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Die Mittelhessenmetropole schaufelt sich ihr eigenes Grab

Gießen | Giessen ist Dauerpatient, der an vielen Stellen leidet. Nach jahrelanger zermürbender Mutz-Hagemann Behandlung, hat sich der Zustand der Kreisstadt seit 3 Jahren verschlimmert. Viele Baustellen sind mitverantwortlich. Sie hinterlassen eine klaffende Wunde, die nicht mehr heilt, wenn im nächsten Jahr die Kaufhof Galeria Filiale schließt. Mit Schuldzuweisungen an die Magistratspolitik wird nicht hinterm Berg gehalten im Juni 2011 in der Frankfurter und Giessener Presse. Dem zwischenzeitlich abgewählten Baudezernenten Thomas Rausch wird ein „oh je“ entlockt, die Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz stellt fest „eine Katastrophe für Giessen“.


Warum nur tun alle so überrascht

„Wir wissen das schon seit über 2 Jahren", erzählt uns eine langjährige Mitarbeiterin, seit mehr als 20 Jahren sitzt sie in der Telefonzentrale bei Kaufhof. „Wir wussten, dass wir auf der Kippe stehen, sagt sie und ergänzt…"unsere Chefin hat uns informiert, dass es jetzt Gespräche geben wird, was mit uns passieren soll…“. Ein Arbeitsschicksal von insgesamt 70, für das nächstes Jahr Schluß ist.


Operation Baustelle - Im worldwideweb zeigt Giessen Realsatire

Ich habe mich intensiv durch die Internet-Seiten der Stadt Giessen geklickt. Da lädt die homepage der Giessen Marketing GmbH zu einem virtuellen Rundgang durch die Universitätsstadt ein. Zumindest per mausklick kann, wer will, sich ohne Stolpersteine die Attraktivitäten anschauen. Ansonsten könnte bei dem einen oder anderen user durchaus der Eindruck entstehen, dass es mehr Internetseiten über die Baustellen gibt und Giessen die Stadt der Baustellen schlechthin ist.


Willkommen auf der Internet-Seite „Baustelle entdecken“, dem Informationsportal rund um die Baustellen der zentralen Fußgängerzone im Bereich Kreuzplatz und der Bahnhofstraße…

Genauso lauten die ersten Zeilen dieser website. Statt Jammern und Klagen sollen Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, auf schulmeisternde Art die „Baustelle entdecken“. Irgendwie scheint das nicht angekommen zu sein, denn im Frühjahr diesen Jahres setzt die IHK Giessen – Friedberg noch einen drauf und veröffentlicht einen
"Baustellen-Leitfaden – Umsatz trotz Baustelle"

Der Leitfaden steht zum download zur Verfügung. Um diese Geheimtipps zu bekommen, sollten sie ihre Kontaktdaten preisgeben und in Vorkasse treten. Das scheinbar kostbare Pamphlet kostet sage und schreibe 98 Euro ( ACHTUNDNEUNZIG !! ).


Der Bau-und Verkaufsflächenwahn der Giessener Politiker ist mitverantwortlich. Jetzt hat die Stadt dafür die Quittung bekommen.

62 Prozent der Leser sind dieser Meinung. Das Ergebnis einer online-Leserumfrage zum Thema „Schließung der Kaufhof-Filiale".


Gespräch mit Achim Beck, dem ehemaligen Baudezernenten von Wetzlar:

Der Diplom-Ingenieur für Hochbau, der in Wetzlar mehr als ein Jahrzehnt sehr erfolgreich Stadtprojekte entwickelt und umgesetzt hat, blickt auf eine erstaunliche vita. Mit beruflichen Stationen, die ihn über den Frankfurter Flughafen, Rolls Royce, BMW und 1998 in die Stadtpolitik nach Wetzlar führten.

Seit Dezember 2010 ist er wieder selbständiger Unternehmer mit einer kommunalen Unternehmensberatung. Er stand uns für ein zweistündiges Gespräch zur Verfügung. Das Interview mit allen O-Tönen kann auf Anfrage abgerufen werden. Von März 1998 bis November 2010 war er verantwortlicher Baudezernent für die Stadtentwicklung von Wetzlar. Er appelliert an die Stadtentwickler, Geduld zu haben und nicht um jeden Preis das schnelle Geld mit Gewerbevermietungen und Steuereinnahmen im Blick zu haben.



H.Bayer: Wieviel Baustellen verträgt eine Stadt, ohne dass reihenweise Geschäfte in die Insolvenz schlingern?

A. Beck: Schwierige Frage, die Betroffenen haben ein juristisches Recht, gehört zu werden. Der Bürger und Anwohner hat ein Einspruchsrecht. Wenn man kein Fiasko in der Politik erzeugen will, dann sollte man den Bürger ernst und ihm die Angst vor Veränderungen nehmen.


H.Bayer: Darf eine Stadt, die so hoch verschuldet ist wie Giessen, die sich eine Haushaltssperre verordnet hat, ein Prestigeobjekt wie die Landesgartenschau holen?

A. Beck: Ich glaube, die Stadt Giessen hat gar keine andere Wahl, weil sie schon so viel Geld in die Vorbereitungen gesteckt hat, in Investitionen, die alle am Laufen sind , die kommen da gar nicht mehr raus, die Stadt Giessen hat keine andere Chance, als das Projekt weiter zu puschen. Wenn Sie mich fragen, ich hätte diese Entscheidung nicht gefällt. Die Stadt Wetzlar hatte sich auch mal beworben, die Bewerbung ging Anfang der 90-iger Jahre raus, dann hatte die Kommunalpolitik gewechselt, und von dieser wurde das Projekt dann gestoppt, denn Landesgartenschauen sind totgeborene Kinder, kosten einen Haufen Geld. München-Riem hat`s deutlich gezeigt. Ich habe mich da mal schlau gemacht. Eines schafft eine Landesgartenschau: man solidarisiert die Bürger für dieses event. Aber hinterher steht man nicht nur vor einem finanziellen Fiasko, sondern man rennt auch dem Vertrauensverlust der Bürger hinterher und ihren enttäuschten Bürgererwartungen. Die Städte haben alle das Problem, was damit denn hinterher geschieht. Denn architektonisch wird ja im Vorfeld vieles getan, Gartenbaufirmen, Architekten, etc. werden herrichten, pflanzen, es wird keine Ecke in der Stadt geben, die nicht optisch verschönert und bepflanzt wird. Aber hinterher muß das alles ja auch jemand pflegen, sonst verwelkt alles. Und auch das kostet wieder zusätzliches Geld. Was erzähle ich meiner Bevölkerung, warum ich alles verwildern lasse, und oder die Stadt muß vieles zurückbauen, was wiederum Geld verschlingt. Aus diesen Gründen muesste Giessen das Projekt stoppen, aber sie steckt in Verträgen, die am Laufen sind, wenn sie die Landesgartenschau stoppt, zieht das wiederum Regressansprüche und Imageschaden nach sich. Dann erst wird das ganze Land erfahren, dass Giessen pleite ist. Ich würde mal sagen, in dieser Phase ist es für Giessen eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.


H.Bayer: Haben Sie in Ihrer Amtszeit Geschäftsinhabern, die Umsatzeinbußen hatten während Baustellenmaßnahmen, finanziell unter die Arme gegriffen?


A. Beck: Wir haben immer versucht, mit den betroffenen Ladeninhabern und Anwohnern einen Kompromiss zu schließen. Ich habe immer betont, wenn Ihr nachweisbar belegen könnt, dass ihr Umsatzeinbußen durch die Baustellenmaßnahmen hattet, bin ich gerne bereit, euch finanziell entgegen zu kommen. Ich habe keinen einzigen Antrag bekommen. Wichtig ist auch, den Verdrängungswettbewerb in Grenzen zuhalten, indem man nicht zu viele neue Flächen schafft.


H.Bayer: Warum fahren mehr Bürger zum Einkaufsbummel ins Wetzlarer Forum als ins Neustädter Tor nach Giessen ?

A. Beck - Erstens: wir waren die Ersten

Das Forum hatte 2 Jahre früher Zeit sich zu etablieren als das Neustädter Tor, das direkt in der Innenstadt liegt. Ein großer Fehler. Das Forum liegt außerhalb, ist schnell zu erreichen. Ich habe damals bewusst dafür gesorgt, dass es eine schnelle und kurze Anbindung gibt, direkt neben der A45, wo täglich 50.000 Pkw durch Hessen bis zur A3 ins Ruhrgebiet pendeln. Deshalb kam für mich das Gelände der Güterbahnhofsbrache infrage. Denn wer einmal in Wetzlar zum gut ausgeschilderten Forum abfährt, nimmt auch einen Besuch der Altstadt mit.


A. Beck - Zweitens: die Geschäftsauswahl

Ganz wichtiger Punkt, nicht nur KIK und Shoe4you reinzuholen. Ich habe damals gesagt, eine Mischung zwischen ganz billig und ganz teuer funktioniert nicht, das führt zu einem trading down Effekt. Geschäfte sollten nicht ganz hochpreisig sein, aber im mittelqualitativen Preissegment liegen. Auch die Zeil in Frankfurt hat mittlerweile ihre Probleme, weil Billiggeschäfte sich dazwischenmogeln.


A. Beck - Drittens: Forum Optik aus einem Guß - Homogenität

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zum Neustädter Tor ist der attraktive Bau. Die Betreibergruppe Rossco hat beim Neustädter Tor jeden genommen, der sich beworben hat. Anders die Investoren des Forums, sie selbst haben die Bewerber ausgesucht. Gehen sie mal durchs Forum, es ist eine anheimelnde Atmosphäre, man fühlt sich wohl, die ganze Optik der Geschäfte ist aus einem Guß, Homogenität ist sehr wichtig bei solchen malls, denn beim Forum konnten die Bewerber zwar auch die Gestaltung ihrer Läden aussuchen, aber die Pläne mussten zu der Optik passen, wurden vorher besprochen. Beim Neustädter Tor wurde der fertige Rohbau hingestellt und jeder konnte den Selbstausbau seines shops so gestalten, wie er wollte, und so sieht es auch aus. Als ich das erste Mal drin war, dachte ich, ich bin auf einem Bahnhof. Ich habe damals schon gesagt, 4 Wochen nachdem es eröffnet wurde, das Ganze hält sich nicht lange, es wird zu einem trading down Effekt kommen, die Geschäfte werden schließen, die neuen Betreiber werden die Räume weiter und billiger vermieten und dann kommt es auch in den Geschäften, die rund um das Neustädter Tor liegen, zu einem Ausverkauf und Abwärtsschwung. Haben wir in Wetzlar alles leidvoll miterlebt beim Lahnhof seit 1988.


A.Beck -Viertens: die Parkerei

Wir haben berücksichtigt, dass viele Kunden, Frauen insbesondere, Probleme haben, in Parkhäuser zu fahren. Sie parken lieber 200 Meter weiter und nehmen Laufwege in Kauf, nur um nicht in enge, verwinkelt angeordnete, Parkhäuser zu fahren. Im verzweigten Neustädter Tor Parkhaus hat selbst der Vielfahrer und Vielparker Probleme, sein Auto wiederzufinden. Das Parkhaus im Forum ist großzügig zweispurig zu befahren und ist klar und einfach durchstrukturiert.


H.Bayer: Wir sind der Meinung, dass Giessen seine Studenten aus dem Blick verloren hat ?!

A.Beck: Dieser Ansicht bin ich auch. Wir haben in Mittelhessen die größte Studentendichte Deutschlands. Giessen hat es versäumt, aufgrund seiner Studenten, sich zu positionieren und mal Strategien zu entwickeln und Angebote zu schaffen. Lassen Sie mich es mal so formulieren:

Giessen ist der Arbeitsbereich, dort ist Arbeiten und Studieren vorrangig. Wetzlar ist die Wohnstube, wo man sich wohlfühlt, und das schöner Leben hat, das wird auch dadurch deutlich, dass in Giessen mehr 1 Zimmer-Wohnungen und in Wetzlar mehr familiengerechte Wohnungen gebaut werden. Unsere Gesellschaft verändert sich und vergreist, wir in Wetzlar müssen versuchen, junge Menschen zu halten, sowohl mit genügend Gewerbeansiedlung als auch mit Wohnungsbau. Mir war und ist immer wichtig, dass sich die Menschen wohlfühlen.


H.Bayer: Sie fordern einen Führerschein für Politiker. Wie sollte der aussehen?

Beck: Dahinter steckt der Wunsch und dann auch die Pflicht, dass sich Politiker, die hauptberuflich Verwaltungen, Behörden führen wollen, sich mit dem Feld vorher schon mal auseinandergesetzt zu haben. Nicht wie es heute üblich ist, dass man, nur um den Job zu vergeben, einen von irgendwo herholt, und die Verwaltung über ihn hinweggestülpt wird und Mitarbeiter äußern „ den überleben wir auch noch“. Ein riesiges Problem, nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Da werden Steuergelder in Projekte verbrannt, um Minderheiten zu bedienen, die dann auf der schwarzen Liste des Steuerzahlerbundes stehen, aber das ist ein anderes Thema.


H.Bayer: Herr Beck, wir danken ihnen für das ausführliche Gespräch

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 18.07.2011 um 07:33 Uhr
Also ob die Baustellendichte in Wetzlar über die Zeit gesehen geringer ist wie in Gießen, das wage ich mal zu bezweifeln.

Und wenn man in WZ mal den Blick von den Schaufenstern nach oben hebt, dann sieht das nicht mehr so sehr nach "Wohnstube" aus. Da haben viele der Fachwerkhäuser in der Altstadt schon längst mal wieder eine Sanierung notwendig, da gibt es massig Leerstand in den oberen Etagen und vom Trading down Effekt im Karl Kellner Ring, Herkules-Center und Lahnhof mag ich garnicht erst anfangen.

Das Forum alleine reißt es da nicht raus... leider...
43
Daniel Bornhöfer aus Gießen schrieb am 21.07.2011 um 12:21 Uhr
Lahnhof??? Herkules Center??? Bahnhofstraße ??? Karl-Kellner-Ring??? Langgasse??? Gott sei dank, dass wir in Gießen nicht so viele Krisenecken voller toter und leerer Geschäfte haben wie unser kleiner Nachbar. Und wie viele Studenten wohnen schon in Wetzlar? War denn die Bewerbung Wetzlars für den Hessentag so viel günstiger? Ich erwähne nur das Mammutprojekt am Bahnhof.
Der Beitrag ist ferner inkonsistent: Auf der einen Seite behauptet der Interviewte man solle nicht so viele neue Flächen ausweisen, aber genau das hat man in WZ doch zu Lasten der anderen getan. Mal sehen wo man ihn 10 Jahren die Einkäufer in WZ hinleitet.
Heike Nocker-Bayer
330
Heike Nocker-Bayer aus Gießen schrieb am 21.07.2011 um 20:26 Uhr
Lieber Herr Bornhöfer,
in vielen Punkten haben Sie Recht, gehe ich konform mit Ihnen, ganz sicher hat Wetzlar auch viele Schwachstellen. Keinesfalls will ich mich schützend vor Herrn Beck stellen, journalistisch offenkundig sind nüchterne Fakten, zum Beispiel die Zahl der Insolvenzen und - leider auch Fakt, dass Giessen neben Offenbach die mit am höchstverschuldete Stadt in Hessen ist. Schlußlicht. Wetzlar hat einen einigermaßen ausgeglichenen Haushalt, Giessen müßte bilanztechnisch schon lange Insolvenz anmelden. Mir liegen die Zahlen vor, der Artikel dazu kommt bald.

Herzliche Grüße
H.Bayer
Christian Momberger
11.205
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 30.07.2011 um 12:51 Uhr
Grundsätzlich muss ich sagen ein interessantes Interview, vielen Dank Frau Bayer. Und vielem was er schreibt ist sehr interessant und mag man zustimmen. Aber Frau Schepp und Herr Bornhöfer haben völlig recht mit dem was sie schreiben. Auch in Wetzlar gibt es viele Problemzonen und der Hessentag ist meines Erachtens ein noch größeres und teureres Projekt bei dem hinterher mehr "Bauruinen oder Nachnutzung" entstanden sind als bei einer Landesgartenschau. Von daher sind seine guten und richtige Aussagen über den Kosten-Nutzen einer Landesgartenschau und die finanziellen Folgen für eine Kommune doch schon ein wenig zu hinterfragen. In diesem Punkt hat er was die Hessentagsbewerbung der Stadt Wetzlar angelangt, klar gegen seine eigenen Aussagen gehandelt.

Was er bzgl. des Vergleiches von Neustädter Tor und Forum Wetzlar schreibt, so hat er grundsätzlich recht, dass das in Wetzlar besser gestaltet und größer ist (mehr Geschäfte) und dass es direkt an der "Autobahn" liegt. Aber ob der Schaden für die anderen Einzelhandelsbereiche in Wetzlar durch das Forum nicht größer ist als der durch das Neustädter Tor entstandene für den Seltersweg sollte man mal ernsthaft überlegen.
Heike Nocker-Bayer
330
Heike Nocker-Bayer aus Gießen schrieb am 30.07.2011 um 22:03 Uhr
Lieber Herr Momberger,

Danke für den Denkanstoß insbesondere Ihres letzten Passus, und wenn ich jetzt noch weiter nachdenke, was in einem Jahr an anderer Stelle rund um die Galeria Kaufhof liegenden Einzelhandelsgeschäfte los sein wird, ja da raucht der Kopf.....
Gerhard Born
311
Gerhard Born aus Lollar schrieb am 04.08.2011 um 15:06 Uhr
Am 02.08.2011 war ein kleiner Bericht von einem ver.di Experten in der Giessener Allgemeinen zu lesen. Er sprach von einem Überhang von 160 Prozent bei den Einzelhandelsflächen in Giessen. Daher lehne man auch das geplante Bänninger-Gelände mit weiteren 9.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ab. Laut Herrn Joachim Haucke (ver.di-Gewerkschaftssekretär im Bereich Handel) haben sich die Verkaufsflächen in der Giessener Innenstadt und den randstädtischen Bereichen von 1980 bis 2005 von knapp 150.000 auf fast 350.000 Quadratmeter weit mehr als verdoppelt. Soviel zur Pressemeldung.
Wenn man bedenkt, das viele potentielle Kunden heutzutage über das Internet einkaufen, verwundert mich es nicht, dass der Verdrängungswettbewerb in der Stadt Giessen (zunächst Dern-Passage, jetzt Horten/Kaufhof) auch zu Schließungen führt. Ein Vergleich mit Wetzlar nutzt mir da wenig, zumal ich die städtischen Verkaufsflächenzahlen von Wetzlar nicht kenne.
Christian Momberger
11.205
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.08.2011 um 18:23 Uhr
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Heike Nocker-Bayer

von:  Heike Nocker-Bayer

offline
Interessensgebiet: Gießen
Heike Nocker-Bayer
330
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