichen. Im Bahnhof, in der Stadt oder wo auch immer. Wir kamen dann auf die Idee, Fraport zu fragen und die haben dann auch direkt zugesagt, dass wir bei der Gepäckausgabe diese Filmchen zeigen können, die wir nun auch in der Schule gezeigt haben. Am Flughafen haben die Leute immer Zeit, um zu gucken“, berichtet Maren Müller-Erichsen von der Entstehung des Filmprojekts, dessen gelungene Resultate nunmehr am Frankfurter Flughafen zu sehen sind.

Zu den Hintergründen: Von der Idee bis zur Fertigstellung der Filme verstrichen knapp zwei Jahre. Gedreht wurde in der Sophie-Scholl-Schule in Gießen, Unterstützung bei der Bearbeitung des Materials gab es vom Fernsehsender ZDF. „Es durften immer nur kurze Spots sein. Wir waren dann beim ZDF und haben das Material von acht Stunden auf fünfmal 20 Sekunden gekürzt. Das war gar nicht so einfach“, so Maren Müller-Erichsen. Erstellt wurden die Videos übrigens – dank der Hilfe von ZDF Digital - jeweils mit einer Audiodeskription, um auch blinden und sehbehinderten Menschen die Rezeption der Filme zu ermöglichen.

Dass sich die Arbeit gelohnt hat, davon können sich nunmehr nicht nur die Frankfurter Flugreisenden überzeugen, auch auf der Internet-Präsenz der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen lassen sich die Spots abrufen (Short-Link: https://bit.ly/2zuh7BL).

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