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Atemschutzgeräteträger aus Oberkleen in der Brandsimulationsanlage bei der Feuerwehr Mönchengladbach zu Gast

Blick in die Brandkammer
Blick in die Brandkammer
Langgöns | Vier Atemschutzgeräteträger (Markus Beppler, Stefan Köhler, Tobias Doerk, Michael Gillmann) und der Wehrführer Daniel Möllenbeck von der Feuerwehr Langgöns-Oberkleen waren in Mönchengladbach zu einem Training unter realen Brandbedingungen eingeladen.

Als Ausbilder fungierten 3 Berufsfeuerwehrleute und Christoph Thißen von der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte aus Mönchengladbach, der zur Oberkleener Wehr schon seit vielen Jahren kameradschaftliche Kontakte pflegt und dort selbst passives Mitglied im Verein ist. Die Ausbilder sind sehr erfahrene Feuerwehrleute und müssen aus Sicherheitsgründen eine rettungsdienstliche Ausbildung nachweisen, sowie geprüfte Gruppenführer sein.

Nach der Anreise am Freitagabend erfolgte ein theoretischer Unterricht. Hier wurde neben der Einweisung in die Inhalte der Realbrandausbildung am kommenden Tag auch das richtige Verhalten bei der Erkundung von Zimmerbränden und jede Menge Einsatztaktik gelehrt.
Am Samstagmorgen wurde auf dem Übungsgelände des Technischen Hilfswerks, auf dem sich die Anlage der Mönchengladbacher Feuerwehr für die Realbrandausbildung befindet das Erlernte in die Praxis umgesetzt.
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Die Simulationsanlage besteht aus 3 Containern, in denen eine durchschnittliche Temperatur von ca. 80 bis 240 Grad Celsius herrscht. In Zweien sind ein Labyrinth mit zahlreichen Hindernissen, durch das unter sehr schlechten Sichtbedingungen durchgekrabbelt werden muss und ein sogenannter „Dark Room“ untergebracht. In diesem dunklen Zimmer, in dem man die eigene Hand nicht vor Augen sehen kann, gilt es die richtigen Techniken beim Absuchen von Räumen zu trainieren. Hier mussten unter anderem Hochbetten und Schränke nach Personen durchsucht werden. Im dritten Container befindet sich das Herzstück der Anlage, die Brandkammer. Hier wird durch das Verbrennen von Paletten die notwendige Temperatur erzeugt. In der Brandkammer werden die Feuerwehrleute für eine kurze Zeit einer sehr extremen Hitzestrahlung ausgesetzt und es werden richtige und falsche Löschtechniken mit dem Strahlrohr demonstriert. Der Gang durch die „Sauna“ unter Atemschutz und der schweren Feuerwehrschutzkleidung dauert eine knappe halbe Stunde und verlangt den Brandschützern das Äußerste ihrer Kondition ab. Die simulierten Bedingungen gleichen in etwa denen bei einem Zimmerbrand. Während des Durchkriechens der Container ist ständig einer der Ausbilder mit dabei.

Warten mit den Möchengladbacher Kameraden, kurz vor der Begehung
Warten mit den Möchengladbacher Kameraden, kurz vor der Begehung
Nach der Manöverkritik und einer Mittagspause wartete auf die nun wieder regenerierten Atemschutzgeräteträger ein intensives Strahlrohrtraining. Hier wird der richtige Umgang mit sogenannten Hohlstrahlrohren unter freiem Himmel geübt. Die erlernten Techniken muss ein Feuerwehrmann unter Atemschutz in einem brennenden Gebäude blind beherrschen. Danach wurde zum Abschluss das Öffnen von Türen an der heißen Tür der Brandkammer geübt und im Innern der Kammer die vorher trainierten Strahlrohrtechniken angewendet.

Die Realbrandausbildung mit Holzbefeuerung hat im Gegensatz zu den Bedingungen, in einem mit Gas befeuerten Container durch die konstant höheren Temperaturen eine wesentlich bessere Qualität. Gerade für Feuerwehren mit weniger Einsätzen und somit weniger Einsatzpraxis ist eine solche Ausbildung eine wichtige Investition in die Sicherheit eines jeden Atemschutzgeräteträgers.

Die Wärmegewöhnung in einer solchen Anlage, ist der Grundstock zu einer erweiterten Ausbildung, in einer Rauchgasdurchzündungs- Anlage, welche das richtige Vorgehen in einem Brandfall enorm absichert, da in Ausbildungsanlagen gezielt und sicher simuliert und trainiert werden kann.

Blick in die Brandkammer
Warten mit den Möchengladbacher Kameraden, kurz vor der Begehung
Anlegen der Überjacken, zum Schutz der Atemschutz-Geräte
Der Eingang zur "Sauna"
Rechter Container, mit Labyrinth
Öffnen der Tür zur Brandkammer
Absprache und Koordination untereinander sind wichtig.
Blick in die Brandkammer
Der Truppführer öffnet die Tür, der Truppmann bedient das Strahlrohr
Der Trupp betritt die Brandkammer mit Wasser am Strahlrohr

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von:  Michael Gillmann

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