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Grundsteinlegung: Kreis verbaut 10 Mio. in Erich-Kästner-Schule - „Wir investieren als Schulträger dieses Geld gerne!“

Auf dem Rohbau trafen sich Politiker, Schulleitung, Architekt, Bauleute und Vertreter der Kreisverwaltung, um der Schule die besten Wünsche zu vermitteln. Landrätin Anita Schneider und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl mauerten den Grundstein ein.
Auf dem Rohbau trafen sich Politiker, Schulleitung, Architekt, Bauleute und Vertreter der Kreisverwaltung, um der Schule die besten Wünsche zu vermitteln. Landrätin Anita Schneider und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl mauerten den Grundstein ein.
Gießen | Die Gebäude der alten Erich-Kästner-Schule in Lich sind längst abgerissen, das neue Schulhaus nimmt langsam Formen an – Zeit für eine feierliche Grundsteinlegung. Auf dem Rohbau trafen sich daher Politiker, die Schulleitung, der Architekt, Bauleute und Vertreter des Fachdienstes der Kreisverwaltung als Bauherr, um dem Bau und der Schule die besten Wünsche zu vermitteln. Im Foyer mauerten Landrätin Anita Schneider und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl schließlich gemeinsam eine Zeitkapsel in die Wand ein. Gefüllt wurde sie mit Zeitungen, Bauplänen, Redemanuskripten und Münzen.

Schulleiter Jürgen Vesely zeigte sich glücklich über das Voranschreiten des Neubaus. Zugleich verhehlte er nicht, dass er vor einigen Jahren noch das Vertrauen in die damaligen Entscheidungsträger verloren hatte. Schließlich sei in der Vergangenheit jahrelang viel diskutiert und wenig entschieden worden. Umso mehr bedankte er sich ganz ausdrücklich bei Schuldezernentin Christiane Schmahl für deren Einsatz und die „Nägel mit Köpfen“. „Jetzt verstummen alle Skeptiker“, sagte er in seiner Begrüßungsrede.

Landrätin Anita Schneider unterstrich die Besonderheit eines Schulneubaus. Im Landkreis Gießen sei solch ein Ereignis vor elf Jahren zuletzt begangen worden. Die rund zehn Millionen Euro, die die neue Erich-Kästner-Schule kosten wird, nannte sie keine Ausgaben, sondern eine Investition: „Was kann es besseres geben, als in Bildung zu investieren?!“ Sie versprach vor diesem Hintergrund auch, dass der Kreis als Schulträger den aktuellen Anforderungen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule nachkommen werde.

Christiane Schmahl stimmte zu: „Es ist uns schwergefallen, den Betrag für den EKS-Neubau in unserem Investitionsplan unterzubringen. Aber wir investieren als Schulträger dieses Geld auch gerne. Denn es dient dazu, den Schulstandort Lich fit zu machen für die Herausforderungen der kommenden Jahre.“ Sie nannte die Stichworte Ganztagsbetreuung, Mittagsversorgung und die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung. „Für all dies werden wir in diesem und dem kommenden Jahr die Voraussetzungen schaffen“, unterstrich sie.

Über Lich als Bildungsstandort, der durch die neue Schule eine zusätzliche Aufwertung erfahre, freute sich auch Bürgermeister Bernd Klein. Er sagte: „Das ist ein wichtiger Moment in der Licher Entwicklung. Der Schulneubau spiegelt die Situation der Stadt Lich wider.“ Mit der Fertigstellung der benachbarten Anna-Freud-Schule und dem Neubau der EKS entstehe an der Erich-Kästner-Straße ein Schulzentrum, in dem Inklusion und neue Bildungsansätze praktiziert werden.

Eva Goldbach – heute Landtagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen, einst Büroleiterin der Schuldezernentin und daher mit den Planungen der EKS vertraut – lobte ebenfalls das Miteinander der benachbarten Schulen. Durch den langen und zum Teil schwierigen Prozess des Neubaus einer Grundschule habe sie für ihre politische Arbeit in Wiesbaden viel praktisches Basiswissen gelernt. „Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich hier machen konnte. Die Planung war ein gigantisches Projekt. Aber es hat auch viel Spaß gemacht!“, stellte sie fest und blickte zufrieden auf den Rohbau.

Dem Dank aller Redner, der sich an alle Beteiligten richtete, schloss sich auch Architekt Matthias Olf vom Büro Eßmann, Gärtner, Nieper an. Er hatte die Zeitkapsel vorbereitet, die schließlich in der Wand verschwand. Landrätin Anita Schneider schloss mit Worten des Namensgebers der Schule und zitierte aus einer Einschulungsrede von Erich-Kästner: „Der Lehrer ist kein Zauberkünstler, sondern ein Gärtner. Er kann und wird euch hegen und pflegen. Wachsen müsst ihr selber!“ In diesem Sinne wünschte sie der Erich-Kästner-Schule alles Gute und bat die Lehrerschaft um Schulleiter Jürgen Vesely darum, den Schülerinnen und Schülern ein gutes Fundament für den weiteren Lebensweg mitzugeben. „Wir bauen das Haus. Füllen Sie es mit Leben und Bildung!“

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