
Die Stadtwerke Gießen und das Landeskommando Hessen der Bundeswehr engagieren sich gemeinsam für Heimatschutz und Gesamtverteidigung.
Weltweit gibt es immer mehr Krisenherde, aus denen sich diverse, bisweilen bedrohliche Risiken ableiten. Angesichts dieser Entwicklungen gilt es, Deutschland auf verschiedene denkbare Szenarien vorzubereiten. Im Rahmen dieser Vorkehrungen entstand ein integriertes Sicherheitskonzept. Es sieht unter anderem vor, dass sich Unternehmen als Partner für den Heimatschutz und die Gesamtverteidigung einbringen.
Dieser wichtigen Aufforderung kommen die Stadtwerke Gießen (SWG) aus Überzeugung gerne nach. „Wir stellen uns der Situation und möchten unseren Teil zum Schutz unserer Heimat beitragen“, begründet Andreas Hergaß, Kaufmännischer Vorstand der SWG, die Entscheidung, die „Partnerschaft Heimatschutz und Gesamtverteidigung“ mit der Bundeswehr einzugehen.
Für die Ausbildung freigestellt
Kernpunkt der Kooperation ist die Bereitschaft der SWG, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die nötige Ausbildung im Heimatschutz freizustellen. „Seit jeher ermöglichen wir es freiwilligen Helferinnen und Helfern – ob bei der Feuerwehr oder anderen Organisationen –, ihrer für die Gesellschaft wichtigen Aufgabe auch während der Arbeitszeit nachzukommen. Da ist es für uns selbstverständlich, diese Partnerschaft mit der Bundeswehr einzugehen“, führt Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG, weiter aus.
Aber was genau bedeutet Heimatschutz in diesem Zusammenhang? Im Krisenfall sorgen die Freiwilligen für den Schutz verteidigungskritischer Infrastruktur sowie die Sicherung von Marsch- und Transportwegen. Darüber hinaus leisten sie Hilfe bei regionalen Katastrophenlagen. „Um diese Aufgaben erledigen zu können, brauchen die engagierten Frauen und Männer eine entsprechende Ausbildung und ein gewisses Training“, erklärt Oberstleutnant Christiann Storck, Regionalbeauftragter Mitte der Bundeswehr. Üblicherweise setzt der Heimatschutz zehn Tage pro Jahr für entsprechende Übungen an. Die in dieser Zeit anfallenden Kosten für Löhne, Gehälter sowie Kranken- und Sozialversicherung übernimmt die Bundeswehr – zumindest bis zu einer festgelegten Höhe.
Das Landeskommando Hessen sucht für seine Kreis- und Bezirksverbindungskommandos Offiziere und Stabsoffiziere der Reserve. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer (0611) 799-8333.



