Im frisch renovierten Rittersaal

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Bürgermeister Sebastian Schwarz (rechts) machte sich einen Eindruck vom Burgparlament der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Burg Nordeck sowie vom frisch sanierten Rittersaal. Vertreter*innen des Gremiums sowie proLiberi-Geschäftsführer Fabian Scharping (links) freuten sich über den gemeinsamen Austausch.
Bürgermeister Schwarz besucht Burgparlament der Burg Nordeck
 
Allendorf-Nordeck (-). Die proLiberi gGmbH, eine Tochtergesellschaft der Lebenshilfe Gießen, betreibt die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Burg Nordeck. Hier wohnen zurzeit 38 Kinder und Jugendliche in fünf Wohngruppen. In jeder Gruppe wird aus den Reihen der Bewohner*innen eine Person als Vertreter sowie eine Person als Stellvertreter für die Belange der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Betreuungspersonal oder anderen nach außen gerichteten Anliegen gewählt.
Eine Form der Beteiligung und Interessenvertretung erfolgt innerhalb des sogenannten Burgparlaments. Hier kommen alle Vertreter- und Stellvertreter*innen einmal im Monat zusammen. Sie beraten sich, planen Angebote mit, stellen Anträge an die Einrichtungsleitung oder geben Impulse zur Weiterentwicklung der Einrichtung.
Das Burgparlament tagt immer am ersten Montag im Monat. Im April kam das Gremium aufgrund eines Feiertages und der Ferien etwas später zur Sitzung zusammen, dafür jedoch erstmals offiziell im neu renovierten Rittersaal der Burg Nordeck. Ebenfalls als teilnehmender Gast der Sitzung vor Ort war Allendorfs Bürgermeister Sebastian Schwarz, der bei dieser Gelegenheit den sanierten Rittersaal mit einweihte.
Der Saal ist das Kernstück im Inneren der Burg, in dem einst die Ritter zusammenkamen. In Zeiten des Landschulheims Nordeck wurde der Rittersaal als gemeinsamer Essensaal für die zeitweise 120 Internatsschüler genutzt. Im Rahmen der Renovierungsarbeiten auf der Burg wurde auch der Rittersaal nun neu instand gesetzt. Da bei solchen Maßnahmen auch die historischen Belange des historischen Gebäudes eine Rolle spielen, fanden die Sanierungsarbeiten in enger Absprache mit dem Grafen Schwerin als Eigentümer, der Stadt sowie mit dem Denkmalschutzamt statt, erläuterte Fabian Scharping, Geschäftsführer der Burg Nordeck.
In der jüngsten Sitzung berichtete der Bürgermeister über die vielen Angebote für Kinder und Jugendliche in Allendorf, was auf großes Interesse der Anwesenden stieß. Es ergab sich ein reger Austausch, am Ende verabredeten sich Sebastian Schwarz und das Burgparlament für weitere Ideen zu gemeinsamen Aktionen. Hier dürfen sich die Kinder auf der Burg und die Bürger in Allendorf – vor allem in Nordeck – noch in diesem Jahr überraschen lassen.
Wer sich allgemein über die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Burg Nordeck informieren möchte, findet weitere Informationen auf www.burgnordeck.de.
Lebenshilfe Gießen
Die Lebenshilfe Gießen e.V. ist ein gemeinnütziges Unternehmen und begleitet über 3000 Menschen mit und ohne Behinderung in ein selbstbestimmtes Leben.