Bürgerreporter berichten aus: Heuchelheim | Überall | Ort wählen...

Am Tag der Deutschen Einheit am Point Alpha

Heuchelheim | Am Tag der Deutschen Einheit sollten wird unser Land feiern. Einige feierten das in diesem in Stuttgart. Wir entschieden uns fuer den Point Alpha. An diesem Ort kann man die junge Deutsche Geschichte am besten begreifen und verstehen. Wir packten unsere Wandersachen und den Hund ins Auto und los ging die Fahrt in die Roehn. Die Herbstsonne liess den Tag zu einem wundervollen Ausflugtag werden. Als das Ziehl Geisa erreicht war parkten wir am Haus auf der Grenze. Erst mal Kaffee und eine Bratwurst. Da war der tolle runde Tisch andem fuer jedes Bundesland ein Sitzplatz vorhanden war. In der Mitte eine Metalltafen mit der Innschrift ,, Einigkeit und Recht und Freiheit fuer das Deutsche Vaterland,, Nach der Pause gings dann ins Haus auf der Grenze. Im Erdgeschoss die Ausstellung ueber den Grenzverlauf und die DDR und im Obergeschoss die Ausstellung ueber das Biosphaerenreservat Roehn. So boese es klingt aber durch die ,,gute Bewachung,, hat das Grenzgebiet einen Schatz gewonnen. Viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Insekten haben im Todesstreifen eine Heimat gefunden. Aus dem Museum raus ging es dann
Mehr über...
zum Kreuzgang. Eine Kunstausstellung direkt auf der Grenze mit eindrucksvollen Skulpturen. Strahlen blauer Himmel und ein kuehler Wind , dazu die Berge der Roehn gaben uns einen tollen Einblick in die Natur der Roehn. Dann der naechste Wachturm und schon wurde man wieder Nachdenklich. Wie viele Menschen Starben an dieser Grenze. Nach einer Wanderschleife kamen wir dann zum US Camp Point Alpha. Leider haben wir etwas beim Wandern getroedelt. Die Veranstaltung im Camp bei der auch Produkte der Region angeboten wurden war bereits im Abbau. Wir besichigten die Ausstellung und den Wachturm der Amerikaner. Die Grenzanlage mit ihren Absicherungen gab uns dann doch ein beklemmendes Gefuehl. Wir entschieden nach dem Besuch des Denkmals noch einmal etwas zu wandern. Auf dem Wanderweg Dann noch Hinweistafeln die uns die Ruecksichtslosigkeit der Innerdeutschen Grenze erneut zeigten.,, Hier stand der Fischerhof,, war da zu lesen . Zwangsenteignet und Umgesiedelt wurden die Menschen die zu Nah an der Grenze wohnten. Wir koennen nur hoffen das dieses Mahnmahl ,,Point Alpha,, uns immer wieder an unsere Vergangenheit erinnert . An diesem 3. Oktober war Point Alpha gut besucht aber nicht Ueberlaufen. Auffallend viele englisch sprechende kleine Reisegruppen begutachteten die Anlage. Als die Sonne hinter den Bergen am untergehen war und es Menschenlehr wurde am Point Alpha begegneten uns noch eine kleine Gruppe Roehnschafe. Erst als das letzte Sonnenlicht den Himmel an Mond und Sterne uebergeben hatte machten wir uns muede aber zufrieden auf den Heimweg. Point Alpha ist eine Sehenswerte Anlage die uns an unsere Geschichte erinnern soll und die Roehn ist schoen !


Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.10.2013 um 08:51 Uhr
Da habt ihr den letzten schönen Tag erwischt. So war das Erlebnis perfekt. Heute ist es grau in grau.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 04.10.2013 um 14:00 Uhr
Wir waren auch schon dort. Für mich waren es erdrückende Momente, wenn ich an die Menschen dachten, die unter solchen Umständen leben mussten.
Martin Wagner
2.110
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.10.2013 um 20:18 Uhr
Frau Freemann, ich möchte ihnen nicht direkt widersprechen aber es sei mir ein "aber" erlaubt. Aus ihrem Bericht spricht viel Gefühl und er zielt weniger auf Vermittlung von Fakten. Und warum sollte ich an ihren Gefühlen rum meckern? Aber ich will schon bei den Fakten etwas "nachliefern".

Vor 2 1/2Jahren war ich auch mal dort und ich hatte ganz andere Empfindungen, wie sie.

Kurzfasung: Mal direkte - mal geschickte antikommunistische Propaganda.

Ich zähle mich zwar zur Linke, aber nicht zur Moskaufraktion. Aber was geschichtliche Realität war, das sollte so genau wie irgend möglich auch gesagt werden. Das reine Schwarz-weiss-Malen trifft fast nie die Realität. Diese ist viel zu kompliziert um das mit Stereotypen zu beschreiben.

Und Point Alpha war eben nicht irgendein Wachtposten an dem "Eisernen Vorhang", sondern der Nullpunkt des sogenannten Fulda Gap (Fuldarer Senke). Das von der Nato ausgeguckte atomare Schlachtfeld in dem eine ganze zeitlang für möglich gehaltenen 3. Weltkrieg / atomaren Schlagabtausch zwischen Nato und Warschauer Pakt.

An dieser Stelle sollte der "Russe" mit einer Übermacht an Panzern Richtung Frankfurt durchstossen und deswegen sollte hier die erste Nato-Atombombe geworfen werden. Wohlgemerkt auf das Gebiet von Verbündeten.

Ich weiss das Jahr nicht mehr, aber irgendwann in den 80er-Jahren ging der regionale Ostermarsch deswegen genau zu diesem Point Alpha. Ich war damals dabei. Die Stossrichtung der Demonstranten ging also nicht gegen "Moskau", sondern gegen die Nato und deren örtlichen Repräsentanten.

Natürlich gab es damals in der Friedensbewegung auch Stimmen, die sich gegen die Aufrüstung im "Osten" wanden, aber den Meisten war die eigene Situation wichtiger: Keine Stationierung von amerikanischen Raketen ......! Ohne das Fulda Gap (also auch ohne Point Alpha) wären die Hunderttausenden im Bonner Hofgarten nicht denkbar gewesen.

Mit anderen Worten: Gerade Point Alpha wäre ein prima Ort der BRD-Friedensbewegung der 80er-Jahre ein Denkmal zu setzen.

Point Alpha jetzt als Mahnmal für die unmenschliche Grenze hinzustellen stellt meiner Meinung nach ein untauglicher Versuch dar Widersprüchliches irgendwie schon zusammen zu biegen.

weiterführender Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Fulda_Gap
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 04.10.2013 um 21:05 Uhr
Wenn sie weitere antikommunistische Propaganda sehen wollen, sollten sie mal nach Berlin zu Herrn Hubertus Knabe fahren.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.10.2013 um 22:27 Uhr
Was heißt hier Einheit? Wurden die Rentner dieses Jahr gleich behandelt? In einer Einheit sind alle gleich und vom Soli möchte ich gar nicht reden. Es gibt außerhalb der Neuen Bundesländer Regionen, die hätten Zuwendungen aus dem Soli dringender nötig, als dort wo er jetzt hinfließt. Ach ja. Was geschieht eigentlich genau mit dem Geld?
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2013 um 11:03 Uhr
Point Alpha ist ein Mahnmal für die unmenschliche Behandlung von Menschen, die sich zu DDR Zeiten gewagt haben, eine andere Meinung zu haben. Wie soll man Grenzen bezeichnen, an denen junge Menschen dazu ausgebildet werden, auf ihresgleichen zu schießen? Dafür gibt es keine Entschuldigung und einen Grund schon gar nicht. Das Wort unmenschlich ist geschmeichelt. Das war Mord!
Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 05.10.2013 um 12:18 Uhr
Ich sehe es wie Ilse: Point Alpha ist ein Mahnmal dafür, wie an der innerdeutschen Grenze mit Menschen umgegangen wurde. Schießbefehle und damit Mord waren an der Tagesordnung. Das in einem Endloskommentar als "untauglichen Versuch Widersprüchliches irgendwie schon zusammen zu biegen" zu bezeichnen grenzt an, na ja, Sie wissen schon. Dagegen kämpfen Götter vergebens.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2013 um 12:25 Uhr
Freiheit und Meinungsfreiheit ist unser größtes Gut und in allen demokratischen Ländern selbstverständlich. Soll mir einer ein kommunistisches Land sagen, wo man nicht versucht, die Menschen zu roboterähnlichen Wesen zu drillen. Aufmurren bedeutet Inhaftierung, Verschleppung und Tod! Eine Verschönerung und eine Verschleiherung der der DDR Zeit macht mich wütend. Ich habe ein Jahr in dem damals noch kommunistischen Ungarn gelebt. Ich weiß, wovon ich rede!
Martin Wagner
2.110
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.10.2013 um 16:12 Uhr
Wo bitte habe ich mich in meinem kurzen Kommentar (ja kurz, denn zu diesem Thema hätte ich mich eigentlich viel länger äußern müssen ....) dagegen gewand, dass "Point Alpha ... ein Mahnmal für die unmenschliche Behandlung von Menschen, die sich zu DDR Zeiten gewagt haben, eine andere Meinung zu haben ... ist"? Nirgends.

Gegen was habe ich mich verwand. Dagegen, dass die (momentane) Sieger der Geschichte (die ja bekanntlich immer die Geschichte "schreiben"), durch die Macht des Faktischen ihre Sicht der Dinge für die nachwachsenden Generation(en) (versuchen) zur herrschenden Ansicht (zu) machen.

Ja, die (heute noch in kleinem Maßstab) existierende BRD - Friedensbewegung der 80er-Jahre hat "verloren". Wegen der geforderte Kürze hier nur ein paar Beispiele. (Obwohl der Warschauer Pakt nicht mehr besteht!) Ist die Nato zerschlagen? Ist die Bundeswehr aufgelöst? Sind auf dem Gebiet der (alten) BRD (noch) amerikanische Atombomben stationiert? Haben deutsche Soldaten nicht deutsche Bomben auf Serbien geworfen (zum ersten mal seid 1945?)? Stehen deutsche Soldaten nicht in fernen Ländern "um die deutschen Grenzen zu schützen"? ("Unsere Interessen werden am Hindukusch verteidigt.") ........

Die hinter der Nato bzw. Bundeswehr politisch stehenden Kräfte haben die BRD-Friedensbewegung nicht als ernst zu nehmende politische Kraft wahrgenommen (Wie fragte diesbezüglich mal ein Politiker zynisch: Wie viele Divisionen hat der Vatikan eigentlich?). Trotzdem waren und sind sie nicht so souverain und "schleifen" ein mögliches Symbol dieser politischen Bewegung.

Damit stellen sie sich in eine jahrtausendalten Tradition: Vorzugsweise errichten die Sieger ihre Bauten auf den Trümmern ihrer Unterlegenen.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2013 um 16:29 Uhr
Herr Wagner, bitte entschuldigen Sie die Bemerkung, dass Ihre Argumentationen am Thema vorbei gehen. Hier geht es um eine innerdeutsche Grenze, die Menschen getrennt hat, um ein eigenes, politisches, unmenschliches Systhem zu "schützen".
Solange die Erde sich dreht, wird es Kriege geben. Ein trauriges Kapitel der Menschheitsgeschichte.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.10.2013 um 16:30 Uhr
Ja Christen Ihre Kirchen auf den Tempeln der Ureinwohner. Egal wo du hinschaust, immer das gleiche Bild
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 05.10.2013 um 22:29 Uhr
Frau Toth, es war eben keine "innerdeusche Grenze", es war eine Grenze zwischen zwei Staaten und zwei Systemen die sich feindlich gegenüberstanden und wo es jederzeit zu einem Krieg hätte kommen können.

Deshalb wurde ja auch die Bundeswehr(macht) gegründet. "Ich möchte erleben dass die Bundeswehr mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor marschiert" so der Separatistenführer Konrad Adenauer.

Warum kam es denn zur Spaltung? Weil die Westmächte es so wollten! Weil Adenauer es so wollte! Weil das Kapital Angst hatte!

Wir verdanken der DDR mit all ihren Fehlern und Schwächen immerhin 40 Jahre Frieden!
Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 05.10.2013 um 22:57 Uhr
O Gott, ich fasse es nicht. Was für ein Schwachsinn!!!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.10.2013 um 23:06 Uhr
Dass die Westmächte die Verantwortung für die Teilung Deutschland trugen, das ist sicher richtig Herr Knecht, und dass dies heute verschwiegen wird und damit Geschichtsfälschung betrieben wird, das ist ebenso die Wahrheit.
Genauso ist es aber auch richtig, dass es im Interesse des deutschen Volkes war, dass dieseTeilung überwunden wurde. Ob sich das deutsche Volk die Einverleibung der DDR durch die BRD so vorgestellt hatte, nun, das steht wieder auf einem anderen Blatt.
Ilse, ich kann hier nirgends erkennen - ausser bei Herrn Knecht - dass hier jemand die DDR verteidigt. Was nach der Gründung der DDR mit viel Optimismus und Energie unter den schwierigsten Bedingungen angepackt wurde, das endete leider in einem bürokratischen Staat in dem ( wieder ) eine neue Herrscherklasse auf Kosten des Volkes regierte. Es gibt unzählige Beispiele, dass gerade in den ehemals sozialistischen Staaten breiteste Demokratie und Meinungsfreiheit für das Volk gelebt wurde ( natürlich nicht für Konterrevolutionäre ), sei es bei Massenveranstaltungen, betrieblichen Diskussionen, mit Hilfe von Wandzeitungen usw. usw.
Wie sieht es denn heute in Deutschland mit der Freiheit aus? Es herrscht die Freiheit des Kapitals, mit den verheerenden Folgen für Millionen Menschen, die von Niedrigstlöhnen, Hartz IV, Kinder- und Altersarmut betroffen sind. Klar, da kann jeder seine Meinung dazu äußern, nur ändern tut sich dadurch nichts.... und wer z.B. die Machenschaften von Geheimdiensten aufdeckt, der wird dann als "Vaterlandsverräter" mundtot gemacht und kein so genannter demokratischer Staat - auch Deutschland nicht - will ihn unterstützen....
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2013 um 23:19 Uhr
Herr Knecht, wer Ihnen antwortet, stellt sich auf Ihre Stufe.
Stefan, ich möche nicht über dieses Thema diskutieren.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.10.2013 um 23:50 Uhr
Ich vermisse hier die 4. Macht Stefan, die diese Teilung erst ermöglichte. Wenn schon Geschichte, dann vollständig, denn ohne diese 4. Macht hätte es keine DDR gegeben.
Martin Wagner
2.110
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.10.2013 um 09:48 Uhr
Frau Toth, sicher eine gute Frage, ob mein Kommentar (und eventuell anderer Kommentatoren) am Thema der Artikeleinstellerin vorbei geht.

Dem äußeren Anschein nach ja, denn Frau Freemann beteiligt sich nicht mit einem Kommentar.

Aber am Anfang meines ersten Kommentars schrieb ich:

"Vor 2 1/2Jahren war ich auch mal dort und ich hatte ganz andere Empfindungen, wie sie."

(Eine Reaktion auf den eher durch Gefühle geprägten Artikel - des mit wenig politischen Fakten versehenen Artikels.)

Einerseits: am Thema vorbei .....

Dass die Erläuterung meiner Empfindungen im diametralen Gegensatz zu den Empfindungen der Artikeleinstellerin etwas lang wurde (im Vergleich zu der eher einfachen Feststellung meiner Gefühlslage) war "kommentartechnisch" wohl nicht so gut.

Dieser Teil meines ersten Kommentars für das komplexe Thema war schon sehr kurz - aber er hatte wohl die Folge, dass er starken Widerspruch weckte.

Anderseits: Geht es auch anders?

Wenn ein/e Artikeleinstellerin den Mut hat über ihre/seine Gefühle zu sprechen (in der nicht begrenzten Öffentlichkeit des Netzes), so nötigt mir das Respekt ab. Dazu kann ich mich selten durchringen. Deswegen ist mein Satzteil: " .... ich hatte ganz andere Empfindungen ..." schon recht selten. Aber Gefühle kommen nicht von irgendwoher, sondern sie sind Produkt von ganz individuellen Erfahrungen. Und bei allen politischen Fakten im weiteren Kommentar "blitzt" da auch der Mensch "Wagner" durch. (... da war ich dabei .... tiefe Enttäuschung, dass Nato nicht zerschlagen, Bundeswehr nicht aufgelöst wurde .....)

Ich weiss nicht, wie ich kurze Kommentare zu komplexe Fragestellungen schreiben und dabei noch im engen Sinne das Thema des/r Artikeleinsteller/in im Augen behalten soll. Ich kann (und ich will auch nicht) in der zwar kurzen Schwarz-Weis-Malerei, aber der der Komplexilität überhaupt nicht entsprechende Haudraufargumenten "verfallen".
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 06.10.2013 um 10:19 Uhr
Frau Wittich, Frau Toth: "Der Antikommunismus ist die Grundtorheit unsrer Epoche!" Lassen sie sich diesen Satz von Thomas Mann einmal länger durch den Kopf gehn.

Noch einen schönen Sonntag.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 06.10.2013 um 11:50 Uhr
Akzeptiere ich natürlich Ilse! Ich hoffe, dass du auch akzeptierst, dass ich hier kommentiere!?
Mich ärgert es halt immer wieder, dass die Entwicklung z.B. der DDR als Beispiel dafür genommen wird "seht euch das an, das war also euer Sozialismus, so was wollt ihr haben... nein danke!"

Ja Peter, du hast vollkommen Recht, man muss sich auch mit der Rolle der Sowjetunion beschäftigen, aber wer tut das schon? Wenn du mal Lust und Zeit hast, dann schau mal nach unter "Potsdamer Abkommen", evt. siehst du dann das ein oder andere aus anderer Sicht.

Auch das stimmt zwar Herr Knecht ( Zitat Thomas Mann ), aber soll das dann bedeuten, dass man sich nicht kritisch mit der Entwicklung der DDR auseinander setzt? Wer das nicht tut, der hat wahrscheinlich auch nicht verstanden was Thomas Mann mit seinem Zitat aussagen wollte. Ich bringe es mal aus meiner Sicht auf den Punkt = wer es nötig hat sein eigenes Volk mit Hilfe einer Mauer einzusperren und das dann als sozialistische Notwendigkeit verkauft, der vertritt vielleicht alls mögliche, nur nicht die Interessen des Volkes, und mit der Herrschaft der Arbeiterschaft hat(te) das dann auch nicht mehr das Geringste zu tun.
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 06.10.2013 um 12:15 Uhr
sorry das ich mich nicht gleich gemeldet habe. mein pc wollte nicht wie ich wohl wollte. Point Alpha ist ein Rest einer Menschenverachtenden , Familien Teilende Grenze an der Umsiedlungen anfangs mit spaeter Ohne Entschaedigung erfolgten. An der Menschen starben weil sie Freiheit wollten. Das sollte uns bewusst bleiben. Das Saebelrasseln geschah auf beiden Seiten ! Gemordet wurde aber nur auf Einer Seite .
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 06.10.2013 um 12:17 Uhr
Menschenhandel gab es zwischen ost und west. Schon bescheiden wenn man sich ueberlegen muss wie viele Menschen Frei gekauft werden mussten damit sie nicht weiter gefoltert werden.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.10.2013 um 12:43 Uhr
Zu diesen Toren gehöre ich liebend gerne, Herr Knecht.
Da wir kommunistische Länder haben, steht es Ihnen doch frei, dorthin auszuwandern.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.10.2013 um 12:45 Uhr
Da wir kommunistische Länder haben, können Sie doch ungehindert dorthin auswandern Herrn Knecht. Das Zurückkommen dürfte da schon schwerer fallen.
Oder Sie spucken in die Hände, werden reich und verteilen dann das Geld.
Ach ja, zu den "Toren" gehöre ich gerne.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 06.10.2013 um 13:47 Uhr
Herr Walther, dass die DDR Unzulänglichkeiten und Fehler hatte weiß ich auch. Welche müsste ausdiskutiert werden. Für mich ist und bleibt aber die DDR das Beste was die deutsche Arbeiterklasse bisher geschaffen hat.
Das nächste mal muss es aber noch besser laufen!

Frau Freeman, Menschenverachtend ist die EU Aussengrenze! Die Grenze zwischen der DDR und der BRD war eine Grenze die zwei Weltsysteme voneinander trennte.

Das es Familienzusammenführungen gab wissen sie oder?

Und es starb keiner weil er "Freiheit" wollte. Wer dort starb missachtete die Grenzbestimmungen und wer nach 2x "Halt stehen bleiben" und einem Warnschuss nicht stehen blieb auf den wurde geziehlt geschossen. So steht es aber auch in den Richtlinien der damals noch BGS heissenden Bundespolizei.

Jetzt stellt sich die Frage, von wem ging das Säbelrasseln aus? Von der NATO oder den Warschauer Vertragsstaaten?

"Gemordet wurde aber nur auf Einer Seite" Das Stimmt. Die ermordeten DDR Grenzer sprechen Bände.

Kommen wir zum Menschenhandel ... Wissen sie wieviel ein "Zonenflüchtling" an den Menschenhändler (im westlichen Sprachgebrauch Fluchthelfer genannt) zahlen musste? Wissen sie welche Terrororganisationen in diesen Menschenhandel involviert waren?

Aber ihnen geht es ja um die für Valuta freigekauften Verurteilten ... Es ist schon merkwürdig, wieviele davon auch in der BRD wieder irgendwie straffällig wurden.

Wussten sie eigentlich, dass die DDR nie wegen Folter von der UNO gerügt wurde? Die BRD allerdings schon?

Frau Toth, wir haben also "kommunistische Länder"? Dass es so etwas nicht geben kann sollten sie aber wissen.

Ich soll in die Hände spucken und reich werden um das Geld zu verteilen?

"Und da war ein Mann, der hat es allein durch seine Hände Arbeit zu großem Reichtum gebracht! ... Und morgen liebe Kinder, erzählt euch der Onkel ein anderes Märchen!"

Wir sind der Meinung, dass die Produktionsmittel vergesellschaftet gehören, so wie es z.B. auch die hessische Verfassung (zumindest in Teilen) vorsieht.

Durch die vergesellschaftung der Produktionsmittel sind die Arbeiter also diejenigen, die den Reichtum schaffen auch diejenigen, die daraus ihren Lebensstandart verbessern. Die vom Kapital gewollte Erwerbslosigkeit verschwindet damit auch, da die kapitalistische Ausbeutung des Menschen durch den Menschen verschwindet.

Da sie aber wie sie schreiben weiter zu den Toren gehören wollen ... Bitteschön. Die muss es halt auch geben.
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.10.2013 um 07:41 Uhr
sorry Familienzusammenfuehrung das ich nicht lache ! Ich habe familie in Magdeburg und kann mich noch gut erinnern wie 2 brueder versucht haben ihre schwester mit mann und kindern nach BRD einzuladen. es ging um nicht weniger als eine Goldene Hochzeit! Antwort auf die einladung nicht die ganze familie. Entweder der vater mit dem sohn oder die Mutter mit der Tochter oder keiner war die antwort. So viel zur Freiheit der DDR !
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.10.2013 um 07:51 Uhr
Herr knecht in der DDR Gab es Arbeitslosigkeit allerdings nicht so offen gezeigt wie bei uns. In der DDR wurde dann eben der arbeitslose Melker in ein Buero gesetzt bis er wieder Melken sollte. Da gab es auch nur lehrstellen als planstelle und wehe jemand wollte etwas anderes werden, etwas das es schon angeblich zu genuege im staat gibt. wie weit wollen sie denn noch diesen staat verherlichen? Es gab gutes z.b. die Wiederverwertung und die Muelltrennung die in der DDR weit vor der BRD eingefuehrt wurden. Aber die Spitzelaktivitaeten stelle ich auf die gleiche stufe wie die im 3. Reich . Lehrer horcht die Schueler aus, Nachbar gegen Nachbar , Arbeiter gegen Arbeiter. Wer kontakt in den Westen hatte wurde oft verhoert ohne es zu merken. Wenn das telefon eine super leitung hatte konnte man ausgehen das jemand mithoert. Man kann doch sowas nicht fuer gut heissen.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 07.10.2013 um 09:58 Uhr
Frau Freeman, aber dieser Melker hatte Arbeit. Oder man hat ihn zur Fort und Weiterbildung geschickt!

Ähm warum vergleichen sie die DDR mit dem deutschen Faschismus? Gerade was die Geheimdienste und die Überwachung angeht war und ist die BRD um einiges weiter!

Wenn sie sich mal fernab von der Kinkeldoktrin über die DDR informieren wollen rate ich zu dem Buch "Die DDR unter dem Lügenberg"

"Kinkeldoktrin": Der ehemalige BND Vorsitzende, spätere Justizminister, Außenminister und Vizekanzler Klaus Kinkel zu Staatsanwälten und Richtern die in die ehemalige DDR geschickt wurden ... "Die DDR ist allen Mitteln zu delegitimieren!"
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 07.10.2013 um 09:59 Uhr
"Die DDR ist mit allen Mitteln zu delegitimieren!"
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.10.2013 um 10:04 Uhr
sorry aber den nachbar und kinder aushorchen um eine staatsflucht zu verhindern ist DDR alltag gewesen. haben sie denn Verwantschaft in der DDR gehabt ? Haben sie denn Versucht die Familie fuer Feierlichkeiten zusammen zu bekommen ? Machen sie einmal die Augen auf und sprechen sie mit Menschen. Menschen wie dem Melker der an einen schreibtisch gesetzt wurde um Bleistifte zu spitzen. Weiterbildung beim Melker ???? Sorry Herr Knecht aber ich kann ihre Ansichten nicht teilen !
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 07.10.2013 um 10:11 Uhr
Ich habe keine Familie aber viele Freunde in der DDR gehabt.

Ich habe vor dem und nach dem Zusammenbruch mit Arbeitern geredet. Darunter auch Melkern. Und ich denke ihm gings als Bleistiftspitzer, Aktensortierer, oder am Aktenvernichter besser als heute mit ALG2.

Woher wollen sie wissen was die Geheimdienste hier so machen? Man bekommt ja nur ab und zu mal was mit. Wie z.B NPD Unterstützung, aufbau und führung des NSU etc.
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.10.2013 um 20:16 Uhr
Ja ich habe mit Arbeitern geredet vor und nach der Wende, denn ich habe Familie in der ehemaligen DDR. Wedere sie noch ich koennen wissen was unsere Geheimdienste alles machen aber es ist bewiesen welche Mittel die SED eingesetzt hat. Sie haben ihre Meinung die ich nicht aendern kann und ich bleibe bei meiner Meinung. Danke fuers Gespraech.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 08.10.2013 um 22:12 Uhr
Nun Frau Freeman, meine Geheimdienste sind diese "unsere" nicht.

Und was alles bewiesen ist, was SED oder MfS getan haben sollen ... Nunja ... ich habe ja auf das Zitat von Herrn Kinkel verwiesen, der 1992 von sich gelassen hat dass die DDR mit allen Mitteln zu diskreditieren ist.

Dieser Herr Kinkel der als FDP Politiker und BND Vorsitzender genau richtig platziert zuerst Justizminister und dann Außenminister wurde.

Der BND hat ja seinen Ursprung nicht wie viele denken in Pullach in Bayern sondern in Oberursel hier in Hessen. In Oberursel konnte ein brauner General Gehlen seine braune Weste weiß waschen
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 09.10.2013 um 07:29 Uhr
Nun Herr Knecht, wenn sie in der BRD wohnen haben wir auch den selben Geheimdienst . Es ist aber in unserem Grundgesetz geregelt das es ihnen frei steht wo sie wohnen moechten. Wenn sie lieber in einem anderen Staat wohnen moechten der mehr mit ihren Ansichten harmoniert koennen sie das tun, denn sie wohnen ja nicht in einem Staat der Mauer, Stacheldraht und Schiessbefehl braucht um seine Bevoelkerung im Land zu halten. Point Alpha zeigt genau diese Grenze die von der 4. Besatzungsmacht mit unterstuetzt wurde. Eine Grenze an der Menschen die genau diesen Staat als Gefaengniss , als nicht mehr Zumutbar empfanden Starben. Wenn sie diese Fakten Ignorieren wollen ist das Ihre Sache . Sie haben Freiheiten die die Menschen in der DDR nie hatten. Sie duerfen ohne Angst zu haben von einem Land ins Andere mit ihrer Familie, Sie duerfen Auswandern wann und wie sie wollen, Sie duerfen Ihren Beruf frei waehlen und ja sie haben die Moeglichkeit mehr als 2 Parteien zu waehlen ohne in den Knast zu gehen wenn sie das nicht tun . Ich bitte sie wenigstens Anzuerkennen das jeder Tote an dieser Grenze einer zu viel gewesen ist.
Karl-Ludwig Büttel
3.229
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 09.10.2013 um 09:09 Uhr
Frau Freeman ich muss Ihnen ein Kompliment machen. Das nenne ich Ausdauer. Mit jemanden sich in den Kommentaren auseinander zu setzen, der die Geschichte völlig verdreht (leugnet). Noch 1989, als schon feststand, dass die DDR als Staat nicht überlebensfähig war, wurden die eigenen Bürger verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Dies kann man zum einen in den Geschichtsbüchern lesen oder man besucht die Orte des Grauens wie das Stasi Gefängnis in Potsdam. Berichte von Zeitzeugen sind genauso interessant wie die, von den eigenen Bekannten und Verwandten. Es gab natürlich auch wenige privilegierte in diesem System. Ein Volk was sich wohl fühlt flüchtet nicht über eine Grenze mit einem Zaun und Selbstschussanlagen wenn es irgendwie erträglich ist dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen. Wie hoch muss der Leidensdruck dieser Menschen gewesen sein um einen solchen riskanten Schritt zu vollziehen. In keinem Staat der Welt ist alles hundertprozentig Toll oder in Ordnung auch nicht in der ehemaligen BRD oder dem heutigen Deutschland.
Die Freiheit der Menschen in der BRD oder dem heutigen Deutschland steht im krassen Gegenpart zur DDR. Ein Geschichtsleugner wie Herr Knecht wäre in der DDR zur Besserung seiner Gedanken inhaftiert worden. Hier in Deutschland (BRD) darf auch er seine Meinung frei äußern, dass zeigt schon den großen Unterschied auf. Wobei ? …….gebe es die DDR noch würde er natürlich für solche Aussagen von Erich H. persönlich einen Orden bekommen.
Und Sie haben natürlich vollkommen Recht, wenn Sie schreiben, dass jeder Tote an der Innerdeutschen Grenze ein Toter zu viel ist.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
7.256
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Tür Nummer 9 im Adventkalender 2016
Lied im Advent Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir...
Salzteigkunst kann Jahrzehnte überleben
Adventkalendertür Nummer 8
Heute habe ich eine Bastelanleitung für euch. Mit Salzteig kann man...

Veröffentlicht in der Gruppe

Ausflugstipps

Ausflugstipps
Mitglieder: 52
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Eine Wacholderdrossel am Eisapfel
Für was sind Äpfel gut, wenn welche hängen bleiben!
Da wir im Verhältnis insgesamt bei uns ein gutes Apfeljahr hatten,...
Frost und kalte Nächte, da wachsen solche Eisformationen an der Salzböde, bei einer Fischtreppe so gesehen!
Frostige Zeiten an der Salzböde
Weiter Gruppe des Beitrags:

Weitere Beiträge aus der Region

Tür Nummer 9 im Adventkalender 2016
Lied im Advent Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir...
Ein "Kind" der Strasse!
Und es gibt sie doch, die Schutzengel für Tiere. Die kleine Katze,...
Salzteigkunst kann Jahrzehnte überleben
Adventkalendertür Nummer 8
Heute habe ich eine Bastelanleitung für euch. Mit Salzteig kann man...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.