Grandola vila morena…

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Dieses Lied von José Afonso, bis dahin in Portugal verboten,  erklang am 25.April 1974 gegen 00.20 Uhr in einem katholischen portugiesischen Rundfunksender und war das Fanal zum Aufstand von fortschrittlichen und linken Offizieren und Soldaten in Portugal. Damit endete die seit 1933 bestehende faschistische Diktatur Salazars. Es war die sog. “Nelkenrevolution”, weil die Bevölkerung Nelken in die Gewehrläufe der Soldaten steckte. Die Revolution verlief weitgehend unblutig (5 Menschen starben und 45 wurden verletzt, als eine Gruppe Geheimpolizisten auf unbewaffnete Demonstranten schossen.) Die Revolution wurde vom größten Teil der Portugiesen mitgetragen.

Zwei Jahre später trat die von einer frei gewählten Verfassunggebenden Versammlung erarbeitete  Verfassung in Kraft und ein Parlament und der Präsident wurden gewählt. Im Zuge dieses Prozesses erlangten auch einige Kolonien Portugals, (u.a. Angola und Mosambique) die Unabhängigkeit, in denen schon einige Zeit Befreiungskriege geführt wurden.

(nach wikipedia)

Die nachstehenden Plakate wurden seinerzeit in der linken Buchhandlung “Wissen und Fortschritt” am Schiffenberger Weg verkauft, gewissermassen als Spendenbeitrag zur Unterstützung der revolutionären Kräfte.

MFA = “Movimento das Forcas Armada” (Bewegung der Streitkräfte)

POVO = Volk

Emigranten werden zur Heimkehr aufgefordert
Die Mitarbeiter der neuen Banken eröffnen den Weg in die Zukunft
Wächter des Volkes

 

Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.