Friesisch herb: St.Peter-Ording mit Westerheversand

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Bald schneidet die Flut den Weg ab

Beide Orte liegen an der Westspitze und Westküste der Halbinsel Eiderstedt (Schleswig-Holstein). St.Peter-Ording zeichnet sich insbesonders aus durch seine weiten, flachen Sandstrände, die auch mit Autos befahren und beparkt werden dürfen. Einzige Ausnahme in Deutschland. Restaurants, Infrastuktur, Rettungswachen etc. stehen auf hohen Pfählen, um auch bei unterschiedlichen Wasserständen genutzt werden zu können. Viele Arten von Wassersport kann man hier treiben oder auch durch Zuschauen genießen: Surfen, Kitesurfen, Strandsegeln, Drachen steigen lassen und anderes mehr.

Am Strand darf geparkt werden, in “SPO”. Eine Ausnahme am deutschen Wattenmeer.
“A bisserl was geht immer” – an Wind
Langsam dringt die Flut auf den Strand vor
Ein Krabbenkutter fährt die Küste entlang
Aufgang zu einem der Pfahlbauten
Eine Qualle hat sich auf den Strand verirrt
Bald schneidet die Flut den Weg ab
Der Reglementierung kann man nicht entgehen
Rettungsstation der DLRG
Wieder der Krabbenkutter in der Ferne
Der Strandsegler dürfte da einiges schneller sein
Die Surfbretter werden klargemacht
Jetzt machen die Pfähle Sinn
Abschied vom Strand
Der höchste Berg von Eiderstedt

Wir hatten noch genügend Zeit, die 12 km von St.Peter-Ording nach Westerhever zu fahren. Der auch aus jahrelangen Fernsehwerbesendungen einer Brauerei bekannte Leuchtturm (die Brauerei ist allerdings in Ostfriesland beheimatet, und nicht in Nordfriesland, wo der Leuchtturm steht) zieht immer noch viele Besucher an. Hier kann man allerdings nicht mit dem Auto an den Strand fahren. Man muß sich über den Deich und 2,1 km zu Fuß auf den Weg machen und die Weite des Deichvorlandes mit seinen Salzwiesen und großem Himmel geniessen. In  diesen “Koog” dringt im Rhythmus der Tide das Salzwasser in einem Gitter aus Gräben bis zu den Deichen vor, um dann wieder abzufließen.

Der  Leuchtturm Westerheversand wurde 1906 aus verschraubten Gußeisenplatten auf einer Warft mit Pfahlgründung errichtet. (127 Eichenpfähle und eine Betonplatte). Der Leuchtturm Hörnum auf Sylt ist übrigens baugleich fast gleichzeitig errichtet worden. Er wird heute von Tönning aus “ferngesteuert” betrieben. Die beiden Häuschen der früheren Leuchtturmwärterfamilien sind nicht mehr bewohnt. Der “Stockenstieg” (ein mit Ziegeln ausgelegter Fußweg) vom Deich durch die Salzwiesen, der seinerzeit für die beiden Leuchtturmwärterfamilien errichtet wurde, konnte in unserem Fall nicht begangen werden, war gesperrt. Wir mußten hin und zurück den längeren asphaltierten Wirtschaftsweg benutzen, der auch für Radfahrer ein Genuß ist. Und überall weideten die Schafe. Für sie ist in den Salzwiesen eine Schutzwarft errichtet, ein künstlicher Hügel, auf den sie sich bei überraschend hoher Flut zurückziuehen können.

Salzwiesenpriel
endlose Weite
Das ist er: der Leuchtturm Westerheversand
etwas näher
nochmal
Blick vom Deich zum Leuchtturm
Letzte Impression von Friesland

 

 

Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.