Kundgebung unter dem Titel: “Hiroshima und Nagasaki mahnen! Nein zur atomaren Teilhabe – Atomwaffenverbotsvertrag durchsetzen – Atomwaffen abschaffen”
Auch in diesem Jahr veranstaltet das Friedensnetzwerk Gießen am Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, dem 06. August, wieder eine Gedenkveranstaltung. Beginn der Kundgebung am Donnerstag, den 06.08.2026 auf dem Hiroshimaplatz (Katharinenplatz) ist um 17.00 Uhr. Während der Veranstaltung wird es verschiedene Wort- und Musikbeiträge geben. So sind drei Redebeiträge, je einer vom Friedensnetzwerk Gießen, dem DGB Kreisverband Gießen und den Omas gegen Rechts Gießen, vorgesehen. Zudem werden ausgewählte Texte aus dem 1960 im Gießener Walltor-Verlag erschienen Buch “Satan – Ein Schritt gegen ihn” vorgetragen, in welchem Zeitzeugenberichte des Atombombenabwurfes literarisch verarbeitet werden. Zwischen den Redebeiträgen und Texten wird es jeweils ein zum Anlass der Veranstaltung passendes Musikstück geben. Evtl. wird auch das Flötenduo Flötenduo Japanden mit Masami Schmidt und Alonso Lema zwei Musikstücke vortragen. Gemeinsam soll am 81. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima der Opfer gedacht, den Stimmen der Hibakusha Gehör verschafft und ein deutliches Zeichen gegen Atomwaffen gesetzt werden. Daher würde sich das Friedensnetzwerk Gießen über ein regen Zuspruch aus der Bevölkerung bei der Veranstaltung freuen.
Wer Interesse an einer Mitarbeit im Friedensnetzwerk Gießen hat, kann gerne zum nächsten Treffen am 05.08.2026 um 19.00 Uhr im Dachsaal des DGB Hauses kommen oder eine Mail an giessener-friedensnetzwerk@web.de schreiben.
Nachfolgend der Text des Aufrufs zu der Veranstaltung:
Am 6. und 9. August 1945 warf die US-Armee jeweils eine Atombombe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Über 200.000 Menschen wurden getötet – viele verbrannten sofort, andere starben in den folgenden Wochen und Monaten an den grausamen Folgen der radioaktiven Strahlung. Die Überlebenden, die Hibakusha, leiden bis heute an den körperlichen und seelischen Folgen. Ihre Berichte sind erschütternd – und zugleich ein unermesslich wertvolles Zeugnis gegen das Vergessen.
Auch 81 Jahre danach mahnen uns die Opfer, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Denn noch immer gibt es weltweit 12.000 Atomwaffen von denen etwa 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden und der Menschheit innerhalb weniger Minuten ein Ende bereiten können.
Auch wenn das Ende des Atomwaffen-Zeitalters noch in weiter Ferne liegt, lässt uns das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) im Jahr 2021 Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt schöpfen. Die Botschaft, die der AVV in die Welt sendet, ist eindeutig: Die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind inakzeptabel. Deshalb müssen wir die Atomwaffen abschaffen – bevor die Atomwaffen uns abschaffen.
Gemeinsam wollen wir am 81. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima der Opfer gedenken, den Stimmen der Hibakusha Gehör verschaffen und ein deutliches Zeichen gegen Atomwaffen setzen.
Atomwaffen sichern keinen Frieden – sie gefährden ihn.
Deshalb fordern wir:
- ein klares Bekenntnis Deutschlands zu einer atomwaffenfreien Welt
- den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und das Ende der nuklearen Teilhabe
- den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag
- neue Abrüstungsinitiativen und diplomatische Anstrengungen zur Risikominimierung weltweit






