Greta, die Französische Bulldogge begleitet uns schon eine ganze Weile und viele haben ihren Weg mitverfolgt. Leider hat Greta gesundheitlich noch immer einige Baustellen, die uns regelmäßig beschäftigen.
Als Greta zu uns kam, befand sie sich in einem schlechten Zustand. Besonders ihre Ohren bereiteten ihr große Probleme. Sie waren über Jahre hinweg chronisch entzündet und wurden offenbar nie ausreichend behandelt. Solche langjährigen Entzündungen hinterlassen Spuren und verschwinden nicht einfach innerhalb weniger Wochen. Bis heute leidet Greta unter den Folgen und benötigt weiterhin tierärztliche Betreuung, damit wir ihr bestmöglich helfen können.
Doch die Ohren sind nicht ihr einziges Problem.
Wie viele Französische Bulldoggen leidet auch Greta unter den Folgen der Qualzucht. Die stark verkürzte Schnauze, die für diese Rasse typisch ist, führt häufig zu erheblichen Atemproblemen. Für viele betroffene Hunde bedeutet das, dass selbst alltägliche Dinge wie Bewegung, Aufregung, warme Temperaturen oder entspanntes Schlafen deutlich anstrengender sind als für gesunde Hunde.
Um Greta das Leben etwas zu erleichtern, haben wir uns für ein Nasenlifting beziehungsweise eine operative Atemwegsverbesserung entschieden. Dabei ist uns wichtig zu betonen, dass ein solcher Eingriff die Probleme nicht vollständig beseitigt. Greta wird dadurch nicht wie ein gesunder Hund mit normaler Schnauzenlänge atmen können. Die Operation kann jedoch helfen, die Atmung zu verbessern und ihr den Alltag etwas angenehmer zu machen.
Da Greta aufgrund ihrer Atemproblematik und ihres Alters als Risikopatientin gilt, wollten wir die Anzahl notwendiger Narkosen unbedingt möglichst gering halten. Deshalb wurden mehrere wichtige Maßnahmen in einer einzigen Narkose durchgeführt.
Bereits zuvor hatten wir zwischen ihren Zehen einen auffälligen Knubbel entdeckt. Während der Operation wurde daher direkt eine Gewebeprobe entnommen und zur Untersuchung in ein spezialisiertes Labor geschickt. So hoffen wir herauszufinden, worum es sich handelt und ob weitere Behandlungen notwendig sein werden.
Gleichzeitig wurde erneut ein Abstrich aus ihren Ohren genommen. Nach Jahren der Entzündungen möchten wir möglichst genau bestimmen, welche Keime aktuell beteiligt sind, um die Therapie noch gezielter anpassen zu können.
Für Greta bedeutete dieser Eingriff zwar eine große Belastung, gleichzeitig konnten wir ihr dadurch weitere Narkosen ersparen, die für sie mit zusätzlichen Risiken verbunden gewesen wären.
Trotz all ihrer gesundheitlichen Probleme ist Greta eine unglaublich lebensfrohe und freundliche Hündin. Sie lässt sich nicht unterkriegen, genießt jede Aufmerksamkeit und zeigt jeden Tag, wie viel Lebensmut in ihr steckt. Umso mehr wünschen wir uns, dass wir ihre Beschwerden weiter lindern und ihr noch viele schöne Jahre ermöglichen können.
Die Operation, die Laboruntersuchungen, die Diagnostik ihrer Ohren und die weitere medizinische Versorgung verursachen natürlich erhebliche Kosten.
Nun warten wir auf die Ergebnisse aus dem Labor und hoffen, dass wir dadurch weitere Antworten erhalten und Greta noch gezielter helfen können.
Bitte drücken Sie unserer tapferen Greta die Daumen.
Tierheim Gießen
Vixröder Straße 16
35396 Gießen
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