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Buss-Stiftung hatte zum Frühlingsfest geladen

Heiter, bewegt und mit Köpfchen gelangen die Übungen beim Frühlingsfest unter der Anleitung von Gedächtniscoachin Andrea Gorldt. Dass die 70 anwesenden Senioren dabei freiwillig mitmachten ist zu sehen.
Heiter, bewegt und mit Köpfchen gelangen die Übungen beim Frühlingsfest unter der Anleitung von Gedächtniscoachin Andrea Gorldt. Dass die 70 anwesenden Senioren dabei freiwillig mitmachten ist zu sehen.
Pohlheim | Gut das es Ortsbürger gibt, die einen Teil ihres Vermögens in eine soziale Stiftung geben um damit Mittel-und langfristig die Bürgerinnen und Bürger, in ihrem lieb gewonnenen Heimatort, an Zusammenhalt und Gemeinsinn erinnern. So geschehen vor 27 Jahren in Holzheim, als dessen ehemaliger Bürgermeister und Geschäftsmann Walter-Georg Buss und seine Ehefrau Lina Buss die „Buss-Stiftung“ gründeten.

Obwohl die momentanen Zinsen keine Aktionen/Sprünge ermöglichen, lädt der Stiftungsvorstand (Michael Eckard, Michael Lemcke und Doris Zeiß) sowie der Stiftungsbeirat (Horst Biadalla, Waltraud Jung und Christiane Schneider) die Holzheimer Senioren zweimal jährlich ein. Jetzt hatte man wieder zu einem Frühlingsfest in die Holzheimer kulturelle Mitte eingeladen und 70 Senioren und Seniorinnen waren gekommen.

Bei diesem Treffen spürte man die hohe nachbarschaftliche Aufgeschlossenheit, welches die Gesamtstimmung beflügelte und dann auch Alle bei den Gedächtnis- und Bewegungsübungen unkonventionell und bereitwillig mitmachten. Die selbst in Holzheim wohnende Andrea Gorldt (Trainerin für motorisch-mentales Training),
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verstand es prächtig die Leute für ihre Lebenstipps zu interessieren, sodass diese bei den sich anschließenden motorischen- und mentalen Übungen freudig mitmachten. Dabei spielte es keine Rolle ob es um die Vollendung von Sprichwortpassagen oder koordinierende Bewegungsabläufe mit Händen, Armen und Füßen ging, die Senioren waren mit Begeisterung bei der Sache. Selbst der Älteste im Saal, der 95-jährige Erhard Stary, machte aktiv und vergnügt bei den Übungen mit.

Dass der knapp 3-stündige Nachmittag wie im Fluge verging, war dem abwechslungsreichen und seniorengerechten Programm geschuldet. Nach Begrüßung durch Vorstand Michael Eckhard, starteten die 14- und 16 Jahre alten Geschwister Josua (Klavier) und Lilli (Geige) Velten einen bunten musikalischen Bogen in den die gesamte Gästeschar singend mit einstimmte. Wer dachte, die Senioren seien von gestern, wurde in seiner Annahme nicht enttäuscht aber doch erstaunt, als diese die Liedtexte von der großen Saalleinwand singend in Töne umwandelten. Ist doch solches nur vom „Karaokesingen“ in Jugenddiscos oder neuerdings beim „Rudelsingen“ erlebbar. Hierbei erklangen so bekannte Melodien wie: „Winter ade“, „Holter Frühling“, „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“, „Am Brunnen vor dem
Der 95-jährige Erhard Stary, und Hermine Kartack engagiert bei der Koordinations- und Bewegungsübung
Der 95-jährige Erhard Stary, und Hermine Kartack engagiert bei der Koordinations- und Bewegungsübung
Tore“ u.a., die alle vom Geschwisterpaar Velten gekonnt begleitet wurden. Im weiteren Programm erfreute Christiane Schneider mit einem Gedicht vom „Älterwerden“ die schmunzelten Zuhörer. Bei Hermine Kartack´s selbst gedichtetem Vortrag „Froier, wey mer noach kloa wurn, ach woar doass toll“, natürlich in Holzheimer Dialekt, mussten die Ohren besonders gespitzt werden. Der dabei gespannte Geschichtsbogen, die Pointen und die Dialektsprache weckten besonders bei den „Eingeborenen“ eigene Lebenserinnerungen, die wiederum herzhaftes Lachen auslösten.

Natürlich war auch bei dieser ersten Jahreszusammenkunft der gesamte Saal frühlingshaft dekoriert und regte zusätzlich den Appetit zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Kuchenessen an, was auch die Kommunikation an den Tischen beflügelte. Das Team von Beirat und Vorstand bewirtete liebevoll die Gäste an den Tischen, ehe Beiratsmitglied Horst Biadala mit seinem Schlusswort eine gut gelaunte Gästeschar verabschiedete und dabei der Bäckerei Künkel (Langgöns), der Schreinerei Zeiß (Holzheim) für deren je 200 €, sowie der Volksbank-Holzheim für deren 400 € Spende herzlich gedankte. Aufgrund der im Moment nicht sprudelnden Zinsen aus dem Stiftungskapital, füllten die Anwesenden freiwillig am Saalausgang noch das Spendenkörbchen.

Neben diesen Zusammenkünften pflegen überwiegend die Frauen von Stiftungsvorstand und -beirat die Kontakte zu Holzheimer Senioren mit Gratulationen zu Jubiläen oder Besuchen bei Krankheit. Dem Stiftungsprinzip getreu: „Miteinander-Füreinander“ / „Hilfe zur Selbsthilfe“.

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von:  Günther Dickel

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