
Pohlheim – Am Samstag feierte die „Regenbogenschule“ im Pohlheimer Stadtteil Holzheim ihr 60jähriges Jubiläum. Die Feier entwickelte sich unter der Beteiligung vieler „Regenbogenschüler“ und dem gesamten Kollegium zu einem freudigen Ereignis mit viel Spaß und Vergnügen bei allen Beteiligten, Gästen und Besuchern.


Nach dem ersten Lied des Schulchores, „Ein Hoch auf uns!“, unter Leitung der Schulleiterin Iris Einmal, begrüßte sie die große Gästeschar sowie Vertreter aus dem kommunalen Bereich und der Schulbehörde.

Das erste Grußwort sprach der Leitende Regierungsdirektor Norbert Kissel als Leiter des Staatlichen Schulamtes. Kissel verglich in seiner Rede die Schule mit einer Kirchenorgel, die nach sechzig Jahren als „historisch“ eingestuft werde. Das gelte keineswegs für eine gleichalte Schule, da sich Schule ständig erneuere und daher nie alt werde. Den Regenbogen im Namen der Schule wertete Kissel als biblisches Zeichen für einen ständigen Neuanfang mit regelmäßiger „Aussaat und Ernte“.

Schulamtsdirektorin Eva Maria Hußmann ist als schulfachliche Aufsichtsbeamtin für die Regenbogenschule zuständig und zitierte voller Freude den Titel eines Geburtstagsliedes: „Heute ist Geburtstag, darum feiern wir!“ Sie verglich Schule mit einem Regenbogen und bemerkte, dass Schule statt Wasser viele Kinder brauche und statt Licht guten Unterricht. Wenn man heute hier hinschaut, ist das Schulleben und die heutige Feier bunt wie ein Regenbogen und sie wünschte, dass die Kinder hier weiter mit Freude und Erfolg lernen.

Erster Kreisbeigeordneter Christopher Lipp wollte als Schuldezernent des Landkreises die freudige Stimmung durch keine lange Rede bremsen, legte seinen mehrseitigen Text zur Seite, sprach mit wenigen Worten ein großes Dankeschön aus und gratulierte zum Jubiläum. In einem kurzen Ausblick beschrieb er bauliche Veränderungen. Mit einer neuen Photovoltaikanlage könne die Schule demnächst fast ihren kompletten Strombedarf decken. Für die stillgelegte Turnhalle seien sowohl die Abrissplanung als auch die neue Planung weit fortgeschritten, sodass ein Neubau eventuell schon in ein bis zwei Jahren realisiert werden könne. Dabei werde der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsbetreuungsplatz an Grundschulen, der ab dem Schuljahr 2026/27 greift, vorbereitet.

Pohlheims Bürgermeister Ruck wünschte den Schülern und allen schulischen Mitarbeitern in der Regenbogenschule weiterhin viel Energie, Freude und Zuversicht und meinte: „Die Zukunft mit tausend neuen Anlässen beginnt heute, jetzt und hier.“
Die drei Ortsvorsteher Daniel Jung (Holzheim), Karl-Heinz Kuhl (Dorf-Güll) und Michael Wagner (Grüningen) konnten sich noch an ihre Grundschulzeit erinnern und daher gab es neben den Dankesworten auch noch „Anekdoten“ zu hören. So berichtete Daniel Jung als ehemaliger Regenbogenschüler von einem hausaufgabenfreien Tag, für das schnellste Aufsagen von „Fischers Fritz“.



Karl-Heinz Kuhl kam vor 58 Jahren nach dem dritten Schuljahr aus der Volksschule Dorf-Güll in die damalige „Mittelpunktschule Holzheim“. Er erinnerte sich, dass der Unterricht der Kinder aus Holzheim, Dorf-Güll und Grüningen ein neues „Wir-Gefühl“ über die Dorfgrenzen hinaus zwischen den Kindern schuf und wertete dies als ein Pluspunkt für die Akzeptanz der später gegründeten Stadt Pohlheim. Kuhl: „Diese Schule hat mein Leben seit 1966 begleitet, als Schüler, Vater und Großvater.“
Michael Wagner dankte der Schule, dass sie sich mit allen drei Stadtteilen identifiziere und immer wieder das gesellschaftliche Leben bereichere. Erst kürzlich durch die Beteiligung am Markt am vergangenen Wochenende im Rahmen der 1225-Jahr Feier in Grüningen.


Christoph Linde und Sandra Landgraf, die Vertreter des Schulelternbeirates, bedauerten im Nachhinein, dass sie als Kinder keine Schüler der Regenbogenschule waren. Sie hatten ein Helmut Kohl Zitat als Überschrift ihrer Ausführungen gewählt: „Ein Jubiläum ist ein Augenblick, innezuhalten und zurückzublicken, aber auch ein Sprungbrett, um mit neuer Energie in die Zukunft zu starten.“ In ihren Ausführungen hoben sie hervor: „Es liegt an uns allen, die erfolgreiche Geschichte der Regenbogenschule weiter fortzuführen. Die Zukunft gehört unseren Kindern. Geben wir ihnen die Fähigkeiten und das Wissen, um sie erfolgreich zu gestalten.“
Die Sprecher der Grußworte hatten jeweils Geschenke in Briefumschlägen mitgebracht und überreichten sie am Ende ihrer Ausführungen der Schulleiterin Einmal.
Der Schulchor sang zwischen den Grußworten zur Auflockerung des Programms mehrere bekannte Lieder wie „Wunder gescheh´n“, „Über den Wolken“, „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ oder „Lass die Sonne in dein Herz“.



