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Durch die Urzeit bei 31 Grad im Schatten

vor dem Urzeit-Krokodil - eintauchen in einer längst vergangene Aera, die Urzeit
vor dem Urzeit-Krokodil - eintauchen in einer längst vergangene Aera, die Urzeit
Gießen | Gießen – 31 Grad – blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Bei diesen Temperaturen, die eindeutig auf Sommer hinweisen, unternimmt die GIEßENER ZEITUNG zusammen mit einigen Bürgerreportern eine spannende Führung durch die Urzeit. Die Ausstellung ist noch bis 15. Juli in Gießens Innenstadt zu bestaunen. „In den vergangenen Tagen regnete es oft während der Urzeit-Erkundungstour“, sagte unsere Urzeit-Patrouille Julia Bäuml, als die Gruppe stöhnte, wie heiß es doch heute sei. Gemeinsam erleben wir die ausführlichen, umfangreichen und sehr spannenden Erklärungen, begonnen bei der Zeit, in der die Dinosaurier lebten. Am Ende der Führung wird für uns die Eiszeit besucht, mit dem riesigen Mammut, das auf dem Kirchenplatz seine vorübergehende Heimat gefunden hat.

Bereits am „Elefantenklo“ steht der erste Riese, der Vorfahre unserer heutigen Krokodile. Der Sarcosuchus lebte in der Kreidezeit und war vermutlich das größte Krokodil, das jemals auf der Erde existierte. Es erreichte eine Länge von bis zu 12 Metern und ein Gewicht von acht Tonnen. „Zum Vergleich: Heute ist das größte lebende Krokodil das Leistenkrokodil,
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Urzeit (18)
das eine Länge von lediglich sechseinhalb Metern erreicht“, erzählt die Urzeit-Patrouille fasziniert. Vorbei an den letzten zwei Dinos, die noch aus der Dino-Ausstellung in Gießen verblieben sind, führte uns Julia Bäuml in mehreren Etappen durch die einzelnen Zeitzonen – Kreidezeit, Eozän, Oligozän, Miozän und Piliozän, Pleitozän und Holozän. Im Bereich des Stadtparks in der Südanlage steht der über fünf Meter hohe Paraceratherium. Er gehört zu der Familie der Säugetiere, die mit den heutigen Nashörnern verwandt sind. Allerdings ohne Hörner. Bei Paraceratherium handelt es sich um das größte landlebende Säugetier, das jemals auf der Erde existiert hat. Er erreichte die enorme Schulterhöhe von fünfeinhalb Metern, wobei sich der Kopf in einer Höhe von acht Metern befand. Die Körperlänge konnte bei einem Gewicht von unglaublichen 20 Tonnen über zehn Meter betragen. Im Neuenweg steht der Chalicotherium, der extra für die Stadt Gießen gebaut wurde und auch nach der Ausstellungszeit in der Stadt bleibt. Es war einst eine sehr artenreiche Gattung aus der Familie der Unpaarhufer und sehr nahe mit Tapiren und Nashörnern verwandt. Dieses merkwürdig anmutende Tier sah wie eine Mischung aus Gorilla und Pferd aus, den Tapiren ebenfalls nicht unähnlich. Auffällig waren die Vorderbeine, die wesentlich länger als die Hinterbeine waren.

Den Abschluss der Urzeit-Führung machte das riesige Mammut – „Manni“ ist aus dem Kinofilm „Ice Age“ bekannt, das auf dem Kirchenplatz in voller Größe steht. Während der Kaltzeiten reichte sein Verbreitungsgebiet bis nach Mitteleuropa und Mexiko. Mit maximal vier Metern Schulterhöhe bei ausgewachsenen Bullen wurde das Wollhaarmammut nur wenig größer als heutige Elefanten. Es konnte ein Gewicht von etwa drei Tonnen erreichen. Die Tiere besaßen gewaltige Stoßzähne, die nach außen hochgebogen waren und viereinhalb Meter lang werden konnten. „Das Wollhaarmammut zeichnete sich durch sein dichtes Fell aus. Das einzelne Fellhaar konnte bis zu 90 Zentimeter lang werden“, berichtet Julia Bäuml und hält dabei einen Faden in den Händen, der die Länge nochmal eindrucksvoll verdeutlicht. „Auch dass es nur braune Mammuts gab ist ein Irrglaube, denn Forscher fanden heraus, dass es auch blonde Mammuts gab“, sagte sie nach der 1,5-stündigen Urzeit-Reise abschließend.

Wir danken Julia Bäuml herzlich, für die schöne Führung und die interessanten, spannenden sowie fachlich sehr kompetenten Details zu den Urzeit-Tieren. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht!

vor dem Urzeit-Krokodil - eintauchen in einer längst vergangene Aera, die Urzeit
Wo gehen wir denn überall hin?
Iguanodon
Der Apatosaurus steht am Selterstor
Mit der Urzeit-Patrouille (Julia Bäuml) sind wir kreuz und quer durch Gießen gewandert
Apatosaurus
Der Dorudon lud uns zum Gruppenfoto ein
In der Katharinengasse steht der Carcharocles - er wiegt 18 Tonnen und wurde bis zu 14 Meter lang
Wasser, wo auch immer ein Brunnen in Sicht, brachte Abkühlung während der Führung bei 31 Grad.
Chalicotherium - ich bleibe nach der Ausstellung in Gießen
Megaloceros - Spannweite des Geweihes bis zu 4 Metern
das Geweih kann ein gewicht von bis zu 50 Kilogramm erreichen
Das Wollhaarmammut auf dem Kirchenplatz
Ende der Urzeit-Führung

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Windbruch an der Niddaquelle

Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
18.481
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 09.07.2012 um 16:41 Uhr
Schöne Bilder zu Ihrem Bericht!
Monika Bernges
4.747
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 09.07.2012 um 21:35 Uhr
Wunderschöne Bilder und ein toller Bericht über unsere
Erkundungstour durch die "Urzeit"
Danke,dass ich dabeisein konnte.
Jutta Skroch
5.012
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 11.07.2012 um 22:10 Uhr
Mir hat die Führung sehr gut gefallen. Erfuhr man doch etwas mehr als auf den Schildern steht.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Melanie Schneider

von:  Melanie Schneider

offline
Interessensgebiet: Gießen
Melanie Schneider
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