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Lesen im Mai - ein Monat für Autorinnen

Mücke | Der zweite Reiter von Alex Beer - Alex Beer ist das Pseudonym der 1977 in Bregenz, Österreich, geborenen Autorin Daniela Larcher. Unter diesem Namen veröffentlichte sie zwischen 2008 und 2014 die Otto-Morell-Krimi-Reihe. 2017 erschien unter neuem Namen der 1. Teil der historischen Krimi-Serie um Rayonsinspektor August Emmerich. In Der zweite Reiter ermitteln der kriegsversehrte, unter starken Schmerzen leidende, schon bald von Schmerzmittel (damals Heroin) abhängige Emmerich und sein junger Assistent Ferdinand Winter im von Hunger und Elend geplagten Wien nach dem Ersten Weltkrieg. Sie haben den Auftrag, eine Bande von Schleichhändlern aufzuspüren. Dabei stolpern sie buchstäblich über die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Emmerich zweifelt an dieser Theorie und schon bald gibt es weitere Tote. Obwohl sein Vorgesetzter immer wieder die Nachforschungen blockiert, recherchieren die beide Polizisten weiter und schweben bald selbst in tödlicher Gefahr.
Die Autorin, studierte Archäologin, hat hervorragend recherchiert. Die Atmosphäre in der vom Krieg gebeutelten Hauptstadt Wien ist anschaulich und glaubhaft dargestellt. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist erschreckend. Nahezu unglaublich, wie Kriegsveteranen damals behandelt wurden. Extrem spannend die Tour durch die Abwässerkanäle, die ein wenig an Orson Welles' Dritten Mann erinnert.
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Sehr gut und flüssig zu lesen. Teil 2 Die rote Frau liegt bereits auf meinem SUB und Ende Mai erscheint Teil 3 Der dunkle Bote.
und
Gisa Klönne Die Schriftstellerin wurde 1964 in Stuttgart geboren. Sie studierte u.a. Anglistik und Politik und arbeitete als Journalistin. Gerade habe ich den 6., leider (vorerst?) letzten Teil um Kommissarin Judith Krieger beendet: Die Toten, die dich suchen. Nach ihrem letzten Fall hat sich Judith eine Auszeit genommen und ist mit Freund Karl für ein Sabbatical nach Südamerika gegangen. Zuerst Kolumbien, dann in die Karibik. Karl blieb, Judith kehrte zurück, um nach einer Fortbildung für Führungskräfte und zwei Jahren Kriminalwache Olpe die Leitung der Vermisstenfahndung in Köln zu übernehmen, weil sie keine Leichenermittlungen mehr machen wollte. Doch schon an ihrem ersten Tag im neuen Amt steht sie wieder vor einem Toten. Der vermisst gemeldete Geschäftsmann Angelo Jaramillo wird gefesselt und qualvoll verdurstet in einem Keller gefunden. Der Mann ist Kolumbianer. Kriegers alter Jagdinstinkt erwacht. Sie will und muss den Mörder finden. Da sie das Land und seine Geschichte kennt 60 Jahre Bürgerkrieg mit kaum vorstellbaren Gräueltaten ausgeübt von allen Gruppierungen vermutet sie eher Rache, denn Drogengeschäfte hinter dem Tod von Jaramillo. Wie gewohnt gut recherchiert und stilistisch wohl formuliert. Die Spannung kommt nicht zu kurz, obwohl auch das Privatleben einiger Ermittler breiten Raum einnimmt. Fazit: wie gewohnt ein vielschichtiger Roman mit einer toughen Kommissarin. Mehr als nur ein Krimi.
Neben den 6 Krieger-Geschichten, alle absolut empfehlenswert, schrieb Klönne 2 Familienromane: Das Lied der Stare nach dem Frost (kenne ich noch nicht) und Die Wahrscheinlichkeit des Glücks.

 
 

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.854
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.05.2019 um 11:30 Uhr
Ich werde es weiter empfehlen
Ingrid Wittich
20.658
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 09.05.2019 um 13:33 Uhr
Danke, Peter.
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von:  Ingrid Wittich

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Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
20.658
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