Radtour der Landfrauen Allendorf (Lumda) nach Hofgut Fleckenbühl

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Von Nordeck aus starteten die Radfahrerinnen in Richtung Ebsdorf. Auf dem Bahnradweg ging es weiter nach Marburg und dann nach Cölbe-Schönstadt, wo Hof Fleckenbühl zu finden ist.

Nach der 2-stündigen Anreise trafen sich die Radlerinnen mit den Autofahrerinnen in der hofeigenen Brasserie zum Mittagessen. Danach empfing uns Gästeführer Thomas zu einem informativen Rundgang über den Hof:

Hof Fleckenbühl ist eine Selbsthilfe-Gemeinschaft, in der drogensuchtkranken Menschen ab 18 Jahren Hilfe angeboten wird, um ein neues drogenfreies Leben zu führen.

Dies wird erreicht, indem die Bewohner in einen strukturierten Tagesablauf mit sinnvoller Arbeit eingebunden werden. Der Hof ist ein landwirtschaftlicher Bio-Betrieb mit 160 Milchkühen, deren Milch direkt in der Hofkäserei zu Käse verarbeitet wird, den man im Hofladen, auf Märkten und in Bioläden kaufen kann.

Dazu werden insgesamt ca. 240 ha Ackerflächen und Weiden bewirtschaftet. Ein 2000 Quadratmeter großer Garten (ein so genannter „Weltacker“) dient zur Veranschaulichung der Fläche, die nötig ist, um einen Menschen zu ernähren.

Der Garten dient auch als Lehrgarten für Schulklassen und andere Gruppen. Dieser und überhaupt das ganze Gelände kann als Erlebnisbauernhof jederzeit von jedem besucht werden – ideales Ziel für einen Familienausflug mit Kindern! Ziegen tummeln sich in einem Gehege mit Kletterfelsen und lassen sich gerne streicheln.

Während des Spaziergangs konnte man miterleben, wie zwei junge Männer die Milchkühe von der Weide zum Melkstand begleiteten. Dies geschieht zweimal täglich. Ein weiteres Standbein zur Erwirtschaftung der notwendigen Mittel zur Unterhaltung des Betriebes ist der Umzugsservice mit inzwischen 35-jähriger Erfahrung.

Auch gehört ein Bio-Catering zum Service-Angebot der „Fleckenbühler“. Weitere Informationen kann man gerne im Internet nachlesen.

Nach dem ausgiebigen Rundgang konnten sich die Landfrauen im Hofladen mit Bio-Produkten eindecken und anschließend noch einmal bei Kaffee und Gebäck im Hofcafé eine schöne Zeit verbringen, bevor mit den Rädern bzw. Autos wieder Richtung Heimat aufgebrochen wurde. Für die Radlerinnen waren die insgesamt 60 km ein sehr gutes Training!