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Gebaeude mit Geschichten oder Sagen- Wehrkirche Stangenrod

Wehrkirche Stangenrod
Wehrkirche Stangenrod
Heuchelheim | Hoch auf dem Berg in Stangenrod bei Gruenberg steht eine kleine weisse Wehrkirche. Ihre ware Schoenheit verbirgt sich im Inneren der dicken Mauern. Diese kleine Kirche ist eine der aeltesten Kirchen um Gruenberg und steht natuerlich unter Denkmalschutz. Im Jahr 1220 wurde an dieser Stelle eine Kapelle geweiht, so schreibt es eine Urkunde die im Altar verborgen aufbewahrt wird. Von dieser Kapelle steht nur noch die Westwand und die Nordwand mit den kleinen Fenstern sowie die Grundmauer der Suedwand und die Altarplatte. Erst im 14. Jahrhundert bekam die Stangenroeder Kirche ihren Turm. Der Turm mit seinen 18 Metern hoehe stuetzte sich auf die Westwand der urspruenglichen Kapelle. Die Kirche bekam ihre erste Glocke die noch vorhanden ist. Warum diese Kirche als Wehkirche gebaut wurde ist einleuchtend wenn man die Lage die Aussicht an diesem Ort anschaut. Leider erkannten dies auch die kaiserlichen Truppen im 30 Jaehrigen Krieg. 1640 wurde die Kirche als Truppenstandort benutzt. Boden und Gestuehl fiehlen den Flammen zum Opfer. Kaum wieder Aufgebaut kam der 7 Jaehrige Krieg. Die kleine Kirche erlebte das ganze nocheinmal. Diesmal waren es franzoesische Truppen die das Holz der Kirche komplett als Brennholz nutzten. Jetzt hatten die Stangenroeder und die Lehnheimer , die nach Stangenrod zur Kirche mussten nicht mehr die Mittel das Kirchlein wieder aufzubauen. In ihrer Not halfen 1681 die Gemeinden Gruenberg, Ulrichstein und Burg-Gemuenden mit Geldspende aus. Bei der grossen Renovierung der Kirche im Jahr 1722 wurde sie auch vergroessert. Der Triumphbogen wurde durch eine Holzkonstruktion ersetzt und die Emporen vergroessert. Die Kirche bekam die mit Schnitzereinen verzierte Kanzel die noch heute zu bewundern ist. Der Altar wurde versetzt und dabei tauchte die erste Urkunde von 1220 mit Reliquien auf. Nachdem die Kirche erneut geweiht wurde hat man die alte und eine neue Weiheurkunde im Altar eingemauert. Die naechste grosse Umbauaktion erfolgte dann im Jahr 1831. Hierbei wurde der Altar verkleinert um mehr Raum fuer die Glaeubigen zu finden. Eine weitere Urkunde fand ihren Platz im neuen Altar. Nach fast hundert Jahren wurde dann erneut Renoviert und eine Urkunde im Altar versenkt. 1984 dann erneut eine Renovierung. Man hat der Kirche einen neuen Fussboden gegoennt und dabei die eine Haelfte des Urspruenglichen Altares gefunden. Jetzt hat der Altar wieder seine Urspruengliche groesse und beherbergt insgesammt 5 Urkunden die die Geschichte der Kirche erzaehlen. Leider erzaehlen sie uns nicht woher das Holz stammt das fuer die vielen Renovierungen gebraucht wurde.
Fest steht das sich Lehnheim im Jahr 1967 ihre eigene Kirche baute. Fest steht das sich Lehnheim und Stangenrod im 17. Jahrhundert ordentlich Zofften wegen Kirchen-Schulgeschichten. Noch immer erzaehlen die Lehnheimer das Ihre Kirche in Stangenrod verbaut wurde und Stangenrod bestreitet immer noch den Holzklau von der Kirchecke. Wer mehr Infos zur Kirche nachlesen moechte dem kann ich das Buch Damals-heute Geschichten eines Dorfes empfehlen. Gedruckt 1998 , Herausgeber und Verlag Arbeitskreis Dorf in Lehnheim.

Wehrkirche Stangenrod
Wehrkirche Stangenrod 
Band 1 der Lehnheimer Hefte
Band 1 der Lehnheimer... 

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von:  Nicole Freeman

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