Dom der Rabenau

73

Die Londorfer evangelische Kirche -auf einem Hügel mitten im Dorf gelegen-, ist das prägnante Bauwerk der Rabenau. Von allen Seiten steht sie wie eine Trutzburg in der Dorfmitte und muss sich seit Jahrzehnten gegen den gewachsenen Autoverkehr -besonders der Lastwagen- im Kurvenbereich der Hauptstraße erwehren. Die Erschütterungen hinterließen im Laufe der Jahre ihre Spuren. Auch wenn sich in vergangenen Jahrzehnten Risse zeigten, die bei einer Innenrenovierung beseitigt wurden, der „Dom der Rabenau“, -so wird die Kirche auch genannt-, ragt protzig heraus und ist nicht zu übersehen. Sollte man auch nicht. Das evangelische Gotteshaus stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde als Wehrkirche erbaut. Veränderungen wurden im 19. Jh. vorgenommen, wobei das Kirchenschiff im Neugotischen Stil neu errichtet wurde. Das Material stammte aus dem Londorfer Steinbruch, wo bis heute noch der Basaltstein gewonnen wird. Auch die Dauerbaustelle -Kölner Dom- profitiert vom Londorfer Basalt. Ein ansehnlicher Innenraum mit Denkmäler (Grabplatten und Grabdenkmäler der Adligen von Nordeck zur Rabenau) aus vergangenen Jahrhunderten ist für einen kulturbeflissenen ebenso sehenswert, wie die bunten Fenster hinter dem Altarbereich.

Die Kirche selbst und der auf der anderen Straßenseite liegende der Park und der Pfarrgarten mit den Skulpturen sind für eine Besichtigung, bzw. Aufenthalt zu empfehlen. Im Park kann Mini-Golf gespielt werden und auch an einem schattigen Plätzchen der Parkgastronomie ein Imbiss und/oder Getränk zu sich genommen werden. Die Kirche ist in aller Regel geschlossen, sofern eine Innenbesichtigung beabsichtigt ist, wird ein Kontakt mit dem Pfarramt (im Pfarrhaus gegenüber) empfohlen.

 

 

Auszeichnung des NABU mit der Plakette – „Lebensraum Kirchturm“ für Natur- und Artenschutz-.

Bei der Renovierung der evangelischen Kirche in Londorf vor ca. 15 Jahren hat man ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet, dass Fluglöcher im Kirchturm für Eule und Falke erhalten bleiben. Es hat sich gelohnt: Beide sind eingezogen. Praktischer Weise kommen sie sich bei der Nahrungssuche nicht ins Gehege, Eulen jagen nachts und Falken am Tage. Im vergangenen Jahr wurde vom NABU eine Plakette übergeben und am Kircheneingang angebracht. Es freut den Naturschützer, auch Pfarrer Leissler hat die Auszeichnung mit Plakette gerne angenommen.