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„Surrogate Cities“: Großstadt-Lärm vereint Schule und Theater am 22. September 2018

"Surrogate Cities"
"Surrogate Cities"
Gießen | Die Vorbereitungen und Proben für die Großveranstaltung „Surrogate Cities“, die am Samstag, 22. September, um 19.30 Uhr in der Osthalle Gießen stattfindet, laufen auf Hochtouren. Profis und Jugendliche studieren Bewegungen und Choreographien ein. Die Sporthalle verwandelt sich langsam in eine Konzertbühne auf der dieses szenische Konzert mit rund 300 Beteiligten aufgeführt werden wird.

Bis jetzt wurde „Surrogates Cities“ von Heiner Goebbels nur in Metropolen wie Taipeh, New York, London, Berlin oder Stockholm realisiert; nun landet diese weltweit applaudierte Großproduktion einmalig und einzigartig in Gießen. Und dies dank der Kooperation vom Stadttheater Gießen mit der Gesamtschule Gießen-Ost im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Schuljubiläum und der Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Programmes „Exzellente Orchesterlandschaft“.

In „Surrogates Cities“ werden Aspekte und vor allem der Lärm einer Großstadt durch Choreographien, Musik, Licht und Sprache auf die Bühne gebracht und die Zuschauer erleben eine imaginäre, vielfältige Stadt mit einem besonderen, grotesken und verzerrten Klangbild.
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Die Realisierung der 90-minütigen, attraktive Show ist nicht einfach, denn man muss die professionelle Künstler aus der Tanz- und Orchesterwelt mit unerfahrenen Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 und 9 sowie der K 12 der Ostschule und dem Jugendclubspieltrieb des Stadttheaters zusammen bringen.
Die auf 18 musikalische Sätze verteilten Choreographien wurden über die neun Choreographen Paul Julius, Paolo Fossa, Abtin Afshar Ghotlie, Laura Ávila, Caitlin-Rae Crook, Sven Krautwurst, Mamiko Sakurai, Magdalena Stoyanova und Gleidson Vigne aufgeteilt, die sie mit zwölf Gruppen à circa 29 Jugendliche einüben. Jede Choreographie ist anders: Die eine sieht beispielsweise Bewegungen vor Ort vor, die andere ist in kleinen Gruppen organisiert, eine andere soll Straßenkämpfe darstellen…
Dabei soll das Projekt eine bildende Funktion für die Mädchen und Jungen haben, die sich mit ungewöhnlichen Bewegungen und einer Musikgattung, die sie normalerweise nicht hören, auseinandersetzen sollen. Sie müssen außerdem eine Gruppendynamik lernen, damit sie sich wie ein einziger Körper bewegen. Je mehr sie ihre Rolle lernen, desto ernster und strukturierter
Break-Dancer und Choreograph Abtin Afshar Ghotlie zeigt einige Bewegungen aus einer Choreographie.
Break-Dancer und Choreograph Abtin Afshar Ghotlie zeigt einige Bewegungen aus einer Choreographie.
die Schülerinnen und Schüler werden. Es ist auch wichtig zu vermitteln, was Kunst für diese Jugendlichen bedeutet und dass sie Teil von etwas Größerem sind. Die Gesamtschule Gießen-Ost ist der richtige Ort, um den Stadtgedanken von „Surrogate Cities“ zu verkörpern. Die Schule ist sehr groß; mit ihren 1 500 Schülerinnen und Schülern, Mensa und Gebäuden sieht sie selber wie eine kleine Stadt aus.
Das Stadttheater ist stolz auf eine erstklassige Besetzung, die sogar die Solisten Jocelyn B. Smith und David Moss gewinnen konnte. Smith begeistert mit ihrer tiefen Interpretation und Moss ist ein Stimmkünstler, der mit Geräuschen und Body Percussion die Musik illustriert. Hier werden sie vom Philharmonischen Orchester Gießen begleitet. Der Sprecher ist Roman Kurtz.
In den Choreographien werden außerdem die professionellen Break-Dancer Abtin Afshar Ghotlie, Dominik Blenk und Markus Heldt, zusammen mit den Jugendlichen, auftreten. Das Projekt findet unter Musikalischer Leitung von Martin Spahr und Szenischer Gesamtleitung von Tarek Assam statt, die Klangregie wird von Norbert Ommer übernommen. Unter Gesamtleitung der Intendantin Cathérine Miville sind für die Realisierung und die Technik Behzad Borhani (Einlass, Sicherheitskräfte, Sanitäter), Christopher Moos und Volker Seidler (Technik, Sich erheit), Dirk Müller (Ton), Masae Nomura (Leitung Jugendclub, szenische Aufbauten), Hannes Schladebach Produktionsleitung) und Stephan Wießner (Firma Flashlight) zuständig.

» Die Generalprobe wird am Freitag, 21. September, um 10 Uhr, für ein eingeladenes Schülerpublikum stattfinden. Für die Aufführung am Samstag um 19.30 Uhr sind die Karten im Stadttheater Gießen und online unter www.stadttheater-giessen.de erhältlich.

"Surrogate Cities"
"Surrogate Cities" 
Break-Dancer und Choreograph Abtin Afshar Ghotlie zeigt einige Bewegungen aus einer Choreographie.
Break-Dancer und... 
Der Musikalische Leiter Martin Spahr.
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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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