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Foodwatch-Kampagne gegen die Hungermacher

Buseck | „Stoppen Sie die Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino – unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion `Haende-weg-vom-Acker-Mann.de`, lautet der Aufruf der Initiative von Foodwatch, die bisher weit über 60.000 Menschen unterstützen. Wer mit Lebensmitteln spekuliere, spiele mit dem Leben anderer Menschen. „Spekulation schafft Hunger“, ist das Fazit einer Studie der Verbraucherschutzorganisation über Finanzprodukte auf Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten.

„Ich teile ihre Betrübnis darüber, dass viele Menschen auf der Welt immer noch in Armut leben und Hunger leiden müssen. Die Deutsche Bank wird ihren Bericht zu den Auswirkungen des Rohstoffhandels daher gründlich prüfen“, schreibt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an Foodwatch. Kein Geschäft sei es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen. „Sollten sich ausreichende Belege dafür finden, dass Aktivitäten der Bank die beschriebenen Auswirkungen haben können, werden wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen“, heißt es in dem persönlich unterzeichneten Brief weiter. Eine internationale Arbeitsgruppe der Bank werde die Folgen der Rohstoffgeschäfte prüfen bis Ende Januar 2012 prüfen.

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Doch Josef Ackermann spielt auf Zeit: Entgegen ihrer Ankündigung entscheidet die Deutsche Bank nicht bis Ende Januar über den Ausstieg. „Wir stehen erst am Anfang der von mir zugesagten Überprüfung unseres Geschäfts", so Ackermann.

Die Deutsche Bank habe nun beschlossen, „in den kommenden Monaten eine umfassende Studie zum Thema Handel mit Agrarrohstoffen und Hunger zu erarbeiten", teilte die für Nachhaltigkeit zuständige Mitarbeiterin der Deutschen Bank foodwatch auf Nachfrage per E-Mail mit. Einen konkreten Zeitpunkt für die Entscheidung nannte sie nicht mehr. Ursprünglich hatte die Deutsche Bank dagegen zugesagt, bis Ende Januar über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu entscheiden.

Zwar ist die Deutsche Bank nicht die einzige, die sich in diesem „Geschäft“ tummelt. Aber sie spielt dort eine wichtige Rolle. Gut 600 Mrd. Dollar haben Banken, Versicherungen, Pensionsfonds und andere Investoren an den Rohstoffbörsen angelegt. Wie das Geschäft funktioniert und abgewickelt wird, beschreibt Harald Schumacher in einer für foodwatch erstellten Studie „Die Hungermacher“.
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Hier der Aufruf:
www.haende-weg-vom-Acker-Mann.de
Die Studie von Harald Schumacher:
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/nahrungsmittel_spekulation/report_die_hungermacher/index_ger.html

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von:  Reinhard Hamel

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