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Hilfe Schnee ! Streusalz muss her !

von Jenny Burgeram 02.12.20121453 mal gelesen18 Kommentare
Buseck | Jedes Jahr auf`s Neue ist zu beobachten, wie viele Menschen mit Streusalz umgehen, ohne scheinbar darüber nachzudenken, was sie da tun.
Viele Menschen, die Kinder und auch Hunde freuen sich auf den ersten Schnee. Der Schnee verzaubert alles in eine schöne WInterlandschaft. Bei dem einen oder anderen Erwachsenen ruft dies unumgänglich schöne Kindheitserinnerungen hervor.
Doch wie es aussieht, stellt der erste zarte Schnee für so manchen schon ein Feind dar, der mit schärfsten Mitteln bekämpft werden muss.
Im allgemeinen reicht es völlig aus, die Gehwege mittels Besen oder Schieber vom Schnee zu befreien. Solange die Gehwege nicht vereist sind, können diese durch einfaches Wegkehren des Schnees sicher gemacht werden. Meist ist der erste Schnee auch bereits nach ein paar Stunden schon getaut.
Doch leider reicht das zu vielen Mitbürgern nicht aus, die Gehwege werden zusätzlich mit einer Menge Streusalz versehen. Zur vermeintlichen Sicherheit.
Kaum liegt der erste Schnee, schon sind die Gewege zu vielen Teilen mit dem schädlichen Streusalz dedeckt.
Obwohl in vielen Gemeinden immer wieder auch auf die schädlichen Seiten des Streusalzes hingewiesen und um einen bedachten Umgang mit dem gleichen gebeten wird, kommt es dennoch zu unangemessenen und übermässigen Einsätzen. Auch ist der Einsatz von Streusalz vielerorts sogar verboten.

Mehr über...
Das Streusalz schädigt viele Pflanzen und Strassenbäume. Die Schädigungen betreffen sowohl den Wasserhaushalt der Pflanzen, das Wurzelwachstum, als auch die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Das enthaltene Natriumchlorid wird nicht abgebaut, sondern reichert sich je nach Witterungsverlauf im Boden an, so dass die Gefahr einer Schädigung der Pflanzen von Jahr zu Jahr steigt.
Der Einsatz von Streusalz hat noch weitere zahlreiche Nachteile für die Umwelt. Das Streusalt gelangt mit dem Schmelzwasser in den Boden. Der dadurch verursachte übermäßige Eintrag von Natrium- und Chloridionen in den Boden hat negative Auswirkungen auf die Bodenstruktur. Gelangt das Auftausalz in die Gewässer, kann es dort bei bestimmten Konzentrationen Flora und Fauna ebenfalls empfindlich schädigen (z.B. Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft). Alle Gewässer, auch das Grundwasser, werden dadurch imens belastet.

Dabei gibt es sinnvolle Alternativen zum Streusalz: Beim Durchführen des Winterdienstes auf privaten Grundstücken und Gehwegen kann nämlich neben dem Räumen des Schnees die Verwendung von abstumpfenden Mitteln wie Splitt, Kies und Sand ebenso hilfreich sein, ohne dabei unsere gesamte Umwelt damit zu gefährden.

Abschliessend sei noch zu erwähnen, dass das Streusalz in Kinderhänden und an Hunde- und Katzenpfoten sehr schmerzhaft und sehr gesundheitsschädlich ist.

Ich möchte auf diesem Wege alle Mitbürger zu einem bedachten und gut überlegten Einsatz von Streusalz und zu einem Umdenken auf die Verwendung von Alternativen aufrufen.

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Kommentare zum Beitrag

Christine Weber
6.910
Christine Weber aus Mücke schrieb am 02.12.2012 um 15:23 Uhr
Solange wir hier in Mücke wohnen - das sind jetzt 32 Jahre - haben wir noch nie Streusalz benutzt - unseren Hunden zuliebe. Es wird gekehrt und geschoben und das reicht. Für die Hundepfoten nehme ich im Winter Hirschtalg. Das schützt die Ballen und klebt nicht wie Melkfett.
Andrea Mey
9.769
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 02.12.2012 um 20:14 Uhr
Ich bin auch ein absoluter Gegner von Streusalz und finde, es wird viel zu verschwenderisch damit umgegangen, ohne Rücksicht auf unsere Umwelt!
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.12.2012 um 21:05 Uhr
Ja schon, aber. Manchmal ist es in geringen Mengen notwendig.
Der Split ist auch nicht gerade das beste für die Hundepfoten und er steckt in den Schuhsohlen und wird überall hingetragen.
Seit eltztem Jahr räume ich nicht mehr. Macht jetzt ein Winterdienst.
Karl-Ludwig Büttel
3.230
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 03.12.2012 um 21:08 Uhr
Alles in Maßen und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Ganz ohne Salz geht es nicht. Innerörtlich könnte ich es mir aber durchaus vorstellen.
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 03.12.2012 um 21:10 Uhr
Ich schrieb ja nicht von winterdichtem Schneefall, sondern vom feinen ersten zarten Schnee, wei z.B. das letzte WE. Da ist die Verwendung von Streusalz wirklich verantwortungslos.
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.12.2012 um 21:13 Uhr
Ja, vollkommen richtig. Nur bei mir laufen viele Menschen, Schulweg. Wenn da der Schnee festgetreten ist, dann wird es rutschig, da ist mit kehren und Schieben nichts mehr zu machen.
Andrea Mey
9.769
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 05.12.2012 um 23:26 Uhr
Als Hausbesitzer ist man leider verpflichtet, die Gehwege freizuhalten und ggfs. auch zu streuen.
Ob Salz oder Split, es immer ein fürchterlicher Dreck...
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.12.2012 um 10:21 Uhr
Ich verstehe es nicht. Heute war bei uns in der Heide die Fahrbahn gestreut, obwohl da nichts los war, rein prophylaktisch nehme ich an, da fährt ein Bus durch. Uns Privatleuten untersagt die Stadt das Salzstreuen bei Strafe und selber;-((
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 07.12.2012 um 21:46 Uhr
Streuen ja ! Aber muss es denn unbedingt dieses Salz sein ???
Dreck macht beides, Frau Mey, das stimmt. Aber Split schadet eben nicht unserer Umwelt und den Tieren. Mein Thema war ja nciht Streuen ja oder nein, sondern der verantwortungslose Umgang mit Streusalz.
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.12.2012 um 12:32 Uhr
Mein Winterdienst nimmt anmscheinend Salz und ich auch für einen 50cm breiten gefahrlosen Zugang über den Hof zum Haus.
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 08.12.2012 um 23:07 Uhr
Und genau dieses Salz kann man ersetzen ersetzen durch Split, Kies oder Sand.
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.12.2012 um 08:53 Uhr
Mein Winterdienst hat das scheints gehört, mit dem Salz. Obwohl es schneit, ist er bis jetzt noch nicht da;-((
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 09.12.2012 um 10:56 Uhr
Isser vielleicht eingeschneit ?
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.12.2012 um 15:44 Uhr
Nein er war dann mit einem Kofferraum Salz hier und tätig.
Angelika Petri
1.756
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 30.01.2013 um 11:31 Uhr
bei uns wird nur geschipt wenn überhaupt, eigentlich könnte man sagen...der Hausbesitzer müssste, tuts aber nicht...
im Hof ist bei uns den schneereichen Wintern immer! akute Glättegefahr, mir immer noch lieber mich voranzutasten als Streuslz auf dem Boden zu sehen, ich gebe jenny vorbehaltlos recht, es ist das reinste Gift und man sollte es- wenn schon, dann nur ganz gezielt und vorsichtig einsetzten und nur dann wenn garnichts mehr geht, es gibt auch Alternativen wie beschrieben!
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.01.2013 um 12:49 Uhr
Bisher reichte es zu fast keinem Salzeinsatz. Einmal als es plötzlich anzog, streute ich ein Gemisch aus Split mit etwas Salz darin.
Christine Weber
6.910
Christine Weber aus Mücke schrieb am 30.01.2013 um 15:00 Uhr
Bei uns wird auch nur geschippt. Und wir kommen damit gut zurecht.
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 02.02.2013 um 15:20 Uhr
Dann ist es vielleicht nur hier im Ort so zu Gange, dass bei jedem Flöckchen Schnee SOFORT schippenweise das Salz verstreut wird. Was ein Blödsinn....
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Jenny Burger

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Jenny Burger
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