Der Sänger Giovanni Zarella hat am Wochenende vor fast 2000 Gästen im Butzbacher Landgrafenschloss gespielt.

Butzbach – Am Wochenende hat sich der historische Hof des Butzbacher Landgrafenschlosses in eine mediterrane Bühne verwandelt: Auf dem Program des Butzbach Open Airs hat „Eine italienische Sommernacht“ mit Entertainer, Sänger und Fernsehliebling Giovanni Zarrella gestanden.

Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke geriet der Abend zu einer Art musikalischem Hochleistungssport. Zarrella nahm es mit Humor: Die vielen wedelnden Fächer im Publikum deutete er kurzerhand als „Dauerapplaus“, und den einsamen Ventilator auf der großen Bühne kommentierte er mit einem Augenzwinkern als „mutigen Einzelkämpfer“.

Für Abkühlung sorgte der Veranstalter: Unter einem eigens errichteten Torbogen spendete ein Wassersprühnebel wohltuende Erfrischung. Außerdem durften die Besucher 0,5-Liter-PET-Flaschen ohne Deckel mitbringen.

Mit „L’italiano“ legte Zarrella sofort los und präsentierte sich ganz so, wie das Publikum ihn liebt: als charmanter Italiener, der nur eines möchte – „lasciatemi cantare“..

Das Publikum sang begeistert mit, und schon nach wenigen Takten lag eine Mischung aus Lebensfreude, Leichtigkeit und mediterranem Charme über dem Schlosshof. Es folgten Titel wie „Ci sarai“ – Zarrellas Version von Nenas „Irgendwie“ – und „La discoteca italiana“. Spätestens hier hielt es den Sänger nicht mehr auf der Bühne: Er suchte die Nähe der Menschen, tauchte in die Menge ein und begeisterte mit ersten Tanzeinlagen.

Mit einem Augenzwinkern italianisierte er die gastgebende Stadt zu „Butzbacho“, die – wie er betonte – die perfekte Kulisse für diesen Sommerabend biete.

Für Zarrella steht das Jahr 2026 unter einem besonderen Vorzeichen: Vor 25 Jahren wurde Bro’Sis gegründet. Der Sänger blickte auf diese Zeit zurück, in der er als Frontmann und charismatischer Performer bundesweit bekannt wurde. Seine Bühnenpräsenz, Publikumsnähe und zahlreiche Fernsehauftritte prägten damals sein Image. Mit einem Schmunzeln erinnerte er sich an die zwei Tourbusse – einen für Raucher, einen für Nichtraucher. „Ich war mit Ross Anthony immer im Nichtraucherbus. Wir hatten viel Spaß“, sagte er.