Gießen | Fast jeder in Gießen und Umgebung hat den Namen „Tieroase Heuchelheim“ schon einmal gelesen oder gehört. Doch wer und was verbirgt sich hinter diesem Namen? Ich hatte die Möglichkeit, einmal einen Blick hinter die Kulissen der Oase zu werfen.
Ein frisch verputztes Haus in Heuchelheim, ein Fenster mit Drahtgitter hinter dem eine Katze sitzt. Nichts lässt erahnen, was sich hier verbirgt. Beim genaueren Hinsehen ist das Praxisschild einer Tierärztin zu erkennen. Auch wenn Sie das Gebäude betreten, erkennen sie nicht, dass hier Tiere eine Unterkunft finden, die schon auf der Liste von Tötungsstationen standen, oder anderweitig in Not geraten waren. Doch Dank der Hilfe von Ilse Toth, den Mitgliedern der “Tieroase Heuchelheim“, sowie den freiwilligen Helfern wird den Tieren ein neues Zuhause gegeben, in dem sie sich von ihren schlechten Erlebnissen und oftmals grausamen und unmenschlichen Erlebnissen erholen können.
In einem Katzenzimmer, welches größer ist, als manches Einzimmerappartement, können sich die kleinen „Raubtiere“ frei bewegen, herumtollen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Das große Zimmer mit Blick auf die Straße ist besonders für Kinder ein Magnet. Immer wieder bleiben Menschen davor stehen und beobachten das gesellige Treiben der Vierbeiner.
In Garten trifft man dann auf die Hunde. In einem riesigen Auslauf wird man von freudig schwanzwedelnden Vierbeinern empfangen, denen man es ansieht, dass sie sich wohl fühlen. Käfighaltung sucht man vergebens. Alle Hunde leben in einem Raum, so dass Einsamkeit für sie ein Fremdwort ist.
Außerdem befinden sich zurzeit noch 4 Wacholderdrosseln sowie ein Mauersegler in der Obhut der Tieroase.
Dank der im Gebäude befindlichen Tierarztpraxis werden die Tiere auch immer gut medizinisch betreut.
Weitere Hunde sind in der Obhut von Pflegefamilien, wo sie behütet und umsorgt werden, bis sich ein passender Besitzer gefunden hat. Bei den erfahrenen Pflegefamilien wird den Hunden die Angst genommen, sie bekommen wieder Selbstbewusstsein. Die Hunde, die in ihrer Heimat Spanien oder Griechenland an Ketten hingen , ein kümmerliches Leben auf der Strasse führten oder sogar schon in den dortigen Perreras (Tötungsstationen) saßen, blühen unter der geduldigen und liebevollen Pflege auf. Sie lernen auf ihren Pflegestellen an der Leine zu gehen und die Grundkommandos, die ein Hund im Zusammenleben mit seinem Menschenrudel können muss.
Die finanziellen Aufwendungen werden von dem Pflegeteam getragen. Der Fressnapf Giessen unterstützt die Tieroase großzügig mit Futter und einem Gutschein für die Adoptanten.
Die Helfer der Tieroase sind Mitglieder der Auslandsvereine, von wo die Hunde aufgenommen werden. Die Tiere werden mit Schutzvertrag abgegeben, die Übernahmegebühr bekommt der Verein in Spanien, bzw. Griechenland. Diese Vereine sind gemeinnützig mit Sitz in Deutschland. Eine Spendenquittung kann auf Wunsch ausgestellt werden. Sie sind auf jede Spende angewiesen. Wenn man bedenkt, dass die Tiere in ihrer Heimat vergast, totgeschlagen oder ertränkt werden , sollte man sich überlegen, ob man mit einer finanziellen Hilfe ein Tierleben rettet.
Ich danke Frau Toth, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, einen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen und diese schönen Fotos zu schießen.
Hallo Herr Jungbluth, ich sitze am Computer meiner Tochter, da ich auf meine Internetseite nach dem Gewitter am Mittwoch momentan keinen Zugriff habe.
Danke für Ihren Bericht und die wunderschönen Bilder. Ich danke Ihnen herzlich für Ihren Besuch! Die Fotos sind sehr schön geworden! Sie hatten auch sehr viel Zeit mit gebracht. Und es macht Ihnen Spaß, Tiere mit der nötigen Geduld zu fotografieren. Das merken auch die Tiere, die völlig relaxed waren.
Ich hoffe, dass den Tierfreunden unter den GZ Usern die Fotos genauso viel Freude machen wie mir.
Es war mir eine Freude Ihre neugeschaffene Oase zu besuchen und werde Sie gerne wieder besuchen. Ich kann dann richtig abschalten und mich ganz den Tieren widmen. Geschöpfe die verdient haben, das man sich um sie kümmert.
Ein sehr schöner Beitrag, die Bilder sind wunderbar und man kann darauf erkennen, dass es jedem einzelnem Tier, in der Tieroase, gut geht....
lg. Doris K.
Es ist ja wieder die Zeit, Sommerloch oder um sich aktiv in Erinnerung zu bringen, da wird von manchen Behörden wieder eindringlich davor gewarnt, Tiere aus dem Ausland nach Deutschland mitzubringen. Insbesondere das Mitbringen von Hunden und Katzen aus den Urlaubsländern kann zu einer Gefährdung der Gesundheit von Menschen und Tieren in Deutschland führen. Und es wird auch darauf hingewiesen dass Bitten um Flugbegleitung nicht entsprochen werden sollte, da die Gefahr besteht, in Deutschland bisher nicht vorkommende Krankheiten einzuschleppen. Nun richtet sich diese Warnung auf Tiere in Not für die sich engagierte Menschen vor Ort aufopferungsvoll einsetzen aber wohl nicht auf die viel, viel, viel größere Anzahl der Urlauber, die nicht nur in EU-Ländern sondern in sogenannten Drittländern ihren Urlaub verleben. Welche Gesundheitsgefahr wird wohl dadurch begründet und welche Gefahr besteht dadurch in Deutschland bisher nicht vorkommende Krankheiten einzuschleppen? Nun ja, es gibt verschieden Gründe warnend den Finger zu heben, umso fragwürdiger, wenn es sich gegen die richtet, die ohnehin am Ende der Bewertungsskala stehen. Oder sollten etwa Tiere nun schon die gleichen Rechte wie Menschen haben, wird vielleicht mancher fragen. Man weiß auch nicht, dass z:B. in Spanien jährliche Tollwut-Impfpflicht für Haustiere besteht, die es in Deutschland nicht gibt – und Spanien dennoch ist kein Tollwutland. Leider eine lange Einleitung, die sich mir aufdrängte, als ich von der umfassenden Gesundheitsbetreuung der Auslandstiere in der Tieroase Heuchelheim las. So sollte die gebotene Möglichkeit sich selbst dort davon zu überzeugen, bewirken können, dass verantwortungvoller Tierschutz immer unterstützt wird. Zum Wohler derer, die bisher auf menschliches Verantwortungsbewusstsein verzichten mussten.
Ich bin wieder online!
Hallo lieber Manfred, Du stehst in Südspanien in "der ersten Reihe" und erlebst das täglich Elend Stunde für Stunde hautnah. Wir leisten einen kleinen Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten, um den Tieren zu helfen und den unermüdlichen Tierschutzfreunden inSpanien damit Mut zu geben, ihren Kampf für die Geschöpfe nicht aufzugeben. Wir wissen dass unser Beitrag nur ein Tropfen ist. Aber jeder Tropfen ist ein Leben!
da kommen einem echt die Tränen, das ist wirklich mit Herzlichkeit und Herzblut geschrieben - ja, die meisten von uns "wissen" um die Zustände und die Not der Tiere im Ausland, wissen oft nicht wie man außer Spenden - noch hilft oder helfen kann, unbürokratischund schnell, kennt sich nicht aus, oder hat zu wenig Mut , Traute, Geld oder Möglichkeiten - um selbst einzugreifen.
Der Bericht über die Tieroase ist sehr hilfreich um zu begreifen dass es Menschen geben muss, um den Tieren zu helfen und wie schön es für die Vierbeiner ist, wenn sie Zuspruch, ein Herz , einen Platz ! - und Hilfe bekommen.
Danke für diesen Bericht...
Hallo Angelika, wenn man diese Tiere lebendig vor sich hat, geht einem das Herz auf. Wenn man bedenkt das auf diese Geschöpfe der Tod gewartet hat und mit welcher hingabe sich die Ilse diesen Tieren widmet, kann nur jedem empfehlen die Tieroase zu unterstützen. Sie können jede Spende gebrauchen, denn die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Und es sind nicht nur die Tiere aus den Tötungsstationen, sondern auch die Wildtiere die dort tiermedizinisch versorgt und aufgepäppelt werden. Die Kosten werden von niemanden erstattet. Das tun sie aus eigener Tasche.
Und in solchen Momenten da zeigt sich wer Tierschutz nicht nur predikt, sondern auch lebt.
Hallo Jörg, danke für Deine lieben Worte.
Wir geben alle Spenden weiter an den spanischen Verein, der auch eine Spendenquittung ausstellt.
Der schönste "Dank" für uns ist, wenn die Tiere Vertrauen fassen und die Nähe der Menschen suchen. Und wenn sie dann noch ein schönes Zuhause gefunden haben, ist das ein Glücksgefühl!
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Wochenende, da heißt es für den Chronisten raus in die Natur....
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