Wanderung der Jagdgenossenschaft Lardenbach mit vielen Informationen zur Seenbachrenaturierung

Nahezu 60 Teilnehmer informierten sich bei einer Gemarkungswanderung über die heimische Flora und Fauna. Der im Rahmen des Dorfjubiläums 1250 Jahre Lardenbach von der Jagdgenossenschaft Lardenbach durchgeführte Grenzgang hatte dabei als Schwerpunkt die von 2010 bis zum Jahr 2019 durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen des Seenbaches. Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Jagdvorsteher Frank Pernak ging es in westlicher Richtung entlang des „Lardenbach“ zum Seenbach. Dort informierte der für die in Absprache mit dem Regierungspräsidium, dem FFH Laubacher Wald und Hessenforst erfolgten Umsetzung des Renaturierungsprojektes zuständige Sachbearbeiter Patrick Wiedorn von der Landschaftspflegevereinigung Gießen e.V. ausführlich über die einzelnen Maßnahmen. Durchgeführt wurde bei der vom Land Hessen geförderten Umsetzung eine Flurbereinigung und eine Anpassung des Grenzverlaufes mit den beiden Nachbargemarkungen Stockhausen und Weickartshain. Bei den Vertragsverhandlungen mit den Grundstückseigentümern und Landwirten wurden die entsprechenden Pflegemaßnahmen festgelegt. Zum Hochwasserschutz wurden mehrere Anwallungen angelegt. Durch die vorhandene Bachmuschel ist der Bach regional sehr wertvoll, da diese in Hessen nur noch einmal im Norden des Bundeslandes vorkomme. Der Schutz des Gewässers und der Bachmuschel wurde durch die Möglichkeit einer Selbstentwicklung mit Schutzstreifen, beschatteten Flächen und einem Weideverbot verbessert. Probleme können jedoch durch Trockenheit, Waschbären und die Verschmutzung mit Faulschlammbildung entstehen. Der Abschluss des Grenzganges erfolgte auf dem Gelände der Grillhütte in Lardenbach. Beim gemütlichen Zusammensein konnten sich neben den Grenzgängern auch weitere Gäste mit Grillwürstchen und mit frischen Backhauskuchen stärken.

An der Grillhütte sorgte die Jagdgenossenschaft für eine gut Verköstigung