Unterstützung für freiwillige Feuerwehren

Mit dem Wettbewerb Feuerwehr der Zukunft würdigen und unterstützen die Stadtwerke Gießen (SWG) die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren in der Region.

Die Leistungen der freiwilligen Feuerwehren für die Gesellschaft lassen sich nicht hoch genug einschätzen. Deren Mitglieder sind zur Stelle, wenn es brennt, sich ein schwerer Autounfall ereignet hat, Hochwasser den Keller überflutet oder Personen anderweitig Hilfe brauchen. Nicht selten retten sie bei ihren Einsätzen Leben.

Doch es wird immer schwieriger, engagierte Menschen zu finden, die sich dieser zentralen Aufgabe in ihrer Freizeit stellen. „Genau hier setzen wir mit dem Innovationswettbewerb Feuerwehr der Zukunft an“, erklärt Ulli Boos, Unternehmenssprecher der Stadtwerke Gießen (SWG). In diesem Jahr findet der Wettbewerb bereits zum fünfzehnten Mal statt. Die Idee dahinter: Feuerwehren zu motivieren, neue Wege zu gehen. Um den künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein und nicht zuletzt, um junge Leute für das Ehrenamt zu gewinnen. „Das wird auch angesichts des sich verändernden Klimas immer wichtiger“, weiß Ulli Boos. Denn speziell Extremwetterlagen bedeuten für die freiwilligen Helferinnen und Helfer, dass sie immer häufiger ausrücken müssen. Schließlich sind bei solchen Ereignissen oft mehrere Menschen gleichzeitig betroffen und benötigen Hilfe. Und genau dafür ist ausreichend Personal erforderlich.

Alles ist denkbar
„Zusammen mit den SWG rufen wir alle in der Region ansässigen freiwilligen Feuerwehren auf, sich wieder mit ausgefallenen Ideen am Wettbewerb zu beteiligen“, fordert Florian Vornlocher, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter auf und ergänzt. „Um den Kameradinnen und Kameraden möglichst viel Spielraum zu lassen, haben wir auch in diesem Jahr auf ein Motto und die damit verbundenen Einschränkungen verzichtet.“

Heißt: Feuerwehren können sich ein für sie passendes Thema aussuchen, es ausarbeiten und sich damit für die Teilnahme bewerben. Dabei spielt es auch keine Rolle, wo die eingereichten Projekte zu Verbesserungen führen sollen. Folglich können buchstäblich alle Feuerwehrleute mitmachen – aus Einsatzabteilungen, in den Kinder- und Jugendgruppen, den Musik- und Spielmannszügen sowie den Ehrenabteilungen. Sogar die unterstützenden Fördervereine sind aufgerufen, sich aktiv einzubringen.

Einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist eine aussagekräftige Bewerbung, die bis zum 30. April 2026 bei den SWG eingehen muss. Die Feuerwehren, die eine Zusage erhalten, haben dann bis zum 30. September 2026 Zeit, ihre Idee zu einem konkreten Projekt auszuarbeiten. Spätestens am 31. Oktober 2026 müssen sie damit fertig sein und eine Dokumentation inklusive einer bebilderten Präsentation vorlegen.

Schwere Entscheidung erwartet
Wie in den vierzehn Runden zuvor rechnet die Jury mit einer schweren Entscheidung. „Die Erfahrung zeigt, dass der Wettbewerb immer wieder hochkarätige Ideen bei den Feuerwehr-Mitgliedern hervorbringt“, erinnert sich Ulli Boos. Aus diesen ersten Skizzen ergeben sich schließlich spannende Projekte und letztlich nennenswerte Optimierungen für die teilnehmenden Feuerwehren. Die in der Freizeit investierte Arbeit zahlt sich also in jedem Fall aus. Und lohnt sich für die Sieger auch finanziell: Denn wie immer loben die SWG insgesamt 3.000 Euro Preisgeld aus. Die Hälfte davon geht an die Siegerfeuerwehr, die zweitplatzierte erhält 1.000 Euro und Rang 3 ist mit 500 Euro dotiert.

Anmeldung zum Wettbewerb: Unter www.stadtwerke-giessen.de/innovationspreis haben die SWG alle wichtigen Informationen und die Anmeldeunterlagen für den Wettbewerb Feuerwehr der Zukunft zusammengestellt.