Rhön: Durch die Kaskadenschlucht ins Rote Moor

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Die Kaskadenschlucht (am unteren Ende) erreicht man am besten an einem kleinen Parkplatz nach dem oberen Ortsausgang von Sandberg (einem Ortsteil von Gersfeld). Entlang dem Feldbach geht es etwa 1,5 km über einen Waldfußweg mit mäßiger Steigung an den kleinen Wasserfällen entlang auf die Höhe eines Forstweges, auf dem der markierte Weg von der Wasserkuppe zum Roten Moor verläuft. Ein anderer Abzweig in der Kaskadenschlucht führt in Richtung Feldbachhof, dem höchstgelegenen bewirtschafteten Hof Hessens. Von dort kann man wieder am Rande des Waldes über einen Feldweg entlang der Kaskadenschlucht zum Parkplatz an deren unterem Ausgang gelangen. Der Feldbach hat sich im Lauf der Zeit seinen Weg durch den dortigen Sandstein gebahnt. Gemeinhin verbindet man ja die Rhön mit Basalt und vulkanischem Gestein.

An ersten frühen blühenden Frühlingsboten war um Ostern herum in der Gegend fast gar nichts zu entdecken. Ein paar wenige Ausnahmen siehe nachstehend.

Auf der Höhe des Weges von der Wasserkuppe zum Roten Moor angekommen, gehen wir auf dem Forstweg in Richtung NABU-Haus an dem Parkplatz Moordorf an der B 278 von Bischofsheim nach Wüstensachsen. Dies ist im Winter auch der Ausgangspunkt eines Loipenparks. Ein Stück westlich von da führt dann ein längerer Holzbohlenpfad als Moorlehrpfad durch das Zentrum des Roten Moors. Es ist nach dem (in Bayern gelegenen Schwarzen Moor) das zweitgrößte Moor in der Rhön. 175 Jahre lang wurde es bis 1984 durch Torfabbau geschädigt. Seit 1979 wird es renaturiert. Der Gedenkstein an die “Notstandsarbeit” (Trockenlegung) der Stadt Gersfeld von 1932 – 1934 erinnert noch an  diese eher schädigenden Aktionen.

Gedenkstein an “Naotstandsarbeit” 1932-34
Rotes Moor

Moorsee beim NABU-Haus am Parkplatz Moordorf
Moorsee beim Parkplatz Moordorf
Rotes Moor
Holzbohlenweg durchs Rote Moor
Aussichtsturm am Bohlenpfad
Blick vom Aussichtsturm übers Rote Moor zum Heidelstein (mit dem Sendemast)
vom Feldbachhof wieder abwärts zum Parkplatz Kaskadenschlucht bei Sandberg
Kurt Wirth
Ex-Gießener, Weltbürger, Bürgerreporter seit 2012, interessiert an Natur, Wandern, (Inlands-)Reisen, aber auch an Geschichte, Zeitgeschichte, Politik.