50 Jahre Verantwortung und Leidenschaft für Natur und Wild

Zum Mitfeiern bei einem Jubiläumsfrühschoppen hatte Jagdpächter Helmut Nickel neben Weggefährten aus dem Jagdwesen noch weitere zahlreiche Gäste aus Politik und seinem Freundeskreis in das Dorfgemeinschaftshaus Stockhausen eingeladen. Der Stockhäuser Jägersmann kann in diesem Jahr auf gleich drei für ihn bedeutende Ereignisse als Jäger blicken. Vor 50 Jahren absolvierte er am 21. Juli die Jägerprüfung. Seit 45 Jahren übt er die Jagd in seinem Heimatort Stockhausen aus und ab 1986 verantwortet er das Revier nunmehr 40 Jahre als Jagdpächter. In seinem Rückblick ging er auf die ihn mit Freude, Erfolgen, Enttäuschungen und Erfahrungen geprägten Ereignisse ein. Seine richtungsweisende Einstellung für eine würdevolle Behandlung des Wildes und für die Interessen der Jägerschaft zu kämpfen, begann bereits nach dem Erwerb des ersten Jagdscheins. Hierbei habe ihn die durch den NABU veranlasste ganzjährige Schonung des zu jener Zeit sehr weit verbreiteten Mäusebussards beeinflusst. Stolz zeigte sich Nickel auch über die von ihm 1990 in der Region vorgenommene erste Maisfeldeinzäunung. Die vielseitigen Verdienste von Nickel würdigte sein langjähriger Weggefährte Werner Müssig. Neben der Jagd war er noch bei den Jagdhornbläser aktiv. Seit 43 Jahren stehen bei Nickel die Jagdhunde im Vordergrund. Als Mitgründer und nunmehr schon 22 Jahre als 1. Vorsitzender der Jägervereinigung Oberhessen setze er sich engagiert für das Jagdwesen ein. So habe er schon zahlreiche Erfolge gegenüber der Presse und der Politik verbuchen können. Vertreten sei Nickel zudem im Ausschuss für Aus- und Fortbildung, bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und im Jagdbeirat des Landkreises Gießen. Als Jäger und Mitgestalter trage er mit Leidenschaft Verantwortung für Natur und Wild. Müssig erwähnte zudem die ehrenamtlichen Tätigkeiten als langjähriger Vorsitzender beim THW Grünberg, als Ortsbeiratsmitglied und als Stadtverordneter der Stadt Grünberg. Anerkennung und Dank seitens des Landesjagdverbandes Hessen zollte Hans Ullrich Weidner für Nickels überzeugendes Eintreten für das Jagdwesen und die Natur. Für die Unterstützung und Bewirtung beim Jubiläumfrühschoppen dankte Nickel allen Helferinnen und Helfern. Diese sorgten mit einem „rustikalen“ oberhessischen Buffet für eine gute Stärkung der Gäste. Sein besonderer Dank galt weiterhin den Jagdhornbläser der Jägervereinigung Oberhessen, die unter Leitung von Jens Anders gemeinsam mit dem Parforcehorncorps Hoher Vogelberg mehrere Stücke darboten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Fidelen Oberhessen“, die auch die Anwesenden beim gemeinsamen Singen des Jägerliedes „Im grünen Wald“ begleiteten.

Die Jagdhornbläser gratulierten dem Jubilar Helmut Nickel