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Happy End bleibt aus – Lateinformation verfehlt Relegationsplatz

Voll auf Angriff! Die Lateinformation der TSG Blau-Gold Gießen bei ihrem letzten Saisonturnier in Altenburg
Voll auf Angriff! Die Lateinformation der TSG Blau-Gold Gießen bei ihrem letzten Saisonturnier in Altenburg
Gießen | Mit einem enttäuschenden fünften Platz ging für die Lateinformation der TSG Blau-Gold Gießen vergangenen Samstag im thüringischen Altenburg die Regionalligasaison 2014 zu Ende. Die Mannschaft rutschte dadurch zwei Tabellenränge ab und beendet die Saison auf einem geteilten 3./4. Platz.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Vor heimischem Publikum war dem Team Ende Februar in der Gießener Osthalle mit Platz 1 (1-1-1-1-2) noch ein Traumstart in die Saison gelungen. Über drei Runden hinweg hatte sich die Mannschaft gegen die neun Mitbewerber, darunter auch Nürnberg und Wiesbaden, die zwei Absteiger aus der 2. Bundesliga, durchgesetzt und das Siegerpodest erklommen. Doch an die überragende Leistung des ersten Turniers konnte die Mannschaft in der Folge nicht mehr anknüpfen. Schon eine Woche später musste sich das Team um die Trainer Michael Nied und Alice Trabert-Shobeiri in Nürnberg der Heimmannschaft vom Rot-Gold-Casino geschlagen geben, dicht bedrängt vom unumstrittenen Dritten der Saison, der Formationsgemeinschaft vom TC „Der Frankfurter Kreis“/TSC Usingen. Zwei Wochen später reichte es schließlich nur noch für Platz 3. Überraschend setzte sich der Aufsteiger der TSG Badenia Weinheim, der zuvor nur die Plätze fünf und vier belegte hatte, gegen die Gießener durch. Auf dem vierten Turnier in Tuttlingen folgte schließlich ein niederschmetternder fünfter Platz, der die sicher geglaubte Relegationsteilnahme plötzlich wieder in Frage stellte und das letzte Saisonturnier in Altenburg noch einmal richtig spannend machen sollte. Erschwerend kamen mehrere Ausfälle hinzu, mit denen man im Saisonverlauf zu kämpfen hatte: Eine Schwangerschaft und ein Verkehrsunfall zwangen das Team zu Umbesetzungen.

Am vergangenen Samstag waren die Gießener als Tabellenzweiter nach Altenburg gefahren mit einem Punkt Vorsprung auf die Überraschungsmannschaft aus Weinheim, die auf dem vierten Turnier in Tuttlingen sogar Platz 1 ertanzt hatte. Zwei Punkte trennten die Gießener von der Formationsgemeinschaft Frankfurt/Usingen. Um am Ende der Saison als Tabellenzweiter neben den bereits sicher qualifizierten Nürnbergern zum Relegationsturnier zu fahren und dort um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu kämpfen, hätte den Gießenern eine Platzierung vor der Konkurrenz aus Weinheim genügt. Und obwohl der Trend deutlich gegen die Blau-Gold-Mannschaft sprach, war man fest dazu entschlossen, dieses Ziel zu erreichen.

Da ging auch der Trainer mit. Michael Nied hielt es während der Darbietung seiner Mannschaft kaum auf dem Stuhl.
Da ging auch der Trainer mit. Michael Nied hielt es während der Darbietung seiner Mannschaft kaum auf dem Stuhl.
Die dreiwöchige Saisonpause war intensiv dazu genutzt worden, Schwächen auszubessern, umzubesetzen und mehr Sicherheit in das schwierige und daher sehr fehleranfällige Programm zu bekommen. Doch trotz eines überragenden und emotional mitreißenden Finaldurchgangs gelang es dem Gießener Team nicht, die fünf Wertungsrichter von sich zu überzeugen. Mit 7-4-5-5-3 musste sich die Mannschaft den Konkurrenten aus Weinheim (1-1-1-2-2), Nürnberg (2-2-2-1-1), Frankfurt/Usingen (5-3-4-3-6) und Neumarkt (3-5-6-4-5) geschlagen geben.

Wirklich enttäuscht kann man über den Saisonausgang dennoch nicht sein. Das Gießener Team hatte im Verlauf des letzten Jahres einige Abgänge zu kompensieren und war mit dem zaghaften Anspruch, einen Treppchenplatz zu ergattern, in die Saison gestartet, die wegen der Absteiger aus Nürnberg und Wiesbaden schon im Vorfeld als eine der qualitativ stärksten Ligen der letzten Jahre galt. Erst mit dem überragenden Saisoneinstand hatte man seine Ansprüche nach oben korrigiert. Die starken Schwankungen im Verlauf der Liga (Gießen von Platz 1 auf 5, Weinheim von 5 auf 1, Neumarkt von 9 auf 4) spiegeln die diesjährige Leistungsdichte wider.

Und nun? Einmal noch werden die Gießener ihre Choreographie „Like a Rose“ präsentieren, am 9. Mai im Rahmen der Gießener Tanzgala (Infos: http://www.tanz-giessen.de). Danach geht es in die Saisonpause, aus der man sich 2015 mit neuen Tänzern und neuem Programm zurückmelden und den Relegationsplatz erneut in Angriff nehmen wird.

Die Ligatabelle zum Ende der Saison (die Punkte ergeben sich aus der Summe der erreichten Plätze): 1. Nürnberg (8), 2. Weinheim (13), 3./4. Frankfurt/Usingen (16), 3./4. Gießen (16), 5. Tuttlingen (28,5), 6. Neumarkt (30), 7. Wiesbaden (32). Abgestiegen: 8. Bietigheim (39), 9. Hofheim/Fischbach (42,5), 10. Altenburg (52)

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