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Der positive Einfluss von Heimtieren auf den Menschen

Wettenberg | Vor allem im Bereich der Stressbewältigung bieten Heimtiere eine positive Unterstützung. Stress ist ein Belastungs-, Bewertungs- und Bewältigungsprozess. Insbesondere die alltäglichen Kleinigkeiten (daily hassles) beeinflussen den Menschen in seiner Stimmungslage, seinem Wohlbefinden und auch in seiner körperlichen Gesundheit. Durch Stress entstehen häufig so genannte psychosomatische Erkrankungen. Ein Heimtier kann uns helfen, Misserfolge in der Partnerschaft, Probleme im beruflichen Bereich, Belastungen durch Hausarbeit, Ärgernisse im Straßenverkehr, etc. besser zu bewältigen. Wir erleben neben diesen unangenehmen Situationen mehr Freude, Entspannung und Entlastung im Zusammenleben mit den Tieren und können die daily hassles leichter ausgleichen.

Ein interessanter Gedanke stammt dazu von dem amerikanischen Mediziner McCulloch. Tiere reizen zum Lachen und Spielen und würden dadurch die Ausschüttung von Endorphinen im menschlichen Gehirn nachweislich anregen. Diese Endorphine helfen dem Menschen glücklicher zu sein, verringern das Schmerzempfinden und bauen Stress ab. In diesem Sinne eine kleine Geschichte von Walter und mir.

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Katzen, das ideale Haustier für Singles?

Eine neue Studie des Psychologischen Instituts der Universität Bonn bestätigt das. Viele Menschen wussten es schon früher, Katzen werden schließlich seit über 9500 Jahren vom Menschen als Haustier gehalten und zählen zu den beliebtesten Heimtieren in Deutschland. Bei mir zu Hause wohnt Walter, ein Exemplar der Gattung „Feliz domesticus“.
In der oben genannten Studie unter Leitung von Professor Reinhold Bergler wurde zudem herausgefunden, dass Katzenbesitzer mehr Kontakte haben und besser mit Krisen umgehen können, als Menschen ohne Katze. Der erste Gedanke der mir beim Lesen der Studie durch den Kopf ging: „Katzen können aber auch Krisen im Haushalt auslösen.“ Natürlich ist der Autonormal Katzenbesitzer durch die Katze zu Hause ruhiger und gelassener, als der nicht Tierbesitzer, aber schauen Sie mal drei Katzen zu wie Sie hintereinander herjagen ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Katze achtet nicht darauf ob der Blumenstrauß neu und die Vase aus China 1500,- Euro Wert sind, wenn Sie das Wasser austrinken möchte.
Mein Walter ist fünf Jahre jung, kastriert, rot getigert und Amerikaner. Er wurde als kleiner Kater in einer Tüte im Straßengraben einer amerikanischen Kleinstadt gefunden und von einer befreundeten Familie aufgenommen. Durch die Tierhaarallergie der kleinsten Tochter konnten Sie ihn nicht behalten und so kam er zu mir. Gut wir flogen von Memphis nach Detroit und dann nach Frankfurt und mittlerweile hat er sich an deutsche Katzen gewöhnt, nur das Katzenfutter aus der Dose schmeckt ihm in Deutschland nicht mehr. Mit Trockenfutter kann er aber auch gut leben.
Es ist für mich ein schönes Gefühl Abends nach Hause zu kommen und die Katze wartet bereits auf mich, möchte gestreichelt werden, möchte Futter oder will spielen. Verhaltensforscher gehen davon aus, dass gerade ihr flauschiges Fell, das wohlig tiefe Schnurren und die Ruhe, die sie vermitteln sich besonders günstig auf uns Menschen auswirken. „Die Katze als emanzipiertes Haustier,..“ so Prof. Bergler ..“ist auch in der Lage eine Therapeutische Rolle zu übernehmen.“ Zum Beispiel in Altenheimen werden häufig Tiere zu Therapiezwecken eingesetzt. Der Vorteil auch hier, die Katze ist selbstständig durch die Möglichkeit des Auslaufs muss das Personal nicht extra auf die Tiere achten und stellt nur Futter bereit. Der Katzenhalter übernimmt aber auch Verantwortung für sein Tier, lässt es Impfen, kastrieren und wenn notwendig Verletzungen durch den Tierarzt versorgen.
Katzen sind Eigenwillig, Walter hat seinen ganz eigenen Einrichtungsstil, gräbt Pflanzen um, spielt mit allem was lose in der Wohnung liegt und liebt es, abgestandenes Wasser zu trinken. am liebsten direkt vom Fußboden. Manchmal wenn Salvadore Walter die Wohnung zu stark designed, die Erde auf dem Teppich umverteilt, es besser findet mit den Fischen im Aquarium zu spielen und seine Krallen an meinem Ohrensessel wetzt, dann bekommt Frauchen auch die Krise. Vielleicht hilft mir in solchen Momenten das neu angeschaffte Buch von Dr. Carola Ottermann weiter- „Mensch und Tier im Dialog.“ Ihr geht es nämlich darum, eine Ebene des Verständnisses aufzubauen und das Fremde durch Begegnung kennenzulernen. Doch eines steht fest, Walter wird für immer bei mir wohnen bleiben.

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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
9.734
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 22.07.2013 um 19:44 Uhr
Hallo Frau Schöffmann,
vielen Dank für diesen schönen Bericht. Dem gibt es wirklich nichts hinzuzufügen.
Vielleicht wäre folgendes Buch für Sie interessant:
"Unsterbliche Freunde"von Jenny Smedley.
Die Autorin untersucht die spirituelle Seite der Tiere und es geht u.a. um interaktive Kommunikation zwischen Mensch und Tier.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 22.07.2013 um 20:17 Uhr
Frau Schöffmann wie recht Sie haben. Haustiere sind was wunderbares. Und das sie teilweise ihren eigenen Kopf haben ist doch auch schön. Wenn alle Haustiere normal und gut erzogen wären, würde es langweilig werden.
Vanessa Schöffmann
171
Vanessa Schöffmann aus Wettenberg schrieb am 22.07.2013 um 20:55 Uhr
Danke für den Buchtip, werde ich lesen sobald die Klausurphase zu Ende ist. Dann habe ich auch mehr Zeit für unsere Kater, die sich beim Lesen immer ganz interressiert in die Nähe setzen. Mich haben schon immer auch Bücher zum Verhalten von Tieren interressiert z.B. "Animal Thinking" von Griffin ein Klassiker und Danke auch für das Lob.
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von:  Vanessa Schöffmann

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Interessensgebiet: Wettenberg
Vanessa Schöffmann
171
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