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Reisesteckbrief: Helgoland

Helgoland
Helgoland
Wettenberg | Über die (hoffentlich) geruhsamen Feiertage kann den einen oder anderen ja das Fernweh packen. Zum Schmökern, zum Fernweh anheizen oder für die Urlaubsplanung des kommenden Jahres habe ich einige Reisesteckbriefe verfasst (als hätte man sonst nix zu tun...). Zum Teil folgen noch ausführliche Reiseberichte.

Was und wo? Helgoland ist die einzige deutsche Hochseeinsel, sie liegt rund 60 km nördlich des Festlands in der deutschen Bucht. Helgoland besteht aus der „Insel“ mit Ober-, Mittel-, und Unterland sowie der „Düne“, einer flachen Nachbarinsel.

Besonderheiten: Mehrwertsteuer- und zollfreier Einkauf, Seeklima, Robben und teils sehr seltene Vögel aus nächster Nähe zu beobachten, interessante Geschichte der Insel. Früher Ziel von bis zu 11 Seebäderschiffen, die mehrere tausend Tagestouristen auf die Insel brachten. Es lohnt sich aber, mehrere Tage dort zu verbringen. Bis auf wenige Ausnahmen kein Fahrzeugverkehr auf der Insel.

Anreise aus Mittelhessen: Z. B. per PKW nach Cuxhaven, von dort mit dem Seebäderschiff „Atlantis“ zur Insel. Abfahrtszeit ist je nach Saison 10.30 Uhr, deswegen ist eine Zwischenübernachtung
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in Cuxhaven empfehlenswert, wenn man nicht nachts fahren will. Ähnliches gilt für die Rückreise: Ankunft des Schiffes je nach Tide und Seegang zwischen 18 und 19 Uhr. Bei der Ankunft mit dem Seebäderschiff wird man in der Regel „ausgebotet“ – d. h. die Passagiere steigen samt Gepäck in kleine Boote um und werden an Land gebracht. Alternativ kann man mit dem doppelt so schnellen (aber auch doppelt so teuren) Katamaran „Halunder Jet“ fahren, der aus Hamburg kommt und in Cuxhaven einen Zwischenhalt einlegt. Dieser legt auf Helgoland im Südhafan an. Der Katamaran fährt bei zu starkem Seegang aber nicht. Weitere Alternative ist das Flugzeug, z. B. ab Bremerhaven oder Hamburg; der Flugplatz befindet sich auf der Düne.

Unterkunft: Mehrere Tausend Betten sind auf Insel und Düne vorhanden, vom noblen Hotel bis zu privaten Gästezimmern oder Bungalows. In der Nebensaison ist immer irgendwo was frei, kurzfristige Anreise und eine Zimmersuche vor Ort ist also ohne weiteres möglich. Preisgünstiger Geheimtipp für Selbstversorger: Appartments für zwei bis fünf Personen im „Bli Hüs“ in der Nähe des Kraftwerks.

Tipps: Führung hinter die Kulissen des Nordseeaquariums, bei einer heimatkundlichen oder Bunker-Führung mehr über die Geschichte der Insel erfahren, entsprechendes gilt für die naturkundlichen Führungen des Vereins Jordsand. Zwischen Mai und Juni brüteten mehrere tausend Lummen und Möwen an den Felsklippen, im Frühjahr und besonders im Herbst lassen sich unter rastenden Zugvögeln auch zahlreiche seltene Arten entdecken, z. T. auf wenige Meter Entfernung.

Schade: An- und Abreise teils etwas umständlich für Mittelhessen (siehe oben), Gastronomie teils sehr teuer (es muss ja so gut wie alles erst zur Insel transportiert werden), manchmal wünscht man sich ein Fahrrad…

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
9.532
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 18.12.2010 um 15:54 Uhr
Ich habe da mal vor vielen, vielen Jahren ein meeresbiologisches Praktikum gemacht, auch lange vor der Badesaison. Die Insel lohnt zu jeder Jahreszeit, im Sommer DER Tipp für Heuschnupfengeplagte.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 20.12.2010 um 11:19 Uhr
Klasse, Tim, bist du jetzt auch unter die Reiseberichterstatter gegangen? Cooles Profilbild übrigens.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.01.2011 um 21:55 Uhr
Danke für den interessanten und guten Bericht. Interessant ist auch die Geschichte von Helgoland. 1890 wurde die Insel, die bis dahin zu Großbritannien gehört hatte, im Sansibar-Vertrag vom Deutschen Reich gegen das Ostafrikanische Sansibar eingetauscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Helgoland Sperrgebiet und ein Bombenabwurfübungsplatz der Briten. Das Ziel war es sogar, diese Insel im Meer zu versenken. Aber die Deutsche Friedensbewegung verhinderte dies und nur Ihr ist es zu verdanken, dass heute wieder der Tourismus auf Helgoland blüht. Über die Aktionen der Friedensbewegung zur Rettung Helgolands Anfang der 1950er Jahre hat der sehr bekannte und in Salzböden lebende Kinderliederautor und -sänger Frederick Vahle ein wie ich finde sehr schönes Lied geschrieben. Seine Gesangspartnerin ist übrigens unsere heutige OB Frau Grabe.Bolz. Hier der Link zu dem Lied: http://www.youtube.com/watch?v=F64v7neKl-I
Peter Herold
24.438
Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.01.2011 um 17:36 Uhr
Nicht nur für Tage! Ich war einmal von Samstag bis Sonntag dort. Anfahrt mit dem Schiff ab Hamburg, dauert wohl aber man sieht auch genug. Dann der Samstag Abend. Fast alle besucher räumten die Insel, es war herrlich. Beit Kutterscholle und einem kühlen Bier habe ich die Ruhe genossen, bevor ich schlafen ging. Dann am Sonntag eine fast meschenleere Insel, so richtig um mal alles in Ruhe anzusehen. Es war noch etwas früh im Jahr, ich bekam einen kleinen Scheeschauer ab. Tat aber dem Ganzen keinen Abbruch. Spät nachmittags dann einbooten und Rückfahrt nach Hamburg. Vion solchen Erlebnissen hat man ein Leben lang etwas.
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von:  Dr. Tim Mattern

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Interessensgebiet: Wettenberg
Dr. Tim Mattern
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