Was ist da los in Kuba?

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Ich schaute bei telesur english nach, und entdeckte in einem Bericht folgendes:

“There was no social outburst in Cuba this Sunday—there were disturbances, disorder, caused by a communicational operation that has been prepared for a long time, to which multimillionaire resources, laboratories, technological platforms with funds from the United States Government are destined,” denounced the member of the Political Bureau and Minister of Foreign Affairs, Bruno Rodriguez Parrilla.

 

1 Kommentar

  1. Nun werde ich, eine Rarität in der gz seit dem Systemwechsel, doch einen Kommentar absetzen.

    Obwohl im Juni die UN wieder einmal eine Resolution zur Abstimmung stellten, die Wirtschaftsblockade der USA (der sich weltweit viele Unternehmen zwangsweise anschließen müssen, weil sie sonst ihrerseits von den USA blockiert werden) einzustellen und dies von 184 Ländern befürwortet wurde, und nur die USA und Israel dagegen stimmten und 3 Länder sich enthielten, wird die durch die Trumpregierung erheblich verschärfte Blockade gegenüber der Obamaregierung weiterhin aufrechterhalten. Die Regierung Biden hat diesbezüglich keine Änderungen im Sinn.

    Damit ist Kuba weiterhin von lebenswichtigen Gütern abgeschnitten oder muß diese auf Umwegen überteuert beziehen. Das hat natürlich eine Zuspitzung der wirtschaftlichen Lage und der Lebenssituation der Bevölkerung zur Folge. Daß die Demonstrationen also gar keine sozialen Ursachen haben sollten, ist schwer denkbar. Daß die USA, die ja seit dem Sieg Castros über Batista immer wieder den sozialistischen “Pfahl im Fleische” des amerikanischen Kontinents beseitigen wollten (Schweinebucht!), diese Lage nicht ausnützen und die oppositionellen Kräfte dort unterstützen würden, wäre auch ein Wunder. Daß die USA da nicht mitmischen, kann glauben wer will, ich nicht.

    Am Rande wurmt mich, daß die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, China, die viele auf dem Weg zum Sozialismus sehen, Kuba in der Misere hängen läßt.