Mit dem Dreiklang im Westerwald

Kühles Pils, Wäller Kartoffelsuppe und Gesang
Klosterkirche Marienstatt
Nister-Brücke
Abteikirche Marienstatt
Hachenburger Gassen
Marktplatz Hachenburg
Der Hachenburger Bierdeckel

Pohlheim, gdp. Am 9. September 2026 machte sich der Pohlheimer Dreiklang auf zu einem ganz besonderen Tagesausflug in den Hohen Westerwald. Bei herrlichem Spätsommerwetter erlebten die Teilnehmer einen rundum gelungenen Tag, der nicht nur die Stimmen, sondern auch den Zusammenhalt der Chorgemeinschaft nachhaltig gestärkt hat.

Drei Säulen des Reiseerfolgs

Dass dieser Ausflug allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben wird, verdankte die Reisegruppe vor allem drei Erfolgsfaktoren, a) Eine harmonische Reisegruppe aus 15 aktiven Sängern und 15 begeisterten Fans, die von der ersten Minute an für hervorragende Stimmung sorgten, b) Der wunderschönen Etappen im Hohen Westerwald mit dem Kloster Marienstatt, der historischen Altstadt Hachenburg und der Hachenburger Brauerei und c) der liebevollen Einladung und großzügige Unterstützung durch den Pohlheimer Gastwirt Hasan Aslan vom „Grüner Baum“.

Der Tagesausflug war ein gelebtes Miteinander: Nicht nur die Sängermannschaft war mit großer Begeisterung dabei, sondern auch ihre treue Fangruppe, die gemeinsam eine durchgängig hervorragende Atmosphäre entfachte.

Stationen der Reise durch den Westerwald

Die Bus Route führte zunächst über das beeindruckende Hochplateau des Westerwalds, vorbei an der Fuchskaute und Richtung Bad Marienberg, weiter an Hachenburg vorbei hinab ins romantische Nistertal zum traditionsreichen Kloster Marienstatt.

Allein die imposante Klosteranlage im Tal der Nister war die Reise wert. Die weitläufigen, gepflegten Gartenanlagen sowie die eindrucksvolle Abteikirche boten Raum zum Innehalten und Durchatmen. Beeindruckend war auch der Anblick des angrenzenden Gymnasiums, an dem junge Menschen ihr Abitur ablegen. Im benachbarten Klostergasthaus war bestens für das leibliche Wohl gesorgt: Leckere Speisen, erfrischende Getränke und ein überaus freundliches Personal machten den Aufenthalt zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

Anschließend ging die Fahrt weiter in das malerische Städtchen Hachenburg. Die gemütliche Fußgängerzone lud zum entspannten Bummeln ein. Ein besonderes Highlight war das historische Schloss oberhalb der Stadt – heute Sitz der Hochschule der Deutschen Bundesbank –, von dem aus sich ein fantastischer Weitblick über die sanften Hügel des Westerwalds bot.

Highlight zum Abschluss: Hachenburger Braukunst & kurioser Schreckmoment

Den krönenden Abschluss bildete der Besuch der Hachenburger Brauerei, zu dem Hasan Aslan, Wirt des Pohlheimer Gasthauses „Grüner Baum“, und Fabian Hüsch von der Brauerei eingeladen hatten. Nach einem herzlich-lockeren Empfang übernahm Petra – ein wahres Urgestein der Hachenburger Braukunst – die Regie. In einer kurzweiligen und hochinteressanten 1,5-stündigen Führung brachte sie den Pohlheimern die Geheimnisse des Brauhandwerks näher.

Besondere Begeisterung weckten die innovativen Zapfstationen: So konnte direkt aus der Kellerwand frisches Zwickelbier gezapft werden, während an der großen Theke vor den staunenden Augen der Gäste die Henkelgläser magisch durch den Glasboden befüllt wurden.

Für eine schrecklich-heitere Episode sorgte die moderne Technik selbst: Bei so viel Anschauungsunterricht verschwand plötzlich ein Ausflugsteilnehmer kurzzeitig in der Rohrrutsche – was zunächst für Schrecksekunden, direkt danach aber für große Heiterkeit sorgte. Aufmerksame Handyfotografen hielten diesen kuriosen Moment zum Glück für die Geschichtsbücher fest.

Zum Ausklang der Betriebserkundung war der Dreiklang nebst Fans in die Brau-Gaststätte zu herzhafter Wäller-Kartoffelsuppe mit Brot und Laugengebäck eingeladen. Als musikalischen Dank stimmte der Chor als Erstes die Hymne „Oh du schöner Westerwald“ an. Anschließend wurde das beliebte „Liederstechen“ eröffnet, das die Gaststube zum Erbeben brachte. Die übrigen Gaststättenbesucher genossen die frohe Stimmung sichtlich und stimmten immer wieder begeistert mit ein, wenn aus dem Tableau der 231 Lieder ein neuer Gassenhauer angestimmt wurde – ganz nach dem sympathischen Motto: „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder…!“

Glanzvoller Ausklang und gelungene Generalprobe

Dass auf der abendlichen Rückfahrt die Sonne und ein strahlend blauer Abendhimmel über den Wäldern und Feldern des Hohen Westerwaldes standen, setzte diesem Ausflug im wahrsten Sinne des Wortes die Krone auf. Am Tourende in Pohlheim galt dem souveränen Busfahrer Dirk von Gimmler-Reisen ein herzlich-kräftiger Applaus für die sichere Fahrt.

Diese gelungene Sängerfahrt erwies sich zudem als ideale Kraftquelle für das darauffolgende Wochenende: Nenn nur vier Tage später, am Sonntag, dem 13. September, trat der Pohlheimer Dreiklang in kompletter Besetzung mit 30 Sängern unter der Leitung von Dirigent Volker Purdak beim Tag der Heimat in der Wetzlarer Stadthalle auf. Dort erfreute der Chor die zahlreichen Landsmannschaften sowie den Festredner und Ministerpräsidenten a.D. Dr. h.c. Volker Bouffier – selbst ein stolzes Ehrenmitglied des Pohlheimer Dreiklangs.

 

 

Begrüßung im Brauhaushof der Hachenburger Brauerei
Kühles Pils, Wäller Kartoffelsuppe und Gesang
Günther Dickel
Seit November 2012 als Bürgerreporter über 600 Beiträge in der GZ veröffentlicht. Stand: 31.11.2025