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Respekt und Würde

Buseck | Respekt und Würde........
nur noch ein hohles Wort in unserer Zeit...?


Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht es im 1. Artikel des Gesetzbuches...
... Nun, gilt das wirklich, haben wir Meinungsfreiheit, leben wir mit Menschen, die tatsächlich unseren Respekt verdienen...?


Das ist der unbestrittene Vorteil der Lebensreife...
Im Laufe seines Lebens lernt man viele Menschen kennen.

Auch die mit negativer und positiver Ausstrahlung, mit Könnern, Nichtkönnern, mit Dummschwätzern, mit Guten und mit Bösen, mit Helfern, Benutzern, Kleingläubigen, Tätern und Opfern....mit was man sich aber auch alles rumärgern muss, manchmal ist es schon unglaublich.....
es gibt Drückeberger, Schlauberger, die alles besser wissen, Wichtigtuer die sich selbst nur wichtig nehmen, vor allem aber Menschen, die nicht zu dem stehen, was sie denken und fühlen.
Und wie sie handeln.
Es gibt so viele, die einfach immer nur meckern und kritisieren, eine große Klappe führen, aber wenn es darauf ankommt - dazu auch zu stehen worüber sie im geheimen Kämmerchen reden, dann kneifen sie und ziehen den Schwanz ein.

... Vor solchen Menschen habe ich keinen Respekt.
Mehr über...
Würde (2)Verantwortlichkeiten (2)Respekt (5)Gedanken darüber und was aus Begriffen wie diesen geworden ist (1)
Vor Menschen hatte ich noch nie Angst, nur vor der Macht, die sie verkörperten, der Willkür der man ausgeliefert war und ist, davor habe ich Muffesausen, denn sie haben die Möglichkeit ihre Arschtritte auszuteilen, ihre Macht zu demonstrieren.
Habe ich mit einem Handwerker zu tun, der für mich - gegen Barzahlung oder Scheck - eine Dienstleistung erbringt, dann habe ich auch das Recht , und sehe es auch als meine Aufgabe und Pflicht für mich selber, mich dagegen zu verwahren, wenn er diesen Dienst nicht richtig, ordnungsgemäß, seinen Fähigkeiten nach - ausführt.
Fühlt er sich von dem Auftrag überfordert, kann er den Dienst ablehnen,
... bin ich nicht mit seinem Dienst zufrieden, habe ich die Möglichkeit die Firma zu wechseln, gleiches Recht für alle....
Das gilt für alle Berufssparten..
Es gibt eine Sorgfaltspflicht anderen gegenüber, auch die steht im Gesetzesbuch.
... Sich nicht menschenmitverantwortlich zu verhalten , nun, wir sehen was die Politik macht.

Von ihrem Urteilungsvermögen, ihrer Sorgfalt und Einschätzung der jeweiligen Lage, ihrem Interesse und Engagement sich mit der ihnen gestellten Aufgabe korrekt und fair zu befassen und es zu bearbeiten hängt so manches wirtschaftliche, physische und psychische Weiterüberleben anderer Menschen ab.
Menschen in bestimmten Positionen haben Macht und wenn wir Pech haben, dann wird die Macht zu unserem Nachteil missbraucht um eigener Interessen willen.
Egal ob das nun Anwälte, Ärzte und Professoren, Zentren wie Kindergärten, Altenheime; Kliniken , Ämter.....
( es gibt immer noch eines das übergeordnet ist ) - und Gerichte, Schulen oder Firmen jeglicher Art angeht.

Schon als ich in meiner eigenen Ausbildung war, habe ich oft nicht verstanden, wenn der Professor mit wehendem Mantel über die Kliniksgänge rauschte, ein ehrfürchtig - stummes Gefolge von Weisskitteln hinter sich, der mit sonorer Stimme Wichtiges und Unwichtiges von sich gab und sich offensichtlich in seiner eigenen Ära sichtlich genoss, während sich fast sämtliches Personal verschreckt, oder verschüchtert auf`s Klo verzog oder furchtsam in den Station - und Patientenzimmern verschwand.
Ich habe die bewundernden Blicke der kleinen Stationsärzte und Schwestern gesehen wenn sie mit großen Augen zu ihrem Professor aufsahen, auch wenn der eigentlich nur ein kleines überhebliches Miststück und Arschloch war,.....
..... da habe ich mich oft darüber gewundert und mich gefragt, woher diese Menschen denn ihre eigene Selbstachtung her bekommen wollen, wenn sie nur das vielleicht beeindruckend dargestellte Äußere eines Menschen als Garant für seine Integrität und Zuverlässigkeit sehen.....

wenn ich selbst unsicher wurde, habe ich mir immer gesagt,
: der ist ein Mensch, wie du und ich, sieht nackt genauso aus wie du, isst wie du und geht auf`s Klo wie du, warum solltest du vor dem Angst oder gar Ehrfurcht haben.
Der kann nur mehr, weil er eine andere Ausbildung hatte.
Ich habe vor seinem Können Respekt, vor dem, was er sich oder andere ihm beigebracht haben, wenn er dies demonstriert und nach bestem Wissen und Gewissen beweist, und auch an andere weitergibt, dann hat er meinen Respekt, ansonsten ist er - einfach nur - erst einmal, Mensch für mich.

Wenn ich nicht mehr die Möglichkeit habe, mich gegen Ungerechtigkeit und Selbstherrlichkeit aufzulehnen, nicht mehr die Möglichkeit gegeben ist - Missstände aufzudecken, dann habe ich es zugelassen, mich zu einem unmündigen Bürger machen zu lassen, der kein eigenes Rückrad besitzt.
Wo bleibt meine Würde, wenn ich mich nicht mehr wehren kann...?
Wie könnte ich erwarten, dass vor mir ein anderer Respekt hat, wenn ich meine Menschenwürde nicht leben kann...?.....


by Angelface

Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
3.906
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.10.2010 um 20:48 Uhr
Hallo Frau Petri,

ja, der Beitrag ist schon wichtig....

er kommt mir persönlich nur etwas zu negativ rüber:
- es gibt sicherlich nicht wenige Menschen, die nicht die Selbstachtung haben ihre Meinung offen zu vertreten, auch mal Vorgesetzten zu widersprechen, sich für Gerechtigkeit und das Wohl Einzelner und/oder der Gemeinschaft einzusetzen = kein Widerspruch!

- nur sind die Menschen generell so? Ich denke nicht! Es gibt vielfältige Beispiele des solidarischen Handelns, in Betrieben, in Wohngebieten, in Vereinen.... und gerade jetzt die, man kann schon sagen "aus dem Boden sprießenden" Bürgerinitiativen zeigen doch, dass sich sehr viele nicht mit "Unmündigkeit" abgefunden haben und sich "auflehnen" !?

und die, die nur kritisieren und nur im "stillen Kämmerlein" die Klappe aufreißen....vielleicht, wenn ich noch dazu komme....stelle ich noch einen Beitrag, ein Lied dazu ein :-)
Angelika Petri
1.729
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 12.10.2010 um 08:23 Uhr
Lieber Stefan, darf ich Sie hier so nennen?, Wie ich hörte ist es so üblich..lächelt.
Vielen Dank für den Kommentar zu meinem Beitrag, der inhaltlich schon etwas älter ist, - wie ich -
ich zweifle absolut nicht an der Tatsache, dass es heute weit mehr Bürgerinitiativen und mutige Menschen gibt die zu ihrer Meinung stehen,, die auch mal den Mund aufmachen - auch in der Gefahr anzuecken und sich unbeliebt zu machen, sicherlich mehr als früher und weit mehr als zu der Zeit, als ich mich in der Ausbildung befand und eben andere Erfahrungen machte. Ich begrüße es sehr wenn die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung steuerte.
Ich denke, wir schreiben und berichten alle - ein klein wenig aus der eigenen Erfahrung heraus, die wir machen und machten, und meine ist eben die, dass es auch heute noch in Abhängigkeit befindliche "Angestellte, und oder Menschen" die sich von anderen darin gegängelten immer noch nicht trauen den Mund aufzumachen, eines teils weil sie befürchten den Job zu verlieren ( der nächste Probant steht schon vor der Tür) oder bei Freunden, weil Freundschaft heute oft ihren (früheren wichtigen ) Stellenwert verloren hat.
Freue mich aber sehr darüber wenn Sie andere bessere ERfahrungen machen, über die Sie uns ebenso freudig berichten können.
Freundliche Grüße von Angelika
Stefan Walther
3.906
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.10.2010 um 18:14 Uhr
Liebe Angelika,
danke für die Antwort!
Ich weiss nicht, was hier "so üblich ist"....für mich jedenfalls ist das völlig in Ordnung! Ich hab`s sowieso weder mit dem "Stil" noch mit Förmlichkeiten, na ja und wenn ich dann mal ins Fettnäpfchen trete, was soll`s es gibt wichtigeres!

zum Thema:
richtig, die eigenen Erfahrungen prägen uns sicher am meisten, positive wie negative. Beide habe natürlich auch ich gemacht....vielleicht liegt`s einfach auch daran, dass ich mich öfter dort "bewege" wo es Menschen gibt, die sich für verschiedene Dinge einsetzen z.B. als Vertrauensmann in der Gewerkschaft oder als Mitglied der Friedensinitiative. Was die Erfahrungen an der Arbeit betrifft, so sind sie auch überwiegend positiv, es gibt kaum eine(n) der/die nicht den Mund aufmacht wenn es was zu sagen gibt, Respekt bekommen Vorgesetzte nicht weil sie Vorgesetzte sind, sondern nur dann aufgrund ihrer Leistung und dem zwischenmenschlichen Umgang.
Die, die mit jedem "lieb Kind" sein wollen, die gibt es natürlich auch, aber sie sind in der absoluten Minderheit und werden auch nicht sonderlich ernst genommen!
Viele Grüße
Stefan
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Angelika Petri

von:  Angelika Petri

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Angelika Petri
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