10 Jahre Deutschsommer in Gießen

Mit einer Jubiläumsveranstaltung in der Korczak-Schule in Gießen ist das zehnjährige Bestehen des Deutschsommers am Standort Gießen gefeiert worden. Astrid Eibelshäuser, die vor zehn Jahren den Startschuss für das Projekt gab, begrüßte die Anwesenden. Dies waren unter anderem der derzeitige Schuldezernent Francesco Arman, Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich (Vorstandsvorsitzender der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt a. M.), Ralf Volgmann (Leiter von Gießen@Schule), Staatssekretär Dr. Manuel Lösel, die neue Schulamtsleiterin Judith Ingrid Lehnert, Christopher Textor (Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen), Kerstin Gromes vom staatlichen Schulamt Gießen und Nina Schäfer (Schulleiterin der Hedwig-Burgheim-Schule). Besonders begrüßt wurde natürlich Claudia Jirka, die seit 10 Jahren die Organisatorin des Deutschsommers innehat, sowie das Team, das später in einem kurzen Film vorgestellt wurde. Das kompetente und engagierte Team besteht unter anderem aus Sozialpädagogen, Psychologiestudenten, Theaterwissenschaftlern, Pädagogikstudentinnen und Grundschullehramtsstudierenden.

Gute Deutschkenntnisse sind ein zentraler Baustein für schulischen und beruflichen Erfolg. Um diesen Grundstein frühzeitig zu legen, unterstützt das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen seit vielen Jahren gezielt Projekte zur Sprachförderung. Ein bewährter Partner ist die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, die im Jahr 2007 das Projekt Deutschsommer ins Leben rief. Das Konzept des Deutschsommers verbindet Deutschunterricht mit theaterpädagogischen Übungen und abwechslungsreichen Aktivitäten in der Region.

Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Grundschule vor dem Übergang in die vierte Klasse. Seit 2017 wurden in Hessen 2.850 Schülerinnen und Schüler gefördert. Der Deutschsommer dauert drei Wochen und findet immer in den ersten drei Wochen der Sommerferien statt. Kinder werden in ihrer Sprach- und Persönlichkeitsbildung vor dem Übergang in die wegweisende vierte Klasse gefördert. Sie verbessern ihre Deutschkenntnisse. Sie werden selbständiger und selbstbewusster. Sie knüpfen neue Freundschaften, entwickeln ein Theaterstück, stehen auf der Bühne, sind kreativ und sportlich aktiv. Das Theaterstück – in diesem Jahr wurde als grundlegende Lektüre das Buch „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren gewählt – ist das Highlight der drei Wochen und wird vor dem begeisterten Publikum der Familien der beteiligten Kinder aufgeführt.