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Das Lumdatal bleibt bunt!

Flyer und Aufruf zur Mahnwache gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz unter dem Motto "Das Lumdatal bleibt bunt!" - Vorderseite
Flyer und Aufruf zur Mahnwache gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz unter dem Motto "Das Lumdatal bleibt bunt!" - Vorderseite
Gießen | Lollar |
Mahnwache gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz


Mit Sorge betrachten die evangelischen Kirchengemeinden in der heimischen Region die zunehmenden Aktivitäten der Neonazi-Szene. Vor allem in den Gemeinden des Lumdatals ließen etwa im vergangenen Jahr Meldungen über die Schändung jüdischer Gräber oder das Besprühen von Gebäuden religiöser Gruppen mit Hakenkreuzen und rechten Parolen aufhorchen. Außerdem werden Flugblätter mit rechtsradikalem Inhalt verteilt, rechte Sticker geklebt und kostenlose CDs an Schulen verteilt. Kritiker werden eingeschüchtert und bedroht. Auch wenn die Zahl der rechten Aktivisten im Lumdatal überschaubar ist: Mit zunehmenden Selbstbewusstsein verbreiten sie ihre radikalen Parolen und suchen vor allem den Kontakt zu jungen Menschen.

Als evangelische Christen wenden wir uns entschieden gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Ausgrenzung. Wir sagen Ja zur ethnischen und religiösen Vielfalt unserer Gesellschaft. Diese Vielfalt hat ihren Grund in Gottes Schöpfung und in der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen. Daher setzen wir uns ein für eine Gesellschaft, in der Menschenwürde und gleichberechtigte Teilhabe zusammengehören. Wir wollen ohne Angst verschieden sein und sehen im Anderen keine Bedrohung.

Mehr über...
Rechtsextremismus (43)Neonazis (13)Mahnwache (13)Lumdatal (52)Intoleranz (1)Hakenkreuz (5)Grabschändung (2)Gott (45)Fremdenfeindlichkeit (7)Dekanat Kirchberg (3)Das Lumdatal bleibt bunt (1)Christen (45)
Wir wenden uns gegen jede Bestrebung, einen Keil in die Humanität unserer Gesellschaft hineinzutreiben. Das Nein zum Anderen ist Sünde. Menschenwürde und sozialer Ausgleich gehören zusammen.

Es ist an der Zeit in der Region ein Zeichen zu setzen.

Mit einer Mahnwache im Rahmen der Aktion „Wir für Demokratie“ will das Evangelische Dekanat Kirchberg mit seinen Kirchengemeinden am Dienstag, dem 16. April 2013 von 18 bis 19 Uhr am Schmaadleckerbrunnen in Lollar (Marburger Straße 30) deutlich machen: Das Lumdatal bleibt bunt – wir sagen Nein zu Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.

Unterstützen Sie unser Anliegen und kommen Sie am 16. April nach Lollar.

Veranstalter: Evangelisches Dekanat Kirchberg

Flyer und Aufruf zur Mahnwache gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz unter dem Motto "Das Lumdatal bleibt bunt!" - Vorderseite
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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.350
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.04.2013 um 10:31 Uhr
Gute Aktion
Jörg Jungbluth
5.139
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 14.04.2013 um 00:08 Uhr
Nur leider am falschen Platz. Die Mahnwache müsste in Allendorf/Lumda oder Staufenberg - Treis abgehalten werden. Da wohnen die Übeltäter. In Lollar tauchen sie nur ab und an auf.

Wenn dann die Ursachen an der Wurzel und nicht an den Blättern packen.
Christian Momberger
11.118
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.04.2013 um 03:28 Uhr
Da ist denke ich was dran.
Sven Käs
460
Sven Käs aus Lollar schrieb am 15.04.2013 um 23:35 Uhr
Sehe ich auch so wie Hr. Jungbluth, auf nach Allendorf/Lda. oder sonstige vermeintlich Hochburgen (man kann auch Hochburgen "groß-schreiben", aber das ist ein anderes Thema...), in Lollar kann ich solche Tendenzen wirklich nicht erkennen!

Ich persönlich fand schon die Antifa-Demo in Lollar zum selben Thema ziemlich überzogen und habe mich da schon gefragt, wieso die nicht z.B. in Allendorf gemacht wurde. Auch wenn der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Ausgrenzung grds. immer löblich ist, sehe ich auch keinen aktuellen Anlass für die Veranstaltung, die Schmierereien und Schändungen liegen ja jetzt auch schon einige Zeit zurück. Bin mal gespannt, wie viele da zusammenkommen, mein Tipp: Es werden nicht viele sein. Und bitte: Wenn dem dann so sein sollte, wird das dann kein Indiz für eine intolerante Lollarer Bevölkerung sein, es ist hier halt nur kein großes Thema!
Christian Momberger
11.118
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 16.04.2013 um 00:10 Uhr
Also die Aktionen liegen noch nicht so lange zurück Herr Käs. Die Sachen in Staufenberg (u.a. das im Parlament und die Beschädigungen an einem Haus zweier Staufenberger Kommunalpolitiker waren erst im März diesen Jahres.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Christian Momberger

von:  Christian Momberger

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Christian Momberger
11.118
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