„Studieren im 38. Stock des Uni-Turms in Frankfurt“
Im Jahr 2026 lädt Pfarrer Norbert Heide zu einer besonderen Pilgerreihe ein: Unter dem Titel „Erinnerungen – Wege eines Pfarrers im Laufe von 60 Jahren“ führen neun Tagespilgerwege zu prägenden Orten seines Lebens und Wirkens.
Die Pilgerwege laden dazu ein, gemeinsam unterwegs zu sein, Erinnerungen zu teilen, innezuhalten und Glaubens- und Lebenswege miteinander zu verbinden. Jede Station steht unter einem eigenen thematischen Schwerpunkt und verbindet Gehen, Erzählen, geistliche Impulse und Austausch.
Auf der zweiten Etappe starteten 21 Interessierte gemeinsam mit Pfarrer Norbert Heide in Frankfurt/West, um die Wege während seines Studiums in Frankfurt/Main zu erkunden.
Im ehemaligen Uni Turm hat er 1985/86 Theologie studiert, hier insbesondere die Sprachen Griechisch und Hebräisch. Der AfE-Turm (Abteilung für Erziehungswissenschaft) war ein 116 Meter hohes Hochhaus in Frankfurt am Main. Er gehörte zum Campus Bockenheim der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Das Gebäude stand seit Mai 2013 leer und wurde am 2. Februar 2014 gesprengt. An seiner Stelle wurde 2021 das Wohn- und Hotelgebäude One Forty West fertiggestellt.
Nächste Anlaufstelle war der Grüneburgpark, der sich während der Studienzeit und auch heute noch zum Joggen anbot. Hier vergisst man, dass man sich in einer Großstadt befindet. Mit seinen 27 Hektar ist er die drittgrößte Grünanlage Frankfurts. Viele der Bäume sind über 100 Jahre alt und verleihen dem Park sein Ambiente.
In der Lessingstraße war damals die Wohnung des einstigen Studenten. Vorbei an der Alten Oper, der Hauptwache und dem imposanten Römer erreichte man die Alte Nicolaikirche. Hier hielt Pfarrer Heide eine Andacht zur Jahreslosung „Gott spricht: Siehe ich mache alles neu“. Dazu erzählte er eine Geschichte von seiner Oma Lotti.
Es ging um einen Jungen, der von den anderen Kindern geärgert wurde. Man soll um das kämpfen, was einem weggenommen wurde. Wenn man allerdings einsieht, es geht nicht weiter, soll man nach vorne schauen und das alte hinter sich lassen.
Am Eisernen Steg vorbei führte der Weg am Main entlang. An der Untermainbrücke liegt ein ganz besonderer Park: Das Frankfurter „Nizza“. Sein Ursprung geht zurück auf den ersten „offiziellen“ Frankfurter Stadtgärtner, der 1875 erstmals exotische Pflanzen an den Main brachte und der Anlage so ihren Namen gab. So entstand im Laufe der Jahrzehnte ein Park, der mit seiner mediterranen Pflanzenauswahl an die französische Riviera erinnert. Es ist der windgeschützten Lage zu verdanken, dass die Pflanzen auch in Frankfurt gedeihen und mit dem notwendigen Schutz überwintern können. Der 4,42 Hektar große Park erstreckt sich über einen Kilometer bis zur Friedensbrücke.
Durch das Frankfurter Bankenviertel mit seinen imposanten Hochhäusern war nach 9 km der Hauptbahnhof erreicht und die Rückfahrt wurde angetreten.
Am Samstag, 25. April 2026 führen die Wege durch Marburg an der Lahn unter dem Motto „Zwischen Alter Universität und Biegenstraße“ (ca. 8 km). Treffpunkt 7.40 Uhr Bahnhof Grünberg (Zugfahrt) oder 9.00 Uhr Bahnhof Marburg. Nähere Informationen bei Pfarrer Norbert Heide, Tel. 0173/9807029.






