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Wenn der Lohn nicht zum Leben reicht- Unordnung am Arbeitsmarkt kostet Staufenberg jährlich 620.000 Euro

Foto: Marc Eufinger, Brigitte Lauhues, Klaus Zecher, Bürgermeister Peter Gefeller und Matthias Körner wollen wachrütteln (von links nach rechts)
Foto: Marc Eufinger, Brigitte Lauhues, Klaus Zecher, Bürgermeister Peter Gefeller und Matthias Körner wollen wachrütteln (von links nach rechts)
Staufenberg | Arbeiten gehen- und trotzdem nicht genug Geld zum Leben haben. Was früher undenkbar schien ist in den letzten Jahren zum traurigen deutschen Arbeitsalltag geworden. Niedriglöhne, unfreiwillige Teilzeitbeschäftigungen und Minijobs haben dazu beigetragen, dass für viele Menschen, trotz des festen Willens zu arbeiten, der Weg zur Aufstockung mit Harz IV unausweichlich geworden ist.

Der Deutsche Gewerkschaftbund DGB will bei seinen „Aktionstagen: Wir brauchen eine Neue Ordnung der Arbeit!“ auf nachvollziehbare Weise auf diese Missstände aufmerksam machen. Statt Riesensummen aus Brüssel oder Berlin zu präsentieren hat man daher die Zahlen herunter gerechnet auf kleine örtliche, aber nicht weniger unverdauliche Happen. Am vergangenen Freitag waren Matthias Körner, Klaus Zecher und Brigitte Lauhues vom DGB-Kreisvorstand gemeinsam mit Praktikant Marc Eufinger zu Gast bei Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller. Im Gepäck hatten sie ein modifiziertes Staufenberg-Ortsschild.
Darauf war zu lesen, dass allein in Staufenberg derzeit 63 Bedarfsgemeinschaften auf finanzielle Unterstützung von durchschnittlich 826 Euro monatlich seitens der Kommune angewiesen sind, obwohl sie Arbeit haben. Die Dunkelziffer derer, die Anspruch auf Unterstützung hätten, den Weg zum Amt jedoch scheuen würden, dürfte nochmal ähnlich hoch sein, vermutete Zecher.
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Die Unterstützung der 63 Familien kostet Staufenberg jährlich rund 620.000 Euro. Kein Pappenstil bei einem Gesamthaushalt von 10 Millionen Euro, sagte Bürgermeister Gefeller. „Natürlich zahlen wir es gerne, weil es die Leute ja brauchen!“, betonte er. Richtig könne diese Art der Arbeitspolitik, bei der die Kommunen die Unternehmen indirekt subventionieren, indem sie deren Niedriglöhne ausgleichen müssen, allerdings nicht sein war er sich mit den DGB-Vorständen einig. Die Arbeitsmärkte seien in Unordnung geraten. Der billigste Anbieter werde genommen, der Handwerker, der faire Löhne zahle sei der Dumme. Das Problem müsse alsbald auf Landesebene geregelt werde, so Gefeller.

Weitere Informationen zu den „Aktionstagen: Wir brauchen eine Neue Ordnung der Arbeit!“ finden sie unter www.dgb.de

Foto: Marc Eufinger, Brigitte Lauhues, Klaus Zecher, Bürgermeister Peter Gefeller und Matthias Körner wollen wachrütteln (von links nach rechts)
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