Grünberger Freundeskreis setzte sich einst für Wartturm-Restaurierung ein

Die Sanierung von historischen Gebäuden ist derzeit auch in der Gallusstadt zu sehen. So wird neben dem Albiz-Haus in der Barfüßergasse mit dem Diebsturm auch das Wahrzeichen der Stadt restauriert. Ein weiterer nördlich der Stadt gelegener historischer Wehrturm ist der vermutlich im 12. Jahrhundert erbaute Wartturm. Das knapp 12 Meter hohe Gebäude diente einst außerhalb der nördlichen Stadtmauer als Wachturm. Heute ist die Grünberger Warte ein Aussichtspunkt mit einem herrlichen Weitblick. Zu dessen Erhaltung und Sanierung im Jahr 1861 entdeckte der versierte Grünberg-Kenner und Historiker Dr. Werner Faust einen Presseartikel im Anzeigenblatt des Kreises Grünberg vom 28. Oktober 1861. Hierbei handelt es sich um ein Gedicht, das zugleich auch ein Aufruf zur Unterstützung der Erhaltungsmaßnahme war. Das an die Stadt Grünberg gerichtete Unterstützungsgesuch von Freunden des ehrwürdigen Denkmals lud zugleich auch alle interessierte Grünberger Bewohner zu einer Besprechung am nächsten Freitag, 2. November 1861 um 7 Uhr abends ins  Taunus ein. Im Gegensatz zu jener Zeit gibt es bei den heutigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen durch Bewohner und Einzelpersonen jedoch keine oder nur selten derartige private Unterstützungsgesuche mehr. Im Allgemeinen obliegen, so wie auch bei der Diebsturm-Restaurierung die Durchführung und die Finanzierung ausschließlich bei der öffentlichen Hand.