Rund um Weißensee und Alatsee (Allgäu)

Der “Reportage” liegen die Witterungs- und Wegzustände von vor ein paar Wochen zu Grunde. Es hatte zwischenzeitlich nochmal geschneit und momentan dürfte in den nordseitigen Waldhängen noch Schnee liegen.

Beide Seen sind wie fast alle (natürlichen) Voralpenseen ein Relikt der letzten Eiszeit. Sie liegen kurz vor dem stau-berüchtigten “Grenztunnel Füssen” der A7. Meiner Person ist der Weißensee mit gemischten Gefühlen in Erinnerung: Grenzt doch der sog. “Standortübungsplatz” der damaligen Füssener “General-Dietl-Kaserne” (die 1995 in “Allgäu-Kaserne” umbenannt wurde) an den Weißensee, auf dem ich “Sprung auf Marsch Marsch” zu üben hatte.

Der Weißensee hat 6,1 km Umfang, der Alatsee 1,3 km. Vom westlichen Ende des Weißensees (etwa Badestelle Weißensee) führt ein 55 Minuten langer Fuß- und Waldweg zum Alatsee, weitgehend etwa 100 m oberhalb des direkten Ufer-Rundwegs in relativ steilem Gelände, aber mit geringen Höhendifferenzen.

Es war nicht gerade ein Bilderbuchwetter, etwas diesig und wenig Fernsicht. Und nachmittags zog es sich zu.

Start der Wanderung am Westende des Weissensees mit Blick auf den Säuling
Widmung an den Wald
Beachtliche Felsabstürze, aus der Ferne nicht ersichtlich
St.Magnus (St.Mang auf allgäuerisch), Missionar des Allgäus aus St.Gallen soll hier ausgeruht haben
ein bißchen alpin wird es schon
und in der “unbelaubten Zeit” immer mal wieder einen Blick über den See
am Alatsee angekommen

Der Alatsee wurde ja in jüngerer Zeit in Literatur und Fernsehen bekannt durch den “Kluftinger”-Krimi “Seegrund” von den Allgäuer Autoren Klüpfl und Kobr. Es ist ein sog. meromiktischer See; er wird unterhalb von 15 bis 18 m Tiefe nicht durchmischt. Das führt zu bestimmten Algenblüten und durch Purpur-Schwefelbakterien zu sporadischen gewaltigen Verfärbungen des Sees. Gerüchte über versenkte NS-Kunst-und Goldschätze im See haben sich bislang nicht bestätigt.

Frühlingsboten
Blick über den See nach Osten
Ein “Stoara” macht sich immer interessant
eine Kneipp’sche Wassertertstelle
Der Autor des Beitrags
Blick von Ost nach West über den Alatsee
nochmal ein “Stoara”
auch von Osten nach Westen gesehen
dito
nun wieder unten am Weßensee. Blick auf die Kirche von Weißensee.
Frühlingsboten
dito
Baumschwämme
und wieder am Ausgangspunkt angekommen. Blick auf den Säuling.

 

 

Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.