Deutsch-Amerikanischer Club „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar begrüßt das neue Jahr

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Mit einem Neujahrsempfang im Hotel Steinsgarten in Gießen begrüßten zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins „Die Brücke“ Deutsch-Amerikanischer Club Gießen/Wetzlar e.V. das neue Jahr.

Der Klein-Lindener Chor „Intermezzo“ unter der Leitung von Matthias Hampel untermalte das Programm und gab der Veranstaltung einen schönen musikalischen Rahmen. Für den passenden Glücksgruß zum neuen Jahr sorgte Marco Gansow, ein echter Schornsteinfeger. Im traditionellen Anzug mit blank geputzten Messingknöpfen und Zylinder und überreichte allen Gästen ein Kärtchen mit Neujahrsgruß und Glücks-Centstück. Das Berühren seiner Messingknöpfe besiegelte dann die Glücksbotschaft. Mit einem solchen Gruß kann das neue Jahr kommen. Unter den Ehrengästen waren die Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer sowie Gießens Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher, der ehrenamtliche Stadtrat Wetzlars Karlheinz Kräuter und Isabell Kurz vom Wetzlarer Kulturamt. Die Deutsch-Englische Gesellschaft Gießen wurde durch Lawrence de Donges Amiss-Amiss vertreten. Auch die Deutsch-Philippinische Gesellschaft Gießen war mit Ida Wagner und anderen Vereinsmitgliedern unter den zahlreich erschienenen Gästen.

Die Präsidentin der „Brücke“, Petra Bröckmann, richtete in ihrer Rede den Blick auf das vergangene und das neue Jahr und verglich die Geschehnisse mit einer Jahreslandkarte, über die Menschen aktuelle Weltnachrichten und auch tief empfundene persönliche Erlebnisse definierten. Sie betonte, dass der Verein „Die Brücke“ weiterhin ganz selbstverständlich mit dem Wissen, dass Demokratie und Freundschaft unter den Völkern alles leichter mache, die transatlantische Freundschaft auch zukünftig aufrecht halten und fördern werde. Ein wichtiger Pfeiler dieser Arbeit sei der Studentenaustausch, um jungen Menschen hier und jenseits des Atlantiks interessante neue Eindrücke zu vermitteln. Bröckmann bekräftigte, dass „Die Brücke“ alles daransetzen werde, die Jahreslandkarte der „Brücke“ weiterhin bunt und demokratisch zu gestalten, so wie das seit Bestehen des Vereins seit fast 75 Jahren der Fall ist.

Bröckmann verlas anschließend die vom US Generalkonsulat Frankfurt übersandten Grußworte, die ebenfalls die Partnerschaft und Freundschaft zwischen den Ländern lobten und dem Verein für die ehrenamtliche Arbeit, die Basis für die Partnerschaft zwischen beiden Ländern sowie gemeinsame demokratische Werte sei, dankte.

Nina Heidt-Sommer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD im Hessischen Landtag, betonte in ihrer Rede die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Freundschaft und der demokratischen Werte, die beide Völker gleichermaßen teilen. Auch mit Blick auf die im November in den USA stattfindenden Präsidentschaftswahlen sprach Heidt-Sommer von der Hoffnung, dass demokratische Prozesse auch in Zukunft geachtet und international demokratische Werte verteidigt würden. Sie sprach aber auch darüber, wie wichtig da Jahr 2024 für Deutschland und Europa angesichts der anstehenden Europawahlen und Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg seien. Hier gelte es, die Verbindungen der europäischen Länder zu vertiefen, gemeinsame demokratische Werte zu verteidigen und zu stärken. Sie dankte dem Verein für die ehrenamtliche Arbeit, die ein wichtiger Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie und Gestaltung unserer vielfältigen kulturellen Landschaft sei.

Oberbürgermeister Becher verglich in seiner Rede das neue Jahr mit einem offenen Meer, von dem wir noch nicht wüssten, welche unerwarteten Untiefen uns auf dem Weg durchs Jahr begegnen würden, obwohl uns einige der Klippen der kommenden Monate schon bekannt seien. Wie wir diese Klippen meistern, werde in den kommenden Jahren unser aller Leben beeinflussen – auch die transatlantischen Beziehungen. Die Präsidentschaftswahlen in den USA und die wahrscheinliche Neuauflage des Duells Trump gegen Biden, zweier Kandidaten, deren Auffassung in Hinsicht auf internationale Zusammenarbeit, dem Umgang mit Kriegen in der Ukraine und Nahost, der Bekämpfung des Klimawandels und deren demokratische, rechtsstaatliche Grundnormen unterschiedlicher nicht sein könnten, werde uns noch das Jahr hindurch beschäftigen.

Becher betonte, dass trotz vieler Unterschiede, die die Menschen diesseits und jenseits des Atlantiks bewegten, sich viele Gemeinsamkeiten mit einer festen Verankerung in den Grundwerten von Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Mitmenschlichkeit zeigten. Mit Blick auf das im nächsten Jahr zu feiernde 75. Jubiläum des Vereins erinnerte Becher daran, dass sich im nächsten Jahr auch der Tag der Befreiung der Stadt Gießen durch die Amerikaner jähre. Vor dann 80 Jahren am 28. März 1945 marschierten amerikanische Streitkräfte in Gießen ein und besiegelten damit das Ende des Krieges in unserer Stadt.

Becher bedankte sich beim Verein, dass dieser Brücken zwischen den Menschen baue und appellierte daran, sich gemeinsam den Herausforderungen zu stellen und mit Hoffnung auf das vor uns liegende Jahr zu blicken.

„Die Brücke“ freut sich über Menschen, die Interesse am Verein haben. Kontaktaufnahme ist über die Webseite möglich oder direkt über president@dac-bruecke.de