
In der Geschäftsführung der MIT.GIESSEN kam es zu einem Wechsel.
In der MIT.GIESSEN GmbH bündeln die Stadt Gießen und die Stadtwerke Gießen (SWG) ihre Kompetenzen, um den Zubau erneuerbarer Energien – speziell von Photovoltaikanlagen – konsequent und koordiniert voranzutreiben. Kürzlich kam es zu einem personellen Wechsel an der Unternehmensspitze: Denis Weinecker übernimmt den Posten von Wladislav Krenz, der die SWG und damit das Tochterunternehmen MIT.GIESSEN auf eigenen Wunsch verlässt. Zusammen mit Jutta Müller, der Leiterin des Hochbauamts der Stadt Gießen, bildet Denis Weinecker die Geschäftsführung der MIT.GIESSEN.
Neues Führungsduo – gleiche Ausrichtung
Am erfolgreichen Konzept der MIT.GIESSEN ändert sich indes nichts: Die Stadt Gießen und die SWG bringen ihr jeweiliges Know-how in das gemeinsame Tochterunternehmen ein und sorgen so dafür, dass immer mehr kommunale Liegenschaften PV-Anlagen erhalten.
Diese routinierte Arbeitsteilung erweist sich als sehr effektiv: „Seit Gründung der MIT.GIESSEN entstanden bereits 28 PV-Anlagen auf Schulen, Kindertageseinrichtungen, Sporthallen, Bürgerhäusern und anderen städtischen Liegenschaften“, weiß Matthias Funk, Vorstand der SWG. Die Leistung dieser Sonnenkraftwerke beträgt insgesamt rund 1,5 Megawatt Peak. In einem durchschnittlichen Jahr liefern sie gut 1.250 Megawattstunden Strom, die natürlich im Wesentlichen in den kommunalen Einrichtungen verbraucht werden. „Die Anlagen schonen also sowohl das Klima als auch den städtischen Haushalt“, ergänzt SWG-Vorstand Andreas Hergaß. Auch die Verantwortlichen bei der Stadt sind mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden: „Die Arbeit der MIT.GIESSEN erfüllt unsere Erwartungen voll und ganz“, lobt Astrid Eibelshäuser, die langjährig zuständige Dezernentin im Magistrat, und ergänzt: „Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Wladislaw Krenz für seine Arbeit bedanken. Er hat maßgeblich zum Aufbau und Erfolg der MIT.GIESSEN beigetragen.“
Konsequent zubauen
Noch in diesem Jahr sollen weitere PV-Anlagen hinzukommen – unter anderem auf den Sporthallen der Grundschule Gießen West sowie der Sandfeldschule oder auch an der Fassade des Jugendamts. Neben Dachflächen bieten nämlich auch die Fassaden kommunaler Immobilien Platz für PV-Anlagen und sollen – wie im Beispiel der Kindertagesstätte Schlangenzahl (Foto) – im Portfolio der MIT.GIESSEN ausgebaut werden. Allerdings wachsen die Herausforderungen für künftige Projekte. „Anfangs haben wir uns natürlich auf Liegenschaften konzentriert, auf denen sich dank der baulichen Gegebenheiten PV-Anlagen vergleichsweise schnell und einfach installieren ließen“, führt Jutta Müller aus. Künftig bedarf es jedoch zunehmend Vorarbeiten – etwa einer Dachsanierung, einer notwendigen Verstärkung der Statik oder der Anpassungen der Niederspannungshauptverteilung im Gebäude. „Das erhöht natürlich die Komplexität und den Abstimmungsaufwand in den Projekten, aber ich bin mir sicher, dass wir weiter gut vorankommen werden“, prognostiziert Denis Weinecker.
Dass er so positiv in die Zukunft blickt, hat zwei Gründe: Zum einen kann er sich wie Wladislav Krenz auf ein gleichermaßen kompetentes wie engagiertes Team bei den SWG verlassen. Zum anderen blieb ihm Zeit, sich in seine neue Aufgabe einzuarbeiten. Bereits seit Mai stand er regelmäßig mit seinem Vorgänger bei den SWG und seiner neuen Kollegin aus dem Hochbauamt im Austausch. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und setze alles daran, den Ausbau der Photovoltaik zusammen mit Jutta Müller sowie den Teams aus der Stadt und bei den SWG weiter voranzutreiben“, bringt es Denis Weinecker auf den Punkt.




