Verlängerung der Pachtverträge ab 2025 beschlossen

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Udo Senczkowski und Helmut Nickel bleiben auch zukünftig die Jagdpächter

Eine einstimmige Entscheidung zur Verpachtung der beiden Jagdbezirke von Stockhausen und Klein-Eichen trafen die Jagdgenossen beider Grünberger Stadtteile bei der ordentlichen Mitgliederversammlung. Der ab dem Jahr 2025 geltende Vertrag mit den bisherigen Pächtern Helmut Nickel der Stockhäuser und Udo Senczkowski der Klein-Eicher Jagd hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Unter der Versammlungsleitung von Kai Jochim und der Anwesenheit des Magistratsmitgliedes Jürgen Biedenkapp stimmten die 19 anwesenden Genossen mit einer zu bejagenden Fläche von 274 Hektar der Schotterung weiterer Feldwege zu. In dem zuvor von Jochim erstatteten Tätigkeitsbericht wurde das mehrmalige rücksichtslose Querfeldeinfahren von Autofahrern angesprochen. Die Abschusszahlen für Klein-Eichen mit sechs Rehen und einem Wildschwein legte Jagdpächter Udo Senczkowski offen. Die Strecke für Stockhausen beinhaltete nach Aussage von Helmut Nickel sechs geschossene und vier verunfallte Rehe. Beim Schwarzwild betrug die Gesamtstrecke 14 Stück. Des Weiteren wurden acht Füchse und neun Waschbären geschossen. Mit der Veränderung in der Natur mit dem Hitzestress für Eichen und Buchen, die vermehrt Mast abwerfen, werde geradezu das Schwarzwild gemästet. Zudem biete das verstärkt hochkommende Dickicht der angrenzenden Reviere ein ideales Versteck für das sich dadurch vermehrende Schwarzwild. Nickel warnte weiterhin vor dem in Deutschland vermehrt zunehmendem Wolf, der ohne eine bisherige Schadensanrichtung auch in der Gemarkung Stockhausen und Klein-Eichen gesichtet wurde. Als nicht gerechtfertigt wurde zudem der von der Politik gewollte Schutzstatus des Wolfes bemängelt. Nach den Kassenberichten von Thomas Reitz für Stockhausen und von Timo Faust in Vertretung des Klein-Eichener Kassenwartes Christian Loob erfolgte die Entlastung des gesamten Vorstandes. Abschließend wurden die Mitglieder über einen am 8. September in Stockhausen geplanten Grenzgang mit einer Vorführung des „gehorsamem Hundes“ informiert.