“POHLHEIMER ALLIANZ”, einundzwanzig Stadtverordnete aus CDU, FREIE WÄHLER und FDP bilden eine Interessengemeinschaft

Bild: Andreas Schuch, Christian Görlach (beide FREIE WÄHLER), Dr. Melanie Neeb, Jörg Buß, Michael Wagner (alle drei CDU), Sebastian Opper und Marc Werner Punzert (beide FDP), Karsten Keese (CDU, von der FDP für den Magistrat benannt) (v.l.)

Pohlheim – Bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 vergaben die Pohlheimer Wähler insgesamt 37 Mandate für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Pohlheim verteilt auf Vertreter der fünf folgenden Parteien: 13 Mandate CDU, 11 Mandate SPD, fünf Mandate GRÜNE, zwei Mandate FDP und sechs Mandate FREIE WÄHLER. Mit mindestens neunzehn Mandaten hat eine Gruppe der gewählten Mandatsträger eine „Ein Stimmen Mehrheit“ und kann bei Anwesenheit aller neunzehn Mandatsträger Mehrheitsentscheidungen treffen.

Mit unterschiedlichen Konstellationen kann diese neunzehn Stimmen Mehrheit erreicht werden. Deshalb führten die einzelnen Parteien mit den anderen Parteien nach der Wahl „Sondierungsgespräche“, um herauszufinden, mit welchen anderen Parteien lassen sich gemeinsame politische Vorstellungen am günstigsten verwirklichen.

Nach mehreren Treffen mit Gesprächen wollen nun bis zur nächsten Kommunalwahl in fünf Jahren die CDU (13) mit FREIE WÄHLER (6) und FDP (2)

eine „ALLIANZ“ (Interessengemeinschaft) mit 21 Mandaten bilden.

Am Freitagnachmittag 15.05.2026, trafen sich Vertreter der drei Parteien im Pohlheimer Stadtteil Watzenborn-Steinberg, um eine grundlegende Vereinbarung für die Zusammenarbeit der neuen „POHLHEIMER ALLIANZ“ zu paraphieren (unterschreiben). 

Die drei Parteien wollen Jörg Buß als gemeinsamen Kandidaten bei der kommenden Bürgermeisterwahl unterstützen und Christian Görlach wird im Magistrat die Funktion des Ersten Stadtrates einnehmen.

Das Hauptthema der „ALLIANZ“ Zusammenarbeit wird die Konsolidierung (Verringerung der Neuverschuldung des Pohlheimer Haushalts) bilden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, da verschiedene Projekte nicht fertig gestellt oder noch nicht begonnen wurden. Daher schiebt die „Verwaltung“ der größten Kommune im Landkreis Gießen Millionenbeträge geplanter Investitionen vor sich her.

Parallel dazu weist der städtische Haushalt schon jetzt Defizite für zwingende Investitionen in Millionenhöhe auf. Erschwerend kommt hinzu, dass keine finanziellen Rücklagen mehr vorhanden sind. Diese Rücklagen wurden bei großzügigen Geldausgaben in der abgelaufenen Legislatur aufgebraucht. Daher muss als erstes der weitere Verschuldungsanstieg konsequent vermieden werden. Durch wohlüberlegte Kostenreduzierung kann die Handlungsfähigkeit der Stadt am „Limes“ auch in Zukunft gesichert werden.

Die „POHLHEIMER ALLIANZ“ ist inhaltlich bewusst offen gestaltet und ermöglicht daher die Einbindung der oppositionellen Fraktionen SPD und Grüne. Inhaltliche Themen sind in der Kooperationsvereinbarung nicht festgelegt, so dass diese im gemeinsamen Gespräch angepasst und ergänzt werden können.

Nachdem vor fünf Jahren ein Zusammenschluss von SPD, Grünen und FDP eine vorherige Koalition von CDU und FREIE WÄHLER abgelöst hat, übernehmen nun wieder CDU und FREIE WÄHLER gemeinsam mit der FDP, die „Regierung“ im Stadtparlament.