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Wie man mit Ästen über 22 Schulen heizen kann Abfalldezernentin Christiane Schmahl besichtigt Vorzeige-Projekt

Die Abfalldezernentin des Landkreises, Dr. Christiane Schmahl (4.v.r.), gehörte zu einer Gruppe aus Mittelhessen, die von Landrat Bertram Fleck (l.) hier auf dem Sammelplatz über das Vorzeige-Projekt des Rhein-Hunsrück-Kreises informiert wurde.
Die Abfalldezernentin des Landkreises, Dr. Christiane Schmahl (4.v.r.), gehörte zu einer Gruppe aus Mittelhessen, die von Landrat Bertram Fleck (l.) hier auf dem Sammelplatz über das Vorzeige-Projekt des Rhein-Hunsrück-Kreises informiert wurde.
Gießen | Eine Exkursion in den Rhein-Hunsrück-Kreis unternahm Dr. Christiane Schmahl mit Mitarbeitern des Landkreises. Die für Abfall zuständige Dezernentin informierte sich während des fünfstündigen Aufenthalts über ein Vorzeige-Projekt. Der besuchte Landkreis trägt in Kooperation mit der eigenen kommunalen Rhein-Hunsrück-Entsorgung sowie drei Verbandsgemeinden sowohl den Baum- und Strauchschnitt als auch Rasenabfälle zusammen, die zuvor von Bürgerinnen und Bürgern bei 120 dezentralen Sammelplätzen abgeliefert worden waren. In eigens dafür errichteten Heizkraftwerken wird das organische Material dann verbrannt. Dadurch werden unter anderem 22 Schulgebäude, sieben Sporthallen sowie ein Hallen- und Freibad mit regenerativer Wärme versorgt.

Der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Bertram Fleck, ist der Motor hinter den Bemühungen rund um erneuerbare Energie. Beispielhaft hierfür ist der Bestand von fast 200 Windenergieanlagen, die in der ländlich geprägten und von waldigen Hügeln bestimmten Region mit 134 Städten und Ortsgemeinden unter seiner Führung bislang errichtet worden sind. „Man muss immer weiter gehen“, sagte er während seines einstündigen Vortrags. „Wir haben 60 weitere Anlagen in der Planungspipeline.“ Bei der Nutzung von Windkraft beließ es der Rhein-Hunsrück-Kreis nicht. Vielmehr stellten sich die Mitarbeiter die Frage: Wie können wir den Anteil erneuerbarer Energien zusätzlich erhöhen? Gewinnung von Energie aus Biomasse lautete die Antwort, denn davon hat der Landkreis mehr als genug.

Wie regionale Wertschöpfung funktionieren kann, erläuterte Landrat Fleck, dessen Landkreis für das Projekt mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet ist, ausführlich seinen Gästen. Das Prinzip ist einfach: Der Landkreis sammelt das ein, was in den Gärten als Abfall anfällt. Da im Rhein-Hunsrück-Kreis ein hoher Eigenheimanteil vorherrscht, haben auch viele der mehr als 100.000 Einwohner einen Garten. Etwa 100 Kilogramm an Baum- und Strauchschnitt sowie Rasenabfällen kommen pro Einwohner zusammen, die bei 120 dezentralen Sammelplätzen abgeliefert werden. Gleich zwei solcher Sammelplätze besuchte die Delegation im Anschluss an den Vortrag.

Beeindruckend war für die Besucher aus Mittelhessen die eigens für das Heizkraftwerk errichtete Halle mit Ofen und Lagerhalle für das getrocknete Heizmaterial auf dem Gelände des Schulzentrums.

„Es ist sehr wichtig, von solchen Vorzeigeprojekten zu lernen“, sagte Christiane Schmahl am Ende der fachlichen Exkursion. Es werde nun vom Fachdienst geprüft, inwieweit das Modell auf den Landkreis Gießen übertragen werden kann.

Die Abfalldezernentin des Landkreises, Dr. Christiane Schmahl (4.v.r.), gehörte zu einer Gruppe aus Mittelhessen, die von Landrat Bertram Fleck (l.) hier auf dem Sammelplatz über das Vorzeige-Projekt des Rhein-Hunsrück-Kreises informiert wurde.
Die Abfalldezernentin... 
Ein Blick in den Ofen, der unter anderem 22 Schulgebäude, sieben Sporthallen sowie ein Hallen- und Freibad mit regenerativer Wärme versorgt
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