Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens verändern sich durch die zunehmende Digitalisierung. Das betrifft wenig überraschend auch die Gesundheitsversorgung und hier sind auch immer mehr Services, Beratungsangebote und medizinische Informationen online verfügbar. Dadurch eröffnen sich für Patientinnen und Patienten generell viele neue Möglichkeiten. So können beispielsweise immer häufiger Arzttermine digital vereinbart werden und rund um die Uhr sind viele medizinische Informationen abrufbar. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die neuen Möglichkeiten durch telemedizinische Beratungen, die in vielen Fällen eine erste medizinische Beurteilung von gesundheitlichen Problemen und Beschwerden ermöglichen, und zwar ohne die eigenen vier Wände zu verlassen.
Auf der anderen Seite kommt es durch die steigende Digitalisierung aber auch zu vielen neuen Fragen. Wie erkennt man seriöse medizinische Informationen im Internet? Welche Angebote im Web sind vertrauenswürdig? Und wie kann man digitale Gesundheitsservices auch wirklich sinnvoll nutzen?
Online-Informationen und neue Angebote im Gesundheitsbereich
Die Zahl der digitalen Gesundheitsangebote ist in der jüngeren Vergangenheit massiv angestiegen. Neben Krankenhäusern und Arztpraxen bieten mittlerweile auch immer mehr Internetplattformen medizinische Informationen und Beratungen an. Diese zusätzlichen Angebote können vor allem auch für Leute in ländlichen Regionen mit eingeschränkter Mobilität eine wichtige Erleichterung sein.
Im Internet kann man eine ganze Reihe von interessanten Angeboten finden, die sich mit verschiedenen medizinischen Themen auseinandersetzen. Dazu gehört auch die Plattform CanDoc, die sich detailliert mit Fragen zu medizinischem Cannabis beschäftigt. Hier kann man viele Informationen rund um Cannabis ohne Rezept finden und sich bei Bedarf auch von erfahrenen Ärzten bequem über die Plattform ein Rezept für die Versorgung mit medizinischem Cannabis in einer Apotheke ausstellen und zusenden lassen. Solche Seiten verdeutlichen, wie vielfältig in der heutigen Zeit die digitalen Gesundheitsangebote geworden sind. Allerdings wird auch immer mehr deutlich, wie wichtig es ist, dass man Informationen im Netz immer kritisch prüft und man auf seriöse Quellen achtet. Internetnutzerinnen und Internetnutzer sollten gerade im Gesundheitsbereich immer darauf achten, dass medizinische Sachverhalte und Inhalte immer transparent und fachlich fundiert präsentiert werden.
Telemedizin als Beratung ohne Wartezimmer nutzen
In der digitalen Gesundheitsversorgung spielt die sogenannte Telemedizin eine immer größere Rolle. Bei der Telemedizin erfolgt in der Regel über Telefon- oder Videosprechstunden eine ärztliche Beratung. Dadurch erhalten viele Leute eine gute Möglichkeit, um sich auch mal schnell und flexibel medizinischen Rat einzuholen.
Eine solche digitale Videosprechstunde kann beispielsweise bei akuten Beschwerden oder auch bei einer notwendigen Nachsorge sinnvoll sein. Dadurch können Patientinnen und Patienten viel Zeit sparen, weil sie zumindest im ersten Schritt nicht direkt zu einer Praxis fahren müssen. Außerdem können Ärztinnen und Ärzte per Videogespräch entscheiden, ob im jeweiligen Fall ein persönlicher Termin in der Praxis vor Ort notwendig ist.
Nicht zuletzt auch in den Zeiten der Pandemie hat sich immer wieder gezeigt, dass Telemedizin den klassischen Arztbesuch zwar nicht immer ersetzen, aber zumindest sinnvoll ergänzen kann. Immer mehr Arztpraxen bieten daher regelmäßig auch Videosprechstunden an, um Patienten auch digital betreuen zu können.
Welche Chancen und Risiken gehen mit digitalen Gesundheitsinformationen einher?
Im Internet gibt es auch rund um den Gesundheitsbereich große Mengen an Informationen. Das bringt einige Vorteile mit sich, weil auf diese Weise ein schneller Zugang zu Wissen rund um Prävention, Therapien und auch Krankheiten möglich ist. Allerdings können durch die vielen Gesundheitsinformationen im Web auch neue Herausforderungen entstehen und man sollte immer bedenken, dass längst nicht alle Quellen im Netz seriös und zuverlässig sind.
Problematisch ist in diesem Zusammenhang unter anderem, dass medizinische Informationen im Internet häufig ohne eine belastbare Qualitätskontrolle veröffentlicht werden. Teilweise basieren veröffentlichte Inhalte zwar durchaus auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber man findet häufig auch ungesicherte Behauptungen oder einfach nur persönliche Meinungen oder Erfahrungen.
Sensible Gesundheitsdaten und Datenschutz
Bei der wachsenden digitalen Gesundheitsversorgung spielt der Schutz von persönlichen Daten eine immer wichtigere Rolle. Schließlich gehören Gesundheitsinformationen und auch festgestellte Krankheiten zu den sensibelsten persönlichen Daten. Aus diesen Gründen ist es eigentlich zwingend erforderlich, dass angebotene Online-Services hohe Sicherheitsstandards erfüllen müssen.
Patientinnen und Patienten sollten daher bei der eigenen Suche nach wichtigen Informationen unbedingt darauf achten, dass besuchte Plattformen klare Datenschutzrichtlinien haben und beim Aufrufen der entsprechenden Internetseiten auf verschlüsselte Verbindungen gesetzt wird. Darüber hinaus sollte man im eigenen Interesse auch überprüfen, welche Daten beispielsweise auf einer Gesundheitsplattform gespeichert und verarbeitet werden.




