Zweites Fest “Brücken bauen zwischen Menschen, nicht für Straßen” am 29.5. in Reiskirchen

Einladung zum Straßenfest am 29.5. in Reiskirchen

Anwohner*innen und Aktivist*innen gegen den Bau der B49-Südumgehung laden zum zweiten Mal zu einem Begegnungsfest ein. Diesmal sind der Narzissen- und der Dahlienweg Schauplatz von Spielen auf der Straße, Klettern, künstlerischen Angeboten und Information rund um den geplanten Straßenbau. Schon am 8.5., als die Reihe von insgesamt fünf Straßenfesten im Geranienweg startete, fanden sich viele Anwohner*innen und Gäste aus umgebenden Orten ein, um miteinander zu essen, zu trinken und zu diskutieren. Anlass ist der in den nächsten Wochen geplante Baubeginn der B49, gegen den aktuell ein gerichtlicher Antrag auf Baustopp läuft. Zudem verzögert sich der Baubeginn, weil vorab die auf den Flächen vorkommenden Zauneidechsen umgesiedelt werden müssen. Die dafür nötige Infrastruktur wurde aber bereits mehrfach zerstört. “Wer am 29.5. in den Narzissenweg kommt, erhält aktuelle Infos zum B49-Neubau”, versprechen die Veranstalter*innen und laden unter anderem für 18 Uhr zu einem Infospaziergang zur Trasse ein. Das Fest, welches auch Reiskirchens einziger Beitrag zum bundesweiten Tag der Nachbarschaften ist, selbst startet um 17 Uhr, der Aufbau beginnt um 15 Uhr. Mehrere direkte Nachbar*innen unterstützen die Veranstaltung. Das Motto “Brücken bauen zwischen Menschen, nicht für Straßen” zeigt das doppelte Ziel: Straßen sollten Orte der Begegnung sein und keine Natur- und Erholungslandschaften zerstören. “Wir freuen uns über alle: Die mit uns gegen das Bauwerk kämpfen wollen, die auf die neue Straße hoffen oder die dazu (noch) gar keine Meinung haben”, heißt es in der Einladung. Gäste und Anwohner*innen können Essen und Getränke für eine Mitmachtheke mitbringen. Für Kinder und Erwachsene gibt es Spiele, ein Gerüst für Kletterübungen sowie Infotafeln zur B49 und Platz für Diskussion. Besonders freuen sich die Einladenden über Gäste, die mit Musik, Lesungen und anderen Ideen zum Programm beitragen. Sie hoffen auf gute Gespräche und viele Begegnungen, stets verbunden mit ihrer Kritik, dass weitere Straßen  nur neuen Verkehr erzeugen und Dörfer und Ortskerne noch mehr ausbluten lassen. “Wir brauchen eine verstärkte Vogelsbergbahn, endlich mal ein Fahrradwegenetz in Reiskirchen, Einkaufsmöglichkeiten in allen Ortskernen – nicht neuen Beton auf der einzigen Seite des Kernorts Reiskirchens, der noch einigermaßen naturnah ist.” Nach dem Begegnungsfest im Geranienweg geht es am Mittwoch, 10.6., mit einem Begegnungsfest im Drosselweg weiter. Danach folgen Feste am Dienstag, 16.6. in der Oberdorfstraße und am Mittwoch, 24.6. an der Ecke Kirschbergstraße/Amselweg. Die Grundstückzufahrten Unbeteiligter bleiben während der Veranstaltungen jederzeit offen und sind von mindestens einer Seite anfahrbar, im Fall des Narzissenwegs von der Sonnenstraße aus.

Bild vom ersten Straßenfest am 8.5. im Geranienweg