„Normalos” der Lebenshilfe Gießen für bundesweiten Digitalpreis nominiert

Freuen sich über die Nominierung (v.l.): Julian Heidinger, Lena Barth, Katharina Volz, Justus Bode und Philipp Noack aus dem "Normalos"-Redaktionsteam. Foto: Lebenshilfe Gießen

Gießen – Bundesweite Anerkennung für ein inklusives Projekt aus Mittelhessen: Die „Normalos – Die Inklusivreporter” der Lebenshilfe Gießen stehen auf der Shortlist des „Preises für digitales Miteinander” 2026. Aus rund 300 Bewerbungen wählte eine hochkarätig besetzte Jury acht Projekte aus – vier davon in der Kategorie „Digitale Teilhabe”, in der die Normalos nominiert sind.

In der inklusiven Social-Media-Redaktion der Lebenshilfe Gießen erstellen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam journalistische Inhalte. Die Teilnehmenden produzieren eigenständig Beiträge für ihre Kanäle und setzen sich mit digitalen Medien, gesellschaftlichen Themen und Fragen der Inklusion auseinander. Ziel ist es, digitale Teilhabe zu ermöglichen und Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen.

Katharina Volz ist seit den Anfängen dabei – als Inklusiv-Reporterin der ersten Stunde. In Videos spricht sie über politische Themen, Inklusion und alles, was sie bewegt. „Wir zeigen, dass Menschen mit Behinderung etwas zu sagen haben – zu Politik, zu Inklusion, zu allem, was uns angeht. Dass das jetzt auch bundesweit Anerkennung findet, ist ein starkes Zeichen”, sagt Volz.

Hochkarätige Jury

Vergeben wird der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis von der Initiative „Digital für alle”. Der Wettbewerb zeichnet Projekte aus, die digitale Teilhabe stärken oder digitale Technologien innovativ für das Gemeinwohl einsetzen. In der Jury engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, darunter Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig, Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus sowie die Moderatorin, Journalistin und Autorin Clarissa Corrêa da Silva.

„Dass wir bundesweit zu den nominierten Projekten gehören, freut uns sehr und ist eine schöne Anerkennung für die Arbeit aller Beteiligten, aber auch für die Unterstützung von vielen Seiten – nicht zuletzt durch die Lebenshilfe und die Aktion Mensch”, sagen Jasmin Mosel (Redaktionsleitung „Normalos”/Social-Media-Management Lebenshilfe Gießen) und Christian Németh (Leitung Unternehmenskommunikation Lebenshilfe Gießen). „Vor allem zeigt die Nominierung, wie wichtig digitale Teilhabe und die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung sind. Auch Menschen mit Unterstützungsbedarf wollen digital vertreten sein, eine laute Stimme haben. Dafür – und für die Bemühung, Inklusion alltäglicher werden zu lassen – machen wir uns gemeinsam stark.”

Für die Lebenshilfe Gießen ist die Nominierung der durch die Aktion Mensch geförderten inklusiven Redaktion bereits die zweite bedeutende Auszeichnung innerhalb eines Jahres: 2025 waren die „Normalos” bereits mit dem Anerkennungspreis des Hessischen Sozialpreises ausgezeichnet worden.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des „Preises für digitales Miteinander” werden am 24. Juni bekanntgegeben. Die offizielle Würdigung erfolgt am 26. Juni im Rahmen des bundesweiten Digitaltags. Den Kanal der Normalos finden Interessierte auf Instagram (@normalos.inklusivreporter).

Lebenshilfe Gießen
Die Lebenshilfe Gießen e.V. ist ein gemeinnütziges Unternehmen und begleitet über 3000 Menschen mit und ohne Behinderung in ein selbstbestimmtes Leben.